Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Hier wird solche Konzentration zum Prinzip erhoben, mit dem Ziel, lyrisches Sprechen vom historisch-mythologischen «Mobiliar» zu befreien: «Nur noch die paar alten Bilder, die seit jeher in mir lagen.» Ein ganz neues Element bringt dann 1985 der Band «Abgewandt Zugewandt», nach einer Zeile aus… Continue Reading „Kuno Raeber“
Felix Philipp Ingold: «Jeder Zeit andere Gedichte». Droschl Verlag, Graz 2002. Fr. 23.- / St. Galler TAGBLATT , 11. November 2002 – In der gleichen Zeitung stand am 8.11. die Meldung, daß 1100 Jahre alte, mit Neumen aufgezeichnete gregorianische Gesänge des „Codex Sangallensis 390-391“… Continue Reading „Jeder Zeit andere Gedichte“
Er hatte journalistische wie dramaturgische Ambitionen, wollte Lyriker sein und Romancier, Theater- und Radiomensch, Sänger, Alleinunterhalter und ein bisschen sogar Zauberer, der seine Umgebung mit Kunststückchen und Tricks zum Staunen bringt.» Mit diesen Worten charakterisiert Iso Camartin im Nachwort zum Sammelband «Wie wärs mit… Continue Reading „Romanisch-deutscher Autor“
Doch entdeckt werden wollen (und sollen) vor allem die hierzulande weniger Präsenten: etwa Erika Burkarts „Familienballade“, die einem Zustand zustrebt, „in dem sich das Schweigen / ein neues Gehör schafft“, oder Lajser Ajchenrands Trauer- und Gedächtnistexte über den Holocaust in jiddischer Sprache, diverse Mundart-… Continue Reading „Lyrische Schweiz“
der Nachkriegslyrik werden können. Kein zweiter Jungdichter der beginnenden fünfziger Jahre verstand sich so souverän auf das lyrische Rollenspiel mit mythischer Maskerade. Da war die traumwandlerische Sicherheit beim Umgang mit den Beständen der römischen Kulturgeschichte und der christlichen Heiligenlegenden. Und da war das bildungsstolze… Continue Reading „Er hätte zum Götterliebling“
NZZ (28.9.02) berichtet über ein Basler Theaterprojekt um Adolf Wölfli, den «Nathurvorscher, Dichter, Schreiber, Zeichner, Componist, Landarbeiter, Melker, Handlanger, Gäärtner, Gipser, Zementter, Bahn-Arbeitter, Taglöhner, Scheeren-Schleifer, Fischer, Schiffer, Jäger, Welsch-Heuer, Tohthen-Gräber und Soldat des Emmenthaler-Battaillons 3. Kompanie, 3. Sektion. Ebjä!!»
Angesichts des 6. German International Poetry Slam in Bern schreibt die NZZ am 17.9.02: Attraktiv ist Slam Poetry durch die Kombination einfacher Regeln, kruder Vielfalt der Formen und Authentizität beschwörender Live-Performance. Unter Aufsicht eines «Master of Ceremonies» muss der Slam-Poet in kürzester Zeit das… Continue Reading „German Slam Poetry“
Peter von Matt; Dirk Vaihinger (Hrsg.): «Die schönsten Gedichte der Schweiz». Nagel & Kimche im Hanser-Verlag, München, 2002, Fr. 29.60 St. Galler TAGBLATT Samstag, 14. September 2002
Hans-Jost Frey: Wortstellungen – zur Stellung der Poesie. Urs Engeler Editor, Basel 2002. 84 S., Fr. 25.-. Neue Zürcher Zeitung, Ressort Feuilleton, 14. September 2002, Nr.213, Seite 64.
und der mit ihr verbundene Schmerz finden in diesem Band nicht immer nur poetisch-schöne, sondern manchmal auch durchschaubare Worte, dennoch bleiben sie im ganzen Band auf eine seltene Art authentisch und berühren. Dem Band beigegeben sind Zeichnungen, „Wegspuren“ von Marianne Leupi, über das Blatt… Continue Reading „Xhelilis Sehnsucht“
… an der Expo 02 berichtet die NZZ am 2.9.: Hätte Peter Weber – begleitet von Anton Bruhins Maultrommeln – das gebieterische Zischen seines «maresciallo del silenzio» aus der Sixtinischen Kapelle nicht erst kurz vor Mitternacht vernehmen lassen, wäre das Unerhörte dieser Poesie vielleicht… Continue Reading „Über die Nacht der Literatur“
Bekanntlich hat sich Vladimir Nabokov (1899-1977) in allen Sparten der schönen Literatur umgetan, am erfolgreichsten war er als Erzähler, am wenigsten erfolgreich als Dramatiker. Seine hochkarätige, schwer übersetzbare Lyrik bleibt noch zu entdecken, sein Briefwerk, die Essayistik, die Vorlesungen sind in mehreren Bänden greifbar.… Continue Reading „Vladimir Nabokov“
Eine nur leise nostalgische Notiz von Eugen Gomringer selbst rundet den schön edierten Band ab. / Bruno Steiger, NZZ 21.8.02 über Georg Pöhlein: Gomringer-Wurlitz. Porträt. Mit Texten von Eugen Gomringer und Cornelius Schnauber. Bibliothek der Provinz, A-Weitra 2002. 102 S., Fr. 62.-.
Eine Edition für Gedichte und lyrische Prosa will der Rauhreif-Verlag sein, den nun Curt Zimmermann (Nimrod-Literaturverlag) weiterführt. Der idealistische Kleinstverleger startet mit zwei ausserordentlich schön gestalteten Lyrikbänden. Dabei stellen sich zwei Schreibende aus sehr verschiedenen Lebensaltern, Ariane Braml (*1969) und Carlo Gianola (*1924), mit… Continue Reading „Rauhreif-Verlag“
Über den vergessenen Dichter (Pleonasmus!) Joseph Kopf schreibt das St. Galler Tagblatt am 10.8.02: 1945 hat der 16-Jährige seine erste, nie publizierte Sammlung von 48 Gedichten mit der Widmung versehen: «Ein Künstler kann nicht zusehen, wie sein Werk unter den Händen des Pöbels zerbricht.»… Continue Reading „Ein Dichter“
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