Kategorie: Deutsch

73. Scherstjanoi liest Johanna Schwedes

Märchen ach, Schneewittchen todesrot hat sich unter die Tram geweht Anhören: 

72. Scherstjanoi liest Bertram Reinecke

Die Texte von Bertram Reinecke sind eine Art „Vokalsestine“ – Gedichte, bei denen das Permutationsschema der Sestine auf die Anordnung der Silben pro Zeile angewandt wird. Jede Zeile besteht aus 5 Silben, in der ersten Zeile folgen die Vokale der alphabetischen Folge aeiou und… Continue Reading „72. Scherstjanoi liest Bertram Reinecke“

71. Scherstjanoi liest Mara Genschel

Nacht. & griff nach deinem Namen, nackt. & griff nach & dein Atem. Nacht in deinen Armen & griff deinen Nacken nach & nach & ahne deinen Leib bleib bei, mein nach & nach & sei mir nah & kein Begriff kein Satz um… Continue Reading „71. Scherstjanoi liest Mara Genschel“

70. Scherstjanoi liest Nadja Küchenmeister

nebel über dem boden hängt der erste nebel langsam aufgestiegen aus dem holz der nacht und deckt die dielen zu im flur die fliesen und wabert hin zur haustür wo der hund im zug die ohren aufgerichtet blinden auges wacht und schlägt ans fenster… Continue Reading „70. Scherstjanoi liest Nadja Küchenmeister“

69. Scherstjanoi liest Norbert Lange

>>blind<< für ihre schönheit blind, muss blind gewesen sein; vor leidenschaft fast blind, ich müsste denn blind sein! der blind dem trieb zu bösen taten folgt, dass ich taub und blind, bin ich denn blind? da wart und guck ich blind mich! plutos, alt… Continue Reading „69. Scherstjanoi liest Norbert Lange“

68. NOTIZ ZUR RUHESTÖRUNG DES SCHWÄBISCHEN KUNSTSOMMERS IRSEE 2008

Was sucht in den lichtdurchfluteten Räumen des Tagungs- und Bildungszentrums Kloster Irsee die phonetische Poesie? Wer will sie haben? Wer meldet sich an für einen Kurs beim Lautdichter und Scribentisten Valeri Scherstjanoi und mit welcher Erwartung was zu lernen? Überlebt das freundliche Motto Kunst… Continue Reading „68. NOTIZ ZUR RUHESTÖRUNG DES SCHWÄBISCHEN KUNSTSOMMERS IRSEE 2008“

67. Lautland DE

Am Ende der DDR erschien eine erstaunliche Anthologie: wortBILD. Visuelle Poesie in der DDR. Die Herausgeber Guillermo Deisler (geboren 1940 in Chile, im Exil in der DDR) und Jörg Kowalski (1952 in Halle) versammeln TextBilder von Elke Erb, Kito Lorenc, Richard Pietraß, von bekannten… Continue Reading „67. Lautland DE“

22. Antwort

Uwe Lammla schreibt: Sehr geehrter Redakteur, In Ihrer Lyrikzeitung … zitieren Sie aus meiner Selbstdarstellung (www.lammla.de) den Satz „Ich habe Grund zu der Annahme, daß etwas faul sei im Vaterlande, und zwar seit 1945“ und fügen die Anmerkung an: „Da war also die Welt… Continue Reading „22. Antwort“

90. Gedichte aus Czernowitz

  Paul Celan war keineswegs der einzige Dichter aus Czernowitz. Die Stadt mit dem Beinamen Kleinwien, die Hauptstadt der Bukowina, die zu ihrem Unglück aus Österreich-Ungarn nach Rumänien kam und dann der Ukraine zufiel, zu der sie heute noch gehört, war ein kulturelles Zentrum,… Continue Reading „90. Gedichte aus Czernowitz“

80. Jörg Burkhard 65

hier ein gratulationsakrostichon:   Hans Thill   13 Buchstaben   J edes Ohr entwickelt rasch grüne O zeane ermuntert rohgereimte Gardinenschlampen ja E ngelsgleich roch Gertrud jeweils ohne R öhren getrunkenes Jerusalem Ortsteil Edingen G eneriert jameslastige Otöne endlicher Rudi   B ißchen Weihrauch… Continue Reading „80. Jörg Burkhard 65“

46. Bücherverbrennung 1965

Die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtete am 15. Oktober 1965 von einem Geschehen auf den Düsseldorfer Rheinwiesen. Dort, zum Erntedankfest, verbrannten Mitglieder des „Jugendbundes für Entschiedenes Christentum“ (EC) neben Zeitungs-Pin-ups und Kinoreklamen auch Bücher von Erich Kästner, Albert Camus, Grass‘ „Blechtrommel“ sowie Nabokovs „Lolita“. Dies,… Continue Reading „46. Bücherverbrennung 1965“

Die alte Metaphernfalle

Nachstehender Essay der Lyrikerin Luise Boege klingt wie eine (unwirsche) Antwort auf den Bericht von Kaspar Renner über die Berliner Veranstaltung „Dichtes Gerede“ (Vgl. L&Poe 2008 Mai #26. Gedichte mit „wie“). Aber es ist umgekehrt – es ist ihr Beitrag auf der Veranstaltung, auf… Continue Reading „Die alte Metaphernfalle“

41. Gedenken

Am Samstag, dem 10. Mai, jährt sich zum 75. Mal der Tag, an welchem 1933 unzählige Bücher deutscher wie auch fremdsprachiger Autoren und Wissenschaftler den Flammen zum Opfer fielen. Gemeinsam mit der Künstlerin Angelika Janz möchte das Koeppenhaus der zur Nazi-Zeit verfemten Autoren gedenken… Continue Reading „41. Gedenken“

17. Punk, Politik & Poesie

Wer Welimir Chlebnikows „Lied vom El“ in Sternensprache kennt – in der deutschen Ausgabe von Peter Urban stehen Fassungen u.a. von Franz Mon, Oskar Pastior und Gerhard Rühm – , der wird sich über den Text „Öl“ von Ernst Fuhrmann aus dem Jahr 1927… Continue Reading „17. Punk, Politik & Poesie“

1. „Autorenförderung? Hungert sie aus!“ (Neues vom Hoch-F.)

In der FAZ vom 29.4. fordert ein offensichtlich gutdotierter (=wohlgenährter?) Feuilletonschreiber, die Autoren auszuhungern: damit sie bessere Bücher schreiben. Weg mit all den Literaturpreisen! Nur die Steinkohle werde ähnlich subventioniert. Na der muß es wissen. (Mir ist bloß nicht aufgefallen, daß er und seine Kumpane sich… Continue Reading „1. „Autorenförderung? Hungert sie aus!“ (Neues vom Hoch-F.)“