Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Mit 87 Jahren veröffentlichte der grosse französische Lyriker und Essayist Yves Bonnefoy einen schmalen Gedichtzyklus, der sich von all seinen vorhergegangenen unterschied. Es handelt sich um 28 Sonette des italienischen Typus – mit jeweils zwei Quartetten und zwei Terzetten –, doch ohne Reime. Trotzdem:… Continue Reading „7. Streichend schreiben“
Die Dichterin Eather Dohollau, keltischen Ursprungs, die seit 1958 in Saint-Brieuc lebte, starb im Alter von 88 Jahren. Im Jahr 2000 wurde sie zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. / ouest france
Wollte mal wieder was weißnen: Hausherrin Doris Runge gestaltete mit den lyrischen Schwergewichten (v.l.) Arno Rautenberg, Heinrich Detering und Jan Wagner die Jubiläumsmatinee des Vereins Literatur im Weissen Haus / Lübecker Nachrichten
Jedoch geht es hier nicht allein um gemeinsames Dichten – es geht um einen Umsturz, eine Revolution, die Erneuerung der deutsche Lyrik. Überkommene Formen, Reim, überhöhte Dichtersprache, all das wollen die Lyriker um Arno Holz zum Verschwinden bringen und durch eine neue Art zu… Continue Reading „3. Es ging um einen Umsturz“
Holger Benkel würdigt auf KUNO den meistunterschätzten Lyriker deutscher Sprache, sagt Matthias Hagedorn. Gemeint ist A.J. Weigoni: literaturmarkt und literaturbetrieb begegnet weigoni mit distanz. in den Verweisungszeichen zur Poesie und VerDichtung konstatiert er: “Die heutige Marktliteratur ist realistisch, optimistisch, fröhlich, sexy und didaktisch … Die meisten SchriftstellerInnen haben… Continue Reading „2. Eine Art VerDichtung“
In Rahmen des Projekts Austrian Books Online, einem Public-Private-Partnership der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) mit Google, werden seit 2010 urheberrechtsfreie Werke der ÖNB digitalisiert. Nun sind die ersten 100.000 Bücher online gegangen. Sie können über den Online-Katalog der Bibliothek kostenlos aufgerufen, online gelesen, im Volltext… Continue Reading „113. Demokratisierung“
selbst hat in „offene unruh“ ein Gedicht namens „kaum frühling“ geschrieben, das er als „janusköpfig“ bezeichnet und das mit den Versen beginnt: „ist der krokus verblüht / was stellt er an das ganze jahr / soll auch ich einfach verschwinden? / jedes jahr dieses… Continue Reading „111. Frühling. Lentz …“
»Die Verwirklichung der Poesie« Call for Papers! Gerade ist die dritte Ausgabe der Broschüre „Kunst, Spektakel, Revolution“ erschienen und schon beginnen wir mit der Redaktionsarbeit für die vierte Ausgabe. Die vierte Nummer unserer (beinahe) jährlichen Publikation wird die Revolutionsepoche zwischen 1789 und 1871 behandeln… Continue Reading „109. Kunst, Spektakel, Revolution No. 4“
du hast nur eine Kindheit, und die muss dein ganzes Leben vorhalten Hansjürgen Bulkowski
Šalamun ist weit gereist und weltgewandt. Ein Umstand, der mir irgendwie zur slowenischen Dichtung zu passen scheint, und auch dass sich hier, in der slowenischen Dichtung, die Einflüsse der Moderne und Postmoderne ihren ureigensten Ausdruck suchen. Vor ein paar Wochen auf der Messe drückte… Continue Reading „107. Die Slowenen“
NOTA IMPORTANTE El uso de traducciones automáticas suele dar resultados inesperados. Wichtiger Hinweis: Die Benutzung automatischer Übersetzung kann zu unerwarteten Ergebnissen führen sagt eine Seite, die ein Gedicht von Federico García Lorca als Songtext veröffentlicht: Verde que te quiero verde verde viento verdes ramas el… Continue Reading „105. Grün übersetzen“
Eine etwas merkwürdige Zusammenfassung, aber wenigstens eine Würdigung, irgendwie doch: Er galt als ein Mitbegründer des deutschen Naturalismus: Am 26. April 1863 kam der Schriftsteller Arno Holz auf die Welt. Er widmete sich den Dingen des Alltags in einer gewöhnlichen Sprache – und machte… Continue Reading „104. Arno Holz 150“
Ein titelloses Gedicht des frühromantischen Schriftstellers Novalis hat es Komponist Wolfgang Rihm (61) angetan. «Als ich es las, empfand ich es sofort als eines der abgründigsten Gedichte der deutschen Sprache. Da singen Tote für die Lebenden von den Vorteilen ihres Daseins», sagte Rihm den «Stuttgarter… Continue Reading „103. Stille Feste“
Kaum jemanden regt es auf: Kürzlich wurden bei einem Brand in der Nähe Leipzigs fünf Millionen Bücher zerstört. Vor allem kleinere Verlage trifft der Verlust sehr hart. (…) Das ist der größte Bücherverlust auf einen Schlag in Deutschland seit den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs. Achtzehn… Continue Reading „101. Kleinverlagskatastrophe“
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