103. Stille Feste

Ein titelloses Gedicht des frühromantischen Schriftstellers Novalis hat es Komponist Wolfgang Rihm (61) angetan. «Als ich es las, empfand ich es sofort als eines der abgründigsten Gedichte der deutschen Sprache.

Da singen Tote für die Lebenden von den Vorteilen ihres Daseins», sagte Rihm den «Stuttgarter Nachrichten» (Samstag). «Wenn man das liest, denkt man: Mensch, die haben es aber gut, die haben wunderbare Feste, gutes Essen, enge Freundschaften und ständig Sex.» Am Ende frage sich der Leser, warum er eigentlich noch auf der Welt und nicht längst bei denen sei. «So saugend ist dieser Text und so abgründig», schwärmte Rihm. / Südkurier

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