Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
„Hier gibt es keine Artillerie/ Kein waffenstarrendes Fahrzeug, keine Kampfflugzeuge/ Nur ein paar Leichen.“ Abubakar Gimbas Gedicht „Eine Friedenszone“ prallte in die Ohren der Zuhörer und hielt sie im Bann des makabren Zustands unserer Nation. Sein Gedicht trug eine Nachricht in sich angesichts der… Continue Reading „11. Woher kommst du?“
A friend of mine once observed that a lot of my poems — really, a surprising number — are about the head, or the skull, or the brain. So perhaps it was inevitable that I would eventually write a poem about a solipsist: a… Continue Reading „10. Poet’s Choice: ‚The Solipsist‘ by Troy Jollimore“
»Pop«iges von Sternmut, das wäre auch mal was – aber nein, Schluss gleich zu Beginn mit versuchten Wortspielereien, die wird der Autor (Jg. 1958) substanzieller liefern. Ungewöhnlich ist, dass zum Titel ein Titelgedicht gleich zum Einstieg präsentiert wird. Aber hoffe niemand auf eine sofort… Continue Reading „9. Fadenwürde“
… schreibt Julian Hofer, Die Welt 30.7.: Hätte er doch einfach geschwiegen. Hätte die (vertonten) Gedichte der Selma Meerbaum-Eisinger beim Konzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals in der Musikhalle für sich stehen lassen: Jene berührenden, ja ergreifenden Poeme, die das jüdische Mädchen ihrer ersten großen… Continue Reading „8. Berührende Poeme in pathetischer Saxofonsoße“
Über die Komposita und Schlüsselworte bei Paul Celan wie über den „Unsinn“ bei Günter Eich hat Peter Horst Neumann Bleibendes geschrieben. Seine eigenen Gedichte (beispielsweise „Pfingsten in Babylon“ 1996), waren aber bewusst nicht nur in ihrer Epoche angesiedelt. Zum Echoraum auch seiner Gedichte gehörten… Continue Reading „7. Peter Horst Neumann gestorben“
Arthur Rimbaud erlebt im November 1878 den verschneiten Gotthard im Nebel. In einem Brief, einem unvergleichlichen Stück Alpenprosa, schildert er, wie da kein Schatten mehr sei, obwohl man sich mitten unter ungeheuren Dingen befinde: «. . . keine Strasse mehr, kein Abgrund, keine Schlucht,… Continue Reading „6. Alpenwüste“
Ein lang verborgener, auch aus politischem Kalkül versteckter und durch Zensur beschädigter Epitaph ist geborgen, ein Monument jiddischer Literatur, in das die Namen der Opfer eingemeißelt sind. Hubert Witt, dem aus Breslau stammenden Leipziger Germanisten und Übersetzer mittelhochdeutscher und jiddischer Dichtung, sowie dem Schweizer… Continue Reading „5. Dantes Allegorie und die wirkliche Hölle“
99 Prozent dessen, was man in der DDR halt Kunst nannte, taugt natürlich nichts. Das ist immer so und ist nirgends anders. Aber die DDR hatte so eine Weise, in diesen 99 Prozent ganz besonderen Mist zu bieten, denn es kam dort zum künstlerischen… Continue Reading „4. Mist & Güte“
André Müller im Gespräch mit Günter Grass, FR 31.7. In Ihrem jüngsten Gedichtband „Letzte Tänze“ feiern Sie Ihre sexuelle Potenz. Ein Gedicht trägt den Titel „Heftige Stöße“. In einem anderen heißt es: „Komm, lieg bei mir, solang mein Einundalles steht …“ Darin drückt sich… Continue Reading „3. Einundalles“
Als Lyriker hat Beat Brechbühl 1962 mit dem Band „Spiele um Pan“ debütiert, und nicht erst sein Gedichtband „Vom Absägen der Berge“ (2001) bewies sein Gespür für markante Titel. Gern pflegt er seine Texte mit Collagen zu durchsetzen oder durch verschiedene Schrifttypen zu schicken.… Continue Reading „2. Beat Brechbühl 70“
Die Betrachtung der Dinge in Endlosschleife Ein ganzer Wald aus Mädchen, ein Dickicht [undurchschaubar], sogar nackt. || Mein Blick geht von einem schräg gestellten Schreibtisch schräg durch zwei Fenstertüren in einen Ausschnitt Grün und Himmel. || Akustisch ist im Hinterhof alles präsent: Alle Fenster… Continue Reading „1. cut: Mara Genschel“
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