Kategorie: Europa

61. Poetopie

schreiben – die Kunst, die voraus und davon eilenden Gedanken im entscheidenden Moment wieder einzufangen Hansjürgen Bulkowski

60. Trotzdem

Ihren Unterhalt verdient die Dichterin mit Lektoraten, ab und an eröffnet sie Ausstellungen oder bekommt ein kleines Salär für eine Lesung. Doch alles, was Kerstin Becker tut, entspringt einer Begeisterung für Sprache, Kunst und Literatur. Im letzten Jahr erschien ihr poetisches Debüt „Fasernackte Verse“,… Continue Reading „60. Trotzdem“

59. Kurzgeschichte

Zwei Sätze reichen, um den kulturellen Hintergrund des Haiku zu erläutern: «Winzig erscheinen uns der Japaner selbst, seine Frauen, Häuser, Geräte, Gedichte. Aber er hat das Menschenmögliche in der Prägnanz, Plastik und Schärfe des Kurzgedichtes geleistet.» (…) Auch Schiller bezieht im Vorübergehen zarte Prügel:… Continue Reading „59. Kurzgeschichte“

57. Sterne wie Blumen

Die Unwirklichkeit der Bilder, ja ihre Surrealität kulminiert in dem Vers „Sterne er wie Blumen pflückt“, mit dem Brentano eine poetisch-existentielle Formel anklingen lässt, die er mehrfach in verschiedenen Gedichten eingesetzt hat: „O Stern und Blume, Geist und Zeit/Lieb, Leid und Zeit und Ewigkeit!“.… Continue Reading „57. Sterne wie Blumen“

55. Preis für Rothmann und Camenisch

Ralf Rothmann erhält den mit 20.000 Euro dotierten Friedrich Hölderlin-Preis 2013 der Stadt Bad Homburg. Der Förderpreis in der Höhe von 7.500 Euro geht an den Schweizer Arno Camenisch. Die Jury ehrt Rothmann „für sein literarisches Werk, das sich in Gedichten, Erzählungen und Romanen durch atmosphärische… Continue Reading „55. Preis für Rothmann und Camenisch“

53. Frühling der Dichter

Frankreich begeht vom 9.-24.3. zum 15. Mal das Festival „Frühling der Dichter“, das in diesem Jahr unter dem Motto «la grâce, la légèreté et la liberté» (Anmut, Leichtigkeit, Freiheit) steht. Auf einer Pressekonferenz erklärte der künstlerische Leiter des Festivals, Jean-Pierre Siméon, man wolle die… Continue Reading „53. Frühling der Dichter“

52. Das Raue

Das Raue – Aufbrüche auf ungebahnte Wege Autoren: Angelika Janz, Jürgen Buchmann, Robert Wohlleben Moderator: Bertram  Reinecke Ein barocker Dichterwettstreit, die Dichtergruppe um Arno Holz, Fragmenttexte von Angelika Janz Marino griff bewusst über den verbindlichen stilistischen Kanon hinaus und befreite die Zeichen von Ihrer… Continue Reading „52. Das Raue“

51. Leipzig liest wieder

Artikel zu lang? Über Lyrik ganz unten Feuerwerk der Literatur: Von ”Esti” bis ”Hola Chicas!” Europas größtes Literaturfest ”Leipzig liest” vereint vom 14. bis 17. März 2013 rund 2.900 Autoren und Mitwirkende, 2.800 Veranstaltungen und mehr als 365 Leseorte. Das Lesefestival präsentiert hohe Literatur… Continue Reading „51. Leipzig liest wieder“

49. Formbewusste Kollektivgedichte

Trotz Google-Word-Dokumenten und aller technischen Finesse, die das Herz der Kollektive höher schlagen ließe: Es gibt gar nicht so viele Autoren, die ernstzunehmend in literarischen Arbeitsgemeinschaften produzieren. Dabei hat das italienische Kollektiv Wu Ming, eine Nachfolgegruppierung der anarchischen Luther-Blissett-Bewegung, vorgeführt, wie solche Formationen Literaturgeschichte… Continue Reading „49. Formbewusste Kollektivgedichte“

48. Nicht zweideutig

Lieber Ton, die Doppeldeutigkeit ist nicht vorsätzlich, sondern natürlich, nicht listig. Sie ergibt sich beim Schreiben, in der Schreib-Energie selbst und wirkt miteinander, gleichzeitig. Die Vielfach-Ladung von hält es an ist mir vor Deiner Frage gar nicht aufgefallen. Sie wirkt ja im Text auch nicht preziös,… Continue Reading „48. Nicht zweideutig“

46. Ich fühlte mich schuldig

In frühen Jahren orientiert sich Šalamun an slowenischen Dichtern wie Dane Zajc, Vasco Popa oder auch an Baudelaire, befragt als Mitherausgeber der Zeitschrift „Perspektive“ kritisch die Dichtungen und Philosophien der Moderne und sucht dann den Kontakt zu amerikanischen Dichtern wie dem damals noch jungen… Continue Reading „46. Ich fühlte mich schuldig“

45. Test

„Der Text als Test“ hat der neue Poetikdozent seine Vorlesung überschrieben. Und er lässt seine Zuhörer an seinem Prozess des Dichtens teilnehmen. Was fällt mir ein, wenn ich dieses oder jenes Wort höre? fragt er. Und warum überhaupt „ich“? Hans Thill hat einen Band… Continue Reading „45. Test“

44. Was das Netz weiß

€ 331 + 32 Cent ist die Lyrikzeitung wert. Ein „urlspion“ hat das errechnet. Noch höher ist die Rangzahl: 6.141.035 Platzierung in Deutschland Wenig vertrauenswürdig scheinen dagegen diese Zahlen: Monatliche Seitenimpressionen < 300 Monatliche Besuche < 300 Wert pro Besucher — Geschätzter Wert €… Continue Reading „44. Was das Netz weiß“

43. Dichtung / Dichter

Die Kunst ist mir ein so Hohes und Erhabenes, sie ist mir, wie ich schon einmal an einem anderen Orte gesagt habe, nach der Religion das Höchste auf Erden, so daß ich meine Schriften nie für Dichtungen gehalten habe, noch mich je vermessen werde,… Continue Reading „43. Dichtung / Dichter“

40. Zuviel Reime

Anna Achmatowa Mein Gott, wie’s hier von Versen wimmelt, Von Reimen ist die Welt verstellt. Die Stille komme über uns – als Himmel, Und jeder nehme sich ein Lied als Zelt. Das Schweigen gelte als Erkennungszeichen, Das insgeheim uns eint als Gleiche Unter Gleichen… Continue Reading „40. Zuviel Reime“