Die Vogelscheuche Nächstenliebe

Er, der vom Klang des Walisischen bezaubert war, gab sich bis auf rare Ausnahmen karg und nüchtern im Umgang mit der englischen Sprache – was die Hintergründigkeit der scheinbar so geradlinig vorgebrachten Gedanken oft noch irritierender macht. Unversehens könnte sich der Leser in einer ähnlichen Attitüde vor diesen Gedichten finden, wie sie «Die Antwort» skizziert: «Wir fahren mit den Händen / über ihre Oberfläche wie Blinde / und tasten nach dem Mechanismus, der sie aufgehen lässt. Sie geben / nach, aber nur, um sich umzugruppieren / zu neuen Problemen . . .» Dass R. S. Thomas‘ Gedichte keine schlüssigere Antwort darstellen wollen als diese, bedeutet für den Leser gleichermassen Herausforderung und Gewinn. /Angela Schader, NZZ 12.8.03

R. S. Thomas: Die Vogelscheuche Nächstenliebe. Aus dem Englischen von Kevin Perryman. Babel-Verlag, Denklingen 2003. 83 S., Fr. 33.-.

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