Kategorie: Frankreich

Wochendigest 3

Lyrikboom Wenn auch sonst nicht viel, so boomt seit der großen Krise in Griechenland die Lyrik. Hier finden Wut und Zorn und die subjektiven Emotionen angesichts der Krise ihre Form. / Mehr Eröffnung Unter dem Titel „Weltklang – Nacht der Poesie“ (wurde) am 3. Juni,… Continue Reading „Wochendigest 3“

Houellebecqs Gesammelte Gedichte

(…) [Diverse] Parallelstellen lassen einige Vermutungen über die lyrischen Arbeiten Houellebecqs zu, die trotz ihrer Form meist den Charakter von bekenntnishaften oder reflektierenden Notizen haben. Das führt zu dem Eindruck, dass die eigentliche (auch sprachliche) Verdichtung bei Houellebecq in seinen Romanen stattfindet, während seine… Continue Reading „Houellebecqs Gesammelte Gedichte“

Sieben hoch fünf

Die Société des gens de lettres verleiht ihm am 21. Juni in Paris ihren Preis für sein Gesamtwerk. Der Dichter, Romanautor und Essayist Michel Butor, der in den 50er Jahren einer der Autoren des Nouveau Roman war, stellt im Schloß Angers bis 29. August… Continue Reading „Sieben hoch fünf“

Gestorben

Der Priester-Dichter Jean Bégarie, der unter dem Namen Georges Saint-Clair veröffentlichte, starb am 20.5. im Alter von 95 Jahren. Für sein literarisches Werk wurde er mit dem Preis der Französischen Akademie geehrt, verbunden mit der Veröffentlichung seines Gesamtwerks. Von dem Preisgeld –100.000 Francs –… Continue Reading „Gestorben“

Brieffund

Ein Kommentar von Daniel Graf zu dem Artikel „Der letzte Kuß, vorgestern nacht“, Die Zeit #19 Zu den Entstehungsumständen von Iris Radischs Artikel und wie viel Zeitdruck da im Spiel gewesen sein mag, weiß ich nichts. Aber es wundert mich schon, dass eine kluge… Continue Reading „Brieffund“

Eine schwierige Dichterfreundschaft

Paul Celan im Briefwechsel mit René Char Beitrag von Felix Philipp Ingold für die Neue Zürcher Zeitung vom 14.5. Schon lang war sie angekündigt, mehrfach wurde ihr Erscheinen aufgeschoben, jetzt liegt sie endlich vor – die Buchausgabe von Paul Celans Korrespondenz mit René Char.… Continue Reading „Eine schwierige Dichterfreundschaft“

Rimbaud in der Schweiz

Die Schriftstellerin Gertrud Leutenegger besichtigt den schmelzenden Rhonegletscher und erzählt, wie Arthur Rimbaud im Winter 1878 über den Gotthard ging. (…) Was bewog Arthur Rimbaud im November 1878, das Reiseziel Ägypten vor Augen, von den Ardennen her über die Vogesen die Schweiz erreichend, den verschneiten… Continue Reading „Rimbaud in der Schweiz“

Prix Robert Ganzo für Anise Koltz

Der Prix Robert Ganzo, der höchstdatierte Lyrikpreis in Frankreich*, geht in diesem Jahr an die luxemburgische Lyrikerin Anise Koltz. Der Preis ehrt „einen bedeutenden Dichter in französischer Sprache, Abenteurer des Wortes und des Lebens, Fährmann der Gefühle und Herausforderungen, Vermesser des Großen wie des… Continue Reading „Prix Robert Ganzo für Anise Koltz“

THE CITY (PARIS), THE POET (PAUL CELAN), AND THE ARTIST (ALEXANDER POLZIN)

Dienstag, den 24. Mai 2016 / 19:00 – 21:30 Uhr / The Arts Arena, Columbia Global Centers, 4 rue de Chevreuse, 75006 Paris Anlässlich der Einweihung des Celan Denkmals durch den Bürgermeister von Paris spricht der Bildhauer Alexander Polzin mit Margery Arent Safir in… Continue Reading „THE CITY (PARIS), THE POET (PAUL CELAN), AND THE ARTIST (ALEXANDER POLZIN)“

Objektiv und hellsichtig

Nur eine Woche nach seiner [Rimbauds] Rückkehr nach Charleville erhob sich die Hauptstadt gegen die Versailler Regierung; am 28. März wurde die Kommune proklamiert. Begeistert verfolgte der junge Dichter diese Ereignisse aus der Ferne. Die alte Ordnung war zusammengebrochen, und im „heiteren Arbeiter-Paris der… Continue Reading „Objektiv und hellsichtig“

Pol Verlen ibergesezt

Zum 172. Geburtstag von Paul Verlaine (geboren am 30.3. 1844). Verlaines klangvolle Sprache ist schwer übersetzbar. Selma Meerbaum-Eisinger (Merbaum), das Mädchen aus Czernowitz, das 1942 18jährig in einem deutschen Arbeitslager starb, übersetzte sein Herbstlied nicht nur ins Hochdeutsche, sondern auch ins Jiddische. (Fortsetzung im… Continue Reading „Pol Verlen ibergesezt“

Zur Entzifferung

Kaum ein anderer poetischer Text aus der Wendezeit zwischen 1890 und 1910 hat so viele Exegeten und Übersetzer, aber auch Nachahmer und Parodisten auf den Plan gerufen wie der Würfelwurf [Stéphane Mallarmés] – die oft beschworene „Dunkelheit“ (wenn nicht gar „Unverständlichkeit“) des Werks scheint demnach… Continue Reading „Zur Entzifferung“

Villon zertrümmert

Kurt Tucholsky über ›Die Balladen und lasterhaften Lieder des Herrn François Villon in deutscher Nachdichtung von Paul Zech‹ Nun, eine Nachdichtung ist das nicht. Es sind Gedichte in moderner Tonart, verfertigt nach sicherlich sorgfältiger Lektüre Villons. Zech hat keinen Stein auf dem andern gelassen, sondern… Continue Reading „Villon zertrümmert“

Licht­schreiber

Der Schweizer Lyrik-Editor Urs Engeler hat für die neue Ausgabe, das Heft 10 seiner seit drei Jahren erschei­nenden Zeit­schrift „Mütze#“ einen herrlichen Essay des franzö­sischen Poeten Jean Daive über den öster­reichi­schen Maler Joerg Ortner über­setzt. Beide, Jean Daive und Joerg Ortner, waren mit Paul… Continue Reading „Licht­schreiber“

Last minute

Und warum keinen Gedichtband zu Weihnachten schenken? Ein bißchen Schönheit in dieser finstren Welt? Et pourquoi pas un livre de poésie comme cadeau de Noël ? Un peu de beauté dans ce monde plutôt sinistre. Le poète-écrivain Pierre Thiollière vient de sortir un livre… Continue Reading „Last minute“