Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen – Kapitel 50 Von den Dichtern »Seit ich den Leib besser kenne, – sagte Zarathustra zu einem seiner Jünger – ist mir der Geist nur noch gleichsam Geist; und alles das »Unvergängliche« – das ist auch nur… Continue Reading „13. Lüge“
Die Lyrikszene ist ja eher von äußerer bemühter Harmonie als klaren Fronten geprägt. Man trifft sich in den gleichen Facebook-Freundschaften, Lesungen, Wettbewerben und Anthologien, und nur ab und zu flackern hitzige Gefechte auf und verlöschen rasch. Eine alte Idee von mir ist ein Lyrikatlas,… Continue Reading „11. Lyrikatlas“
Zugegeben, über Grass‘ Schwächen ist ihm mehr eingefallen: Nicht alles ist dem Lyriker Grass gelungen. Manche Formulierungen sind zu geläufig: Da ist ein Staatsgeheimnis „abgeschottet“ (Ein Held unserer Tage), ein Sturm macht „Schlagzeilen“ (Herbstliche Ernte) oder jemand hält sich „bedeckt“ (Ängstlich besorgt). Als wollte… Continue Reading „10. Grass‘ Stärken“
Siegmunds Lied (Walküre I) – „Winterstürme wichen / dem Wonnemond, / in mildem Lichte / leuchtet der Lenz…“ – oder Brünnhildes Lied (Walküre III) – „War es so schmählich, / was ich verbrach, daß mein Verbrechen so schmählich du strafst?“ – haben durchaus poetische… Continue Reading „8. Wagner als Dichter“
Er veröffentlichte mehrere Gedichtbände, Erzählungen, Hörspiele und Radiofeatures und wurde unter anderem mit dem Lyrikpreis Meran ausgezeichnet. Sein neues Buch ist im jungen und ambitionierten Leipziger Poetenladen erschienen. Es zeigt Nendza als einen ausgereiften, sprachsicheren Lyriker. Seine Gedichte bevorzugen eine ruhig-reflektierte Tonlage und kommen… Continue Reading „7. Zypernkatzen“
Am 3. Dezember 1992 wurde die erste Kurznachricht an ein Mobiltelefon geschickt. Anton G. Leitner, Herausgeber des Bandes „SMS-Lyrik“ und der Zeitschrift „Das Gedicht“, lässt sich von Nina May über das neue Text-Genre befragen. Per SMS natürlich. Nina May (10.35 Uhr): Wenn Kafka heute leben… Continue Reading „6. Kafkas Flatrate“
Am 30.11. wurden der Traklpreis an Elke Erb und der Trakl-Förderpreis an Christian Lorenz Müller verliehen. Die Laudatio auf Elke Erb hier. Über Müller heißt es: Den Georg-Trakl-Förderungs-Preis 2012, der mit 3.000 Euro dotiert ist, erhält der 1972 im bayrischen Rosenheim geborene und in Salzburg… Continue Reading „4. Preisverleihung“
Die Kunstausübung erfordert eine reine, durchaus klare Erkenntnis der Mittel, ohne welches keine Harmonie möglich ist. (1807) Philipp Otto Runge: Die Begier nach der Möglichkeit neuer Bilder. Briefwechsel und Schriften zur bildenden Kunst. Leipzig: Reclam 1978, S. 232.
Die Nacht ist der Untergrund, der Maquis, in dem sich die Resistance befindet. Wenn man seit Schulende einen Beruf am Tag hat, weiß man nicht viel über die Leute, die am „hellichten Tag“ schlafen. Jochen Gerz: Die Schwierigkeit des Zentaurs beim vom Pferd steigen… Continue Reading „2. Nacht“
Wie vielfältig die rumäniendeutsche Literatur, früher im Wechselbad zwischen Tauwetter und Eiszeiten, heute in den verschiedensten Stimmen zu erkennen, noch immer ist, zeigten sodann die Lesungen von drei Autoren der mittleren Generation, Horst Samson (geboren 1954), Franz Hodjak (1944) und Hellmut Seiler (1953). Samson,… Continue Reading „171. Aus Rumänien“
Ein Münchner im Dichter-Himmel Mit 13 Jahren hat Pierre Jarawan sein erstes Gedicht geschrieben. Und jetzt? Ist der 27-jährige Münchner Deutschsprachiger Meister im Poetry Slam 2012. tz-Interview mit Poetry Slamer Jarawan: Lehrer lieben natürlich Poetry Slam, weil die Schüler dadurch eine ganz neue Beziehung… Continue Reading „170. Slam-Meister“
Liebe Freunde der Kunst, hiermit laden wir Sie herzlich zum 8. Langen Abend der Galerien in Halle ein. Begleiten Sie das blaue Wunder auf dem Galerierundgang oder philosophieren Sie mit Bertram Reinecke am Kiosk über das Thema „Abwesenheit“. Ab 17 Uhr – und immer zur… Continue Reading „168. Abwesenheit in Halle“
Samstag, den 15. Dezember, 12-18 Uhr Lyrik-Bibliothek – Amalienstrasse 83a hinter der Universität Lyrik als Geschenk Große Verschenk-Aktion im Lyrik Kabinett mit Dank an den Verlag im Wald (Rüdiger Fischer) Rüdiger Fischer, geb. 1943 in Trier, war bis 2004 Lehrer für Fremdsprachen an… Continue Reading „162. Geschenk“
Das Haus Erich Fried in Staufen ist nach jenem Lyriker benannt, den die Nachwelt als großen Humanisten erinnert und dessen schönstes Gedicht, „Was es ist“, jeder kennt, für den Lyrik kein Fremdwort ist. / Badische Zeitung
Für wen schreibt der Autor: Nur für sich? Dann hört der Spaß schnell auf. Ein Massengeschmack existiert auch in der Demokratie. Der unpopuläre Autor ist ein Widerspruch in sich, und eine prekäre Existenz. Ich will ein Gedicht auf Jean-Claude Juncker versuchen, den Vorsitzenden der… Continue Reading „160. Versuch“
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