Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Schon zum 50. Geburtstag des um fünf Jahre Älteren hatte Musil sich in die Gratulantenschar eingereicht, ehe er 1935 ein in seiner schillernden Unlesbarkeit besonders denkwürdiges Geschenk zum 60. Geburtstag gemacht hat. Der S.-Fischer-Verlag überreichte einen Geschenkkarton mit Glückwünschen, aus denen Erika Mann mehr… Continue Reading „15. Musil an Thomas Mann“
Bei literaturkritik.de bürstet Felix Philipp Ingold in einem Abwasch die Neuausgabe des Echtermeyer und die jüngste Lyrik harsch ab, hier in 2 Zitaten dokumentiert (wobei beide Argumentationslinien in einer gewissen Spannung zueinander stehen, denn wenn die Auswahl zB der neusten Autoren zu kritisieren ist,… Continue Reading „13. „Plauder- und Wikilyrik““
Und weiter schreibt Elke Erb in ihrer Vorbemerkung: In der Regel wußte ein neues Notat nichts von dem davor, es begann aus dem Nichts (ich erinnere an und wiederhole: das Nichts, das die Hemmungen wegstreicht) mit keiner Überschrift, nur dem Datum … Der assoziative Ablauf… Continue Reading „12. Was Elke Erb interessiert“
«Ulf Stolterfoht hat mit seinem bisherigen literarischen Werk der experimentellen Literatur einen neuen Weg gewiesen. Seine Bände „fachsprachen“ sind zugleich Summe, Fortschreibung und Neudefinition einer auf Montage und Sprachthematisierung setzenden Literatur. Stolterfohts Gedichte sind Forschungen am Bedeutungsprozess, sie führen vor, wie referenzfreie sprachliche Gebilde… Continue Reading „11. Ulf Stolterfoht erhält den Heimrad-Bäcker-Preise 2011“
Es gibt sie (noch), die sorgfältigen, nicht vereinnahmenden Analysen literarischer Werke durch Literaturwissenschaftler. Ausländische zum Beispiel. Gestern veröffentlichte Cécile Millot (Universität Reims) einen Aufsatz aus dem Jahr 2009 über Bert Papenfuß im Netz. Hier die Zusammenfassung und der letzte Absatz: Die Lyrik Bert Papenfuß’… Continue Reading „8. Politisierung einer Poetik“
Der kanadische Dichter, Komponist und Sänger Leonard Cohen erhält den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis für Literatur. Die Jury begründete ihre Entscheidung in Oviedo (Nordspanien) damit, dass Cohen die Poesie und die Musik zu einer einzigartigen Einheit zusammenführe. Der 76-Jährige setzte sich gegen insgesamt 32 Bewerber durch. «Mit… Continue Reading „7. First we take Asturias“
«Ein Jüngling liebt ein Mädchen, die hat einen andern erwählt; der andre liebt eine andre und hat sich mit dieser . . .» – nur beinahe vermählt, denn weit drastischer als im Gedicht von Heinrich Heine ist die zwischenmenschliche Versuchsanordnung in der Tragédie lyrique… Continue Reading „6. Versuchsanordnung“
Sein Leben hat mehr als 100 Jahre berührt, durchlebt: glückliche, traumatische, mörderische, produktiv verarbeitete – nun ist er nicht mehr unter uns. Am 31. Mai 2011 ist der jüdische Schriftsteller, Psychoanalytiker, Exilant und Menschenfreund Hans Keilson im Alter von 101 Jahren in einem Krankenhaus im niederländischen… Continue Reading „4. Hans Keilson (12.12.1909 – 31.5.2011)“
Nicht umsonst nennt Seel ihren Verlag ein „labor für poesie als lebensform“. Ein Labor, in dem sie nun, erstmals, sich selbst zu Wort meldet. „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“: Spricht man Seel auf eine Passage daraus an, gerät sie tatsächlich ins Suchen, als… Continue Reading „3. Gedicht-Körper“
Hier gibts eine Aufnahme der Lesung von Elke Erb, Christian Filips und Bo Wiget im Rahmen von Prosanova (für alle, die nicht dabei waren, in Hildesheim oder Frankfurt, und sich selbst einen Eindruck machen wollen: es gibt Leute, die können was) Haushaltsfragen
„Nur Du, und nur Ich“ von Christian Uetz (Jg. 1963) ist ein verdammt merkwürdiges Büchlein, das in der Form nur bei Secession erscheinen konnte. Im Herbst 2010 gegründet, hat sich der Verlag von Christian Ruzicska (vormals Tropen Verlag) und Susanne Schenzle mit nur zwei… Continue Reading „1. Auffangbecken Secession“
Am 27. Mai 2011 benannte die Abendjury drei Kandidatinnen für das Finale des Lyrikpreises München Marie T. Martin, Köln Sandra Trojan, Leipzig Janin Wölke, Berlin Die Juroren am 27. Mai 2011: Eva-Elisabeth Fischer, Redakteurin SZ Prof. Rolf Grimminger, Germanist Dr. Ludwig Steinherr, Lyriker, Lehrbeauftragter… Continue Reading „134. Lyrikpreis München 2011“
Geboren am 28. Mai 1941 in Frohburg in Sachsen, wuchs Vesper in die politischen Verwerfungen der frühen DDR hinein. Einen in krakeliger Schrift geschriebenen Kalendereintrag vom 17. Juni 1953 bezeichnete er später als sein ‚erstes Gedicht‘, ‚Sätze, deren Anfang und Ende ich suchen musste‘:… Continue Reading „132. Sein erstes Gedicht. Guntram Vesper zum 70.“
In Uwe Kolbes Essayband auch ein … Brief an eine Eberswalder Schülergruppe, die sein Gedicht ‚Der Glückliche‘ gelesen hat und fragt, was es mit dem in Vers 10 erwähnten ‚Hauptwort Hölderlins‘ auf sich habe. Der Dichter antwortet: Es ist ‚das kleine Wort ,Aber“. Er… Continue Reading „131. Hölderlins Hauptwort“
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