Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
„Die Phrasen galoppieren durch das Land / als gäbe es keine Bangigkeit mehr“, schrieben Sie Anfang der 70er Jahre nach einer Schriftstellertagung. „Man kann nur versuchen, / manchmal ein paar Worte zu sagen, / damit es für Augenblicke / wieder still wird.“ Das klingt leicht… Continue Reading „060. Walter Helmut Fritz zum 80.“
Ist das angekündigte Ende des Ammann-Verlages typisch für unsere Zeit? Egon Ammann verneint dies, jedoch fügt sich seine Geschäftsaufgabe passgenau in den von Umbruch gezeichneten Buchmarkt. / Joachim Güntner, NZZ 24.8. Gegenläufiges hört man von den Rätoromanen: Die rund 50 rätoromanischen Autorinnen und Autoren… Continue Reading „059. Umbruch“
Der Sommermonat August neigt sich. Das kommende Wochenende steht wie jedes letzte Wochenende des Monats in Limlingerode ganz im Zeichen der Dichtung Stefan Georges. / Neue Nordhäuser Zeitung 25.8.
Im Foyer des Deutschen Theaters trat wenig später Allen Ginsberg auf, dieser lebenspralle jüdische Amerikaner und schwule Sängerdichter. Er schlug temperamentvoll auf einem Holzklotz herum und rezitierte seine lüsternen Gedichte als rhythmisches Feuerwerk. Im ost-westlich gemischten Publikum saß ein Mann mit zerwuseltem Haarschopf und… Continue Reading „054. Ohne Worte“
Musik ist nicht unbedingt ihre große Leidenschaft. Und doch taucht Andrea Heusers Name öfters im Zusammenhang mit Opern auf. Die 36-Jährige schreibt Libretti. Ihre fünfte Oper „Linkerhand“ wurde im Mai in Görlitz und Hoyerswerda uraufgeführt. „Libretti“, sagt sie über ihren Broterwerb, „sind für mich… Continue Reading „053. Andrea Heuser“
Man wird nur einmal 21 Gastgeber: Lettrétage Freitag, 28. August 2009 20:00 – 22:00 Lettrétage Methfesselstr. 23 Telefon: 6924538 E-Mail: info@letttretage.de Freitag, 28. August 2009, 20 Uhr, Eintritt: 5,- Euro NEUES VOM JETZT (I) Eine Versuchsanordnung junger deutschsprachiger Gegenwartslyrik an fünf Abenden Teil 1:… Continue Reading „051. NEUES VOM JETZT (1)“
Gleich zweimal hatte Claire Goll in den fünfziger Jahren üble Hetzkampagnen gegen Paul Celan initiiert, mit dem Ziel, ihn als Plagiator ihres Mannes Yvan Goll und als „Altmetaphernhändler“ zu denunzieren. Jürgen P. Wallmann – damals noch Student der evangelischen Theologie – hatte sehr früh… Continue Reading „050. Die Affäre“
In der Kunst der Desillusionierung sind auch die internationalen Lyriker geübt, die uns Urs Engeler in Heft 28 von „Zwischen den Zeilen“, der nach wie vor besten Lyrik-Zeitschrift im deutschsprachigen Raum, vorstellt. Da ist der Belgier Paul Bogaert, der in seinem Gedichtzyklus „Zirkuläre Systeme“… Continue Reading „049. Die Desillusionierung“
„Die Platten“, so hat es Klaus Theweleit einmal gesagt, „haben etwas aufgezeichnet, während sie liefen; sie haben nicht nur etwas abgespielt.“ Sie haben, so wäre zu ergänzen, das Herz der Hörer zu einem Tonraum gemacht. Die Erforschung dieses Tonraums und der existenziell unauslöschlichen „Klangspuren“… Continue Reading „048. Die Platten“
Gerhard Falkner liest auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin (ILB) nicht nur aus seinem neuen Roman, Arbeitstitel „Auf Liebe und Tod“, er wird auf dem von Silke Behl moderierten Lyrikabend auch erstmals Ausschnitte aus seinem in Arbeit befindlichen Gedichtband: The lingistic turn. Elegien am Rande… Continue Reading „047. Falkner liest aus neuen Büchern“
Der Stil eines Ganzen verdichtet sich im stilistisch perfekten Abgang. Wo Mozart mit einem knappen Akkord schliesst, können die Romantiker nicht aufhören aufzuhören. Der Klassiker will die klare Kontur, der Romantiker das süchtige Verklingen. / Peter von Matt, NZZ 22.8.
Ich habe erlebt, wie Hugo in einer mittelalterlichen Taverne von Cuenca die sakrosankte Siesta opferte, um mit Kunstverstand ein ganzes Spanferkel zu verzehren. Ich habe ihn, den Skeptiker, zur Messe begleitet in eine Kathedrale, die aus einer Moschee der arabischen Conquista entstanden war. Ich… Continue Reading „045. Chessex über Loetscher“
Guten Tag, ik will mir vorstellen, kurz und sozusagen als malende „Fischboulette“, um auch Humor zu zeigen. Rainer Wieczorek aus Berlin, Jahrgang 56. Künstler-Soziologe-DADAsoph, als genauere Berufsbezeichnung. Künstler, weil mein Werk mehr beinhaltet als Malerei und Zeichnung. Künstler auch, da ich weiter tragen und… Continue Reading „044. „Hamgeburg““
Lutz Rathenow hat sich früh in einen zuweilen grimmigen Humor geflüchtet, um die Absurdität der ihn umgebenden Realität ertragen zu können. »Mit dem Schlimmsten wurde schon gerechnet« oder »Zärtlich kreist die Faust« hießen seine frühen Gedichtbände. Vielen galt er daher als »satirischer Dichter«, als… Continue Reading „043. Verstörte Idylle“
Die „Presse“ ist schwer beeindruckt: Diese jüngsten Gedichte des Altmeisters bundesrepublikanischer Intellektualität haben es – wieder einmal – in sich. Von Hans Magnus Enzensberger ist man nichts anderes gewöhnt; und man kann ihm dafür nur dankbar sein, für (beinahe) jedes Wort und jeden Gedankenstrich.… Continue Reading „040. Zwei Altmeister“
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