Kategorie: Deutsch

32. Kreislers Gedichte

„Was steht im ND?“ (Wolf Biermann). Na: Lyrikkritik. Wie diese: Kreisler zitiert Max Beerbom: »Wenn man ein Schaf auf zwei Beine stellt, ist es deswegen kein Mensch. Aber wenn man eine ganze Schafherde auf zwei Beine stellt, ist es ein Publikum.« Das laute Lachen… Continue Reading „32. Kreislers Gedichte“

28. Tauben vergiften

Wegen seines schwarzen Humors und bitterböser Songs wie dem „Tauben vergiften“ ist Kreisler seit Jahren bekannt. Anfang Juni erhält Georg Kreisler den Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. ORF

22. Literaturhaus feiert Andreas Okopenko

Unter dem Titel „Zu einem Geburtstag / Deine Luft sei nun von Adlern frei“ feiert das Wiener Literaturhaus am 10. April den 80. Geburtstag von Andreas Okopenko, einem bedeutenden Vertreter österreichischer Gegenwartsliteratur. Der Titel zur Feier ist ein Zitat aus Okopenkos „Streichelchaos“ aus dem… Continue Reading „22. Literaturhaus feiert Andreas Okopenko“

20. Gedichtzettel

des Wiener Poeten Helmut Seethaler, der im Dauerstreit mit den städtischen Behörden lebt, die ihn mit Klagen und Prozessen überziehen, weil er den öffentlichen Raum mit Gedichten schmückt, finden sich bei Tweetphoto. In folgenden L&Poe-Nachrichten finden Sie Kommentare des Autors, der neueste vom 30.3.:… Continue Reading „20. Gedichtzettel“

19. Trost der Bäume

Dorthin zog ich mich zum Lesen zurück, als pathoserfüllter Adoleszent mit Hölderlin in der Sakkotasche und Plänen für die Gründung einer Akademie namens „Hyperion“, deren Statut noch immer irgendwo in meiner Insel-Taschenbuchausgabe steckt. Auch wenn die Akademie, die unter Spöttern etwas sprechender der „Sherry-Klub“… Continue Reading „19. Trost der Bäume“

18. Gedicht vom Tod

Erika Werner, Hamburgs Grande Dame der Literatur, macht Lesungen ganz nach ihren Vorstellungen. Bestsellerlisten oder berühmte Autoren interessieren die 74-Jährige nicht Und sie erzählt mit sichtbarem Vergnügen: „Die Lyrikerin Elke Erb liest eigene Texte, die Schauspielerin Ingeborg Kallweit liest Lyrik von Inger Christensen und… Continue Reading „18. Gedicht vom Tod“

17. Huchelpreis verliehen

Die österreichische Schriftstellerin Friederike Mayröcker hat den Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik bekommen. Aus gesundheitlichen Gründen konnte die 85-Jährige die Auszeichnung am Samstag im badischen Staufen nicht selbst entgegen nehmen. Sie ließ sich durch eine Mitarbeiterin des Suhrkamp-Verlages vertreten. Die Jury hatte Mayröcker den mit… Continue Reading „17. Huchelpreis verliehen“

14. In Deutschland nix los?

(vgl. #13. Nationaler Lyrikmonat) Mach ichs eben alleine. Ich erkläre hiermit die nächste Woche zur Woche der türkischen Poesie. Von Ostermontag bis den darauffolgenden Sonntag gibts täglich eine Nachricht dazu. Oder – falls mir jemand was schickt: Leser in der Türkei? In Deutschland? –… Continue Reading „14. In Deutschland nix los?“

12. Verleihung des Peter-Huchel-Preises

Zur Stunde (ich bin gerade aus dem Ausland zurück und komme leider so schnell nicht von Greifswald nach Staufen) findet gerade die Verleihung des Huchelpreises an Friederike Mayröcker statt. Obwohl Friederike Mayröcker aus gesundheitlichen Gründen abgesagt hat, ist eine spannende Veranstaltung zu erwarten. Traditionell… Continue Reading „12. Verleihung des Peter-Huchel-Preises“

11. Auslegen „ohne jede Information“

Gadamer hatte keineswegs den Anspruch, als Literaturwissenschaftler an die Texte der Schriftsteller heranzugehen. So verfolgte er in dem Buch „Wer bin ich und wer bist Du?“ das Projekt, „ohne jede Information besonderer Art einen Zyklus Celanscher Gedichte auszulegen“. Gadamer wandte sich gegen den Anspruch… Continue Reading „11. Auslegen „ohne jede Information““

10. „Die ersten Texte rumäniendeutscher Dichter nach dem Krieg“

Unter der merkwürdigen Überschrift „Ausgrabungen: Die ersten Texte rumäniendeutscher Dichter nach dem Krieg“ gibt es bei der Stattzeitung Südbaden einen Bericht über die Frankfurter Zeitschrift „Umbruch“, die 1986 Texte rumändiendeutscher Autoren mit einem Aufsatz darüber veröffentlichte. Merkwürdig zunächst, weil in dem Text die Situation… Continue Reading „10. „Die ersten Texte rumäniendeutscher Dichter nach dem Krieg““

9. Die Fräulein «umnachtet»

Edmund Mach war einer der schizophrenen Patienten, die der legendäre Primar Leo Navratil in der Psychiatrischen Klinik von Maria Gugging bei Wien dazu anhielt, die Eigenheiten und Nöte ihrer Existenz künstlerisch auszudrücken. In seinen Gedichten und Prosastücken, von denen Uwe Schütte jetzt eine schöne… Continue Reading „9. Die Fräulein «umnachtet»“

7. Überschwang und Gattenliebe – Schumann neu verdichtet

Für das poesiefestival berlin verdichten Ulf Stolterfoht und Sabine Scho den Liederzyklus Frauenliebe und –leben neu. Insgeheim brodelt es darin vor Überschwang, Vergänglichkeit und Verlustangst, aber Robert Schumann komponierte mit Frauenliebe und -leben ein Hohelied der Gattenliebe. Die Dichter Sabine Scho und Ulf Stolterfoht haben… Continue Reading „7. Überschwang und Gattenliebe – Schumann neu verdichtet“

6. Hybris des Schmerzes

Doch selbst Paul Celan wurde Sachs‘ Leidens-Gestus irgendwann unheimlich. Ende der fünfziger Jahre hatte er brieflich Kontakt zu ihr aufgenommen, bei ihrem Besuch in der Schweiz 1960 holte er sie dann gemeinsam mit Ingeborg Bachmann vom Flughafen ab, lud sie schließlich nach Paris ein… Continue Reading „6. Hybris des Schmerzes“

3. Nietzsches Handschriften

Die Erfahrung von textueller Authentizität ist für den Nietzsche-Leser schon deswegen von Wert, weil die Geschichte des Nietzsche-Nachlasses mit den geradezu gespenstischen Fälschungen der Schwester begann. Dies war für die Wirkungsgeschichte ein verhängnisvoller und ideologisch schwer lastender Skandal, der bis zur Werkausgabe von Colli/Montinari… Continue Reading „3. Nietzsches Handschriften“