Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der bretonische Schriftsteller Alain Jégou starb am 6.5. nach langer Krankheit im Alter von 65 Jahren. Hier ein Blog zu seinem Werk, auch mit Texten, die er über die Beat Poets und die Lyrik der Indianer schrieb. / Agence Brétagne Presse
Jan Kuhlbrodt hat ein Requiem geschrieben, einen Gesang vom Leben danach. Grundiert durch unterschiedliche Tätigkeiten in seinem Leben, gestattet der Lyriker auch dem Stötzer viele Ausdrucksformen, Philosophisches trifft auf Humor und Schärfe. Spielerisch probiert der Lyriker die Sprache semantisch, rhythmisch, metrisch aus; das Sinnganze ist… Continue Reading „26. Stötzers Lied“
Deutschlands große Zeitungen wehren sich ja dagegen, von Google erfaßt zu werden. Mehrmals täglich erhalte ich vom Google-Nachrichtendienst Snippets, die auf Lyriknachrichten aus aller Welt in mehreren Sprachen verlinken. So heute morgen vom Trierischen Volksfreund und der Agence Bretagne Presse. Nur Süddeutsche Zeitung und… Continue Reading „25. Debatte im Winkel“
Herrn Dotzauer stelle ich mir als ernsthaften Menschen vor, der zwischen seinen journalistischen Pflichten im, immerhin oder sozusagen Hochfeuilleton auch noch die Hochkultur à la Recherche du temps perdu, Tractatus logico-philosophicus oder Grundlegung zur Metaphysik der Sitten durchackert. Wie schnell entsteht da ein Widerspruch… Continue Reading „24. Zu albern“
Niki Marangou starb am Donnerstag, dem 7.2., bei einem Verkehrsunfall in Ägypten. Sie wurde 1948 in Limassol geboren und studierte in Deutschland Soziologie. In Zypern arbeitete sie als Dramaturgin und leitete eine Buchhandlung. Außenminister Erato Kozakou-Marcoullis nannte ihren Tod eine echte Tragödie. 1998 erhielt sie… Continue Reading „23. Zyprische Autorin verunglückt“
Lies einen Vers. Lies jedes Wort rückwärts. Lies den ganzen Vers rückwärts. Aus einer Beschreibung in J. Trachtenberg, Jewish Magic and Superstition. New York: Atheneum, 1939, 1970, p. 111. Gefunden in: Jerome Rothenberg, Harris Lenowitz (Ed.): Exiled in the Word: Poems & Other Visions… Continue Reading „20. Word Events“
(Lesungskritik) Frühstück auf dem Hof der Burg Klempenow nach der Lesung Uwe Kolbes. Hinter mir sitzt ein Ehepaar aus dem Westen („wir sitzen hier weit im Osten“, sagt sie am Telefon), er Gymnasiallehrer, Kunst und Musik, sie im „kreativen Bereich“. Ich hab sie nicht… Continue Reading „18. Denken in Jamben“
einmal am Tag schleudert die Erde langsam um sich herum ein Weltall Hansjürgen Bulkowski
Asteris Kutulas ist ein unermüdlicher Literaturbotschafter. Seit Beginn der achtziger Jahre sorgt der 1960 im rumänischen Exil geborene und in der DDR aufgewachsene Autor, Herausgeber und Übersetzer dafür, dass die großen griechischen Dichter der Moderne wie Jannis Ritsos und Odysseas Elytis, Konstantin Kavafis und… Continue Reading „16. Anderes Griechenland“
In ihrer kleinen grammaturgie hat die polnisch-stämmige Dichterin Dagmara Kraus nun gleich vier dieser Plansprachen lyrisch verwendet. “Myrana” von Josef Stempfl; “Volapük” des katholischen Priesters Johann Martin Schleyer; die neue, noch etwas unausgegorene Plansprache “Tcatcalaqwilizi“ aus dem Jahr 2009 und vor allem “Langue bleue”, nach ihrem Erfinder… Continue Reading „14. Blauzungenvirus“
«Am Fenster, wo die Nacht einbricht»: Das Buch der am 14. April 2010 verstorbenen Dichterin enthält nachgelassene Aufzeichnungen aus dem Zeitraum zwischen Herbst 1996 und Jahresanfang 2010. Es handelt sich nicht um Tagebücher – Erika Burkart hat nie Diarien verfasst. Sechzehn Hefte lagen dem… Continue Reading „13. Aufzeichnungen“
Der Deutsche Literaturfonds fördert Literatur (also Sachen die richtig Arbeit machen, Romane und Übersetzungen), im einzelnen: Ergebnisse der Kuratoriumssitzung vom 26. und 27. April 2013 Folgende Autorinnen und Autoren bzw. Übersetzerinnen und Übersetzer erhielten ein Halbjahres- bzw. Jahres-Stipendium: Oliver Bukowski (für ein Theaterprojekt) Brigitte… Continue Reading „12. Förderung“
Valzhyna Mort wurde 1981 in Minsk geboren und wuchs in einer russisch sprechenden Familie auf. Das Weissrussische, die in der Sowjetunion unterdrückte Volkssprache, lernte sie erst in der Schule. Es sei das musikalische Moment, hat sie einmal erzählt, das sie an dieser Sprache so… Continue Reading „11. Valzhyna Mort“
Im Focus Jürgen Prochnow „über deutsche Rente, deutsche Lyrik und Bürokratie. Und über die Sehnsucht des Kapitänleutnant aus „Das Boot“ nach ewiger Ruhe im Meer“: Bei uns wurde wirklich nicht täglich Rilke gelesen oder ins Theater gegangen.
Presently, young German poetry flocks together around three places: Hildesheim, Leipzig and Berlin. This accumulation is easy to explain. Hildesheim and Leipzig, because they shelter the two institutions in Germany where one can study creative writing. It is safe to say, therefore, that they… Continue Reading „8. Czollek’s view“
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