Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
In einem Essay verortet Hesse dann «Die Ehe» innerhalb der amerikanischen Moderne und erläutert die allgemeinen Stilprinzipien von Moores Dichtung. In formaler Hinsicht ist «Die Ehe» eine Reaktion auf T. S. Eliots «The Waste Land». (Das Thema verdankt sich einem ehelichen Arrangement von Freunden… Continue Reading „Marianne Moore“
1556 Epigramme des römischen Dichters Martial sind überliefert, hunderte weitere wurden wegzensiert oder gingen auf anderem Wege verloren, schreibt der Rezensent des Guardian (6.9.03) zu einer neuen Übersetzung durch den irischen Dichter und Professor dazu, Brendan Kennelly. Folgt eine aufschlußreiche Liste der Gegenstände dieses… Continue Reading „Martials Lebenswahl“
Die amerikanische Dichterin Louise Gluck (sprich: Glick) wird nächster Poet Laureate, berichtet die NYT*) am 30.8.03: Gluck’s poetry often deals with women’s problems and can be dark and foreboding. Loss and isolation are common themes. „Writing is not decanting of personality,“ she wrote in… Continue Reading „Poet Laureate Louise Gluck“
Schlechte Nachrichten für junge & lebende Dichter: According to the Poetry Society’s findings, just 28 of the poets published by the UK’s eight major imprints are under 40. More evidence of this stark „generation gap“ is reflected in an Arts Council snapshot of the… Continue Reading „Toter Dichter – guter Dichter“
An einem Samstagmorgen vor fünfzig Jahren fuhr Ferlinghetti die Columbia Avenue durch das Bohemeviertel von North Beach, als er sah, wie jemand an der Hausnummer 261 ein Schild mit der Aufschrift „City Lights Pocket Bookshop“ anbrachte. Ferlinghetti kam mit dem Buchhändler ins Gespräch und… Continue Reading „50 Jahre Underground“
Sometimes even its author won’t know, warns James Fenton / The Guardian August 23, 2003
It is hard to understand why the English poet Charlotte Mew (1869-1928) isn’t better known. She deserves more readers. Virginia Woolf recognized that she was „very good and interesting and unlike anyone else,“ and Thomas Hardy, whom she revered as the „King of Wessex,“… Continue Reading „Charlotte Mew“
Er, der vom Klang des Walisischen bezaubert war, gab sich bis auf rare Ausnahmen karg und nüchtern im Umgang mit der englischen Sprache – was die Hintergründigkeit der scheinbar so geradlinig vorgebrachten Gedanken oft noch irritierender macht. Unversehens könnte sich der Leser in einer… Continue Reading „Die Vogelscheuche Nächstenliebe“
Von der Romantik als Liebeslyrik wieder- und als Erlebnislyrik neu entdeckt, sind Shakespeares 154 Sonette vielleicht immer noch weniger bekannt als seine Dramen, aber deswegen nicht weniger häufig übersetzt. Unter den zahlreichen in den letzten Jahren erschienenen Publikationen zu Shakespeare finden sich auch neue… Continue Reading „Shakespeare-Sonette“
In der Reihe Poet’s Choice von Edward Hirsch, The Washington Post Sunday, July 27, 2003; Page BW12: The late Reetika Vazirani (1962-2003), who was found dead in Chevy Chase on July 18 with her 2-year-old son, was born in India and raised in Maryland.… Continue Reading „Ein Wiegenlied das weh tut“
Daß Adornos Musik „bekanntlich von Webern“ sei, las ich neulich irgendwo – in der taz? Ezra Pounds musikalisches Œuvre stellt die New York Times am 27.7.03 vor.
Wenn er sterbe, sei es ihm gleich, was mit seinem Körper passiere, schrieb Allen Ginsberg im Februar 1997, wenige Wochen vor seinem Tod, aber er wünsche sich «eine riesige Trauerfeier», bei der alle Freunde versammelt seien. Die Stimmen solcher Weggefährten und Bewunderer hat Florian… Continue Reading „Kaddish für Ginsberg“
gegen Bob Dylan berichtet news.ch: Das Wall Street Journal stellte am Dienstag Dylans Lyrik Auszügen aus dem Buch Confessions of a Yakuza (Geständnisse eines Gangsters) des Arztes, Malers und Schriftstellers Junichi Saga gegenüber. Ein Professor der Boston Universität, Christopher Ricks, stolperte der Zeitung zufolge… Continue Reading „Über Plagiatsvorwürfe“
veröffentlicht am 16.7.03 das Gedicht Litany von US-Poet Laureate Billy Collins sowie etwas früher, am 18.6.03, das Verhör von Langston Hughes 1953 vor dem „unamerican“-Komitee.
Der Amerikaner George Whitman verwirklicht in seiner Buchhandlung Shakespeare & Company in Paris eine soziale Utopie: Umgeben von tausenden Büchern leben bei ihm Schriftsteller und Künstler. … Allen Ginsberg schlief mehrere Monate auf einer von Georges Matratzen, und der Lyriker Lawrence Ferlinghetti kommt auch… Continue Reading „Utopische Buchhandlung“
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