Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Durs Grünbeins Bücher werden viel gelobt und viel gescholten. Rezensent Michael Opitz meint, in dem neuen Band „Koloss im Nebel“ gehe es „darum , den Blick zu schärfen und das Gehör zu schulen“. Seine Besprechung im DLF beginnt mit dem Eingangsgedicht Interieur mit Eule I Mond… Continue Reading „46. Kolossales Echo“
Das 14. poesiefestival berlin fragt nach den Orten der Dichtkunst, nach der „Heimat Poesie“. Vom 7.-15. Juni 2013 präsentiert die Literaturwerkstatt Berlin in der Akademie der Künste am Hanseatenweg die Bandbreite und Vielseitigkeit internationaler zeitgenössischer Dichtkunst. Zu Gast sind u.a. Christian Bök (Kanada), Breyten… Continue Reading „45. poesiefestival berlin“
Arbeitsstipendien 2013 an Schriftstellerinnen und Schriftsteller vergeben Berlin, den 22.04.2013 Auch in diesem Jahr wird die Kulturverwaltung des Berliner Senats an 13 in Berlin lebende Autorinnen und Autoren Arbeitsstipendien in Höhe von insgesamt 156.000 € vergeben. Die Stipendiaten erhalten ein sechsmonatiges Stipendium in Höhe… Continue Reading „42. Arbeitsstipendien 2013“
Diktionär: Konkrete Poesie Unterm Anfang überspielt die Schrift Wolken aus trautem Anfang. Anfangsbilder sind Schäfchen aus glaswolligem Sprechen. Zählen, erzählen, Buchstabenbuchstützen. Ich war zugegen, als unter Sprechern und Schreibern der Stoff geteilt wurde. Stoff, niemandes Zuständigkeit, ihm ward Licht zu- teil, das sich morgens… Continue Reading „41. Konkrete Poesie“
Wie repräsentativ ist das und wessen Sicht wird da repräsentiert? Abschnitt aus dem Wikipedia-Artikel „Deutsche Literatur“ Rumäniendeutsche Literatur [Bearbeiten] Der meistgelesene zeitgenössische rumäniendeutsche Autor, der in Rumänien wirkt, ist Eginald Schlattner. Mittlerweile in Deutschland schreibt die Banater Autorin Herta Müller. Vorher wirkte Adolf Meschendörfer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts… Continue Reading „40. Ändern“
urossalideh – Wort einer zukünftigen Sprache: was bildet es ab? wohin führt es? Hansjürgen Bulkowski
Zum freundlich kredenzten Leitungswasser, teilt Marco Tschirpke ungefragt Schmeicheleien aus. „Ziemliches Käseblatt, Ihre Zeitung.“ Na, schönen Dank auch, Herr Dichter. Der Dichter Marco Tschirpke ist auch Musiker, die Zeitung heißt Tagesspiegel und schreibt über ihn: Wenn er irgendwo hingeht, möchte er etwas Neues erfahren, nie… Continue Reading „38. Dichter & Zeitung“
Es ist eines der berühmtesten Gedichte des 20. Jahrhunderts, unzählige Male in zahllose Sprachen übersetzt, immer wieder analysiert und in literarischen Titeln aufgegriffen. Konstantinos Kavafis’ „Warten auf die Barbaren“ suggeriert indes nicht, dass die Schreckgestalten seines Titels nur eine erfundene Gefahr seien, wie oft… Continue Reading „37. Warten auf die Barbaren“
Studenten sind sprachmächtig und gedankenvoll oder jedenfalls arbeiten sie daran. 1933 gingen sie den Professoren voran und verlangten ein Ende des undeutschen Geistes, Auszüge: 3. Reinheit von Sprache und Schrifttum liegt an Dir! Dein Volk hat Dir die Sprache zur treuen Bewahrung übergeben. 4. Unser gefährlichster Widersacher ist… Continue Reading „35. Deutsche Schrift für Deutsche“
Die 19. Prager Buchmesse „Svět knihy“, Buchwelt 2013, findet vom 16. bis 19.5. statt. Ehrengast ist die Slowakei, Messeschwerpunkt in diesem Jahr: Die Vielfalt der Poesie / Bücher die nicht loslassen / Blogger als Schriftsteller, Schriftsteller als Blogger. Auf der Messe wird auch ein… Continue Reading „33. Prager Buchmesse“
Vorige Woche starb die Übersetzerin Doreen Daume. Sie wurde 1957 in Dortmund geboren. Sie übersetzte seit 1999 polnische Literatur (u. a. Bruno Schulz, Czesław Miłosz, Ewa Lipska, Mariusz Grzebalski, Piotr Sommer, Andrzej Kopacki). Für ihre Übersetzungen erhielt sie 2008 den Österreichischen Staatspreis. In einem Nachruf schrieb Werner… Continue Reading „32. Doreen Daume †“
Zum Jubiläum schreibt Christoph David Piorkowski in tip Berlin kritisch-panegyrisch (ich spendiere einem Namen ein „c“, während ich ganz unten im Zitat einen von Pedanten erwartbaren Buchstaben lasse wo er fehlt): Nun ist man auch offiziell in Berlin, wo ohnehin alles seinen Anfang nahm, damals,… Continue Reading „30. Kookbooks 10“
Reisefreiheit, kulturelle Vielfalt, Autonomie der Kulturszene und nicht zuletzt Rock ’n’ Roll – das schien für die heutige Generation 50+ in Titos Jugoslawien das große Versprechen der Weltzugehörigkeit zu sein. Das Lebensgefühl der damaligen Protagonisten war eine Mischung aus Zuversicht, Übermut und Rebellion. Der beste… Continue Reading „29. Weltbürger aus Niš“
Seit sie 1968 mit zwei Bänden debütierte, hat Annemarie Zornack kontinuierlich Lyriksammlungen veröffentlicht – unter anderem im Claassen Verlag, in der Eremiten-Presse und bei Wallstein. Die Autorin fand rasch Anerkennung. Bei der Kritik. Beim Lesepublikum. Auch bei Größen der schreibenden Zunft wie Günter Eich oder Ernst… Continue Reading „28. Schierer Genuß“
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