Er hätte zum Götterliebling

der Nachkriegslyrik werden können. Kein zweiter Jungdichter der beginnenden fünfziger Jahre verstand sich so souverän auf das lyrische Rollenspiel mit mythischer Maskerade. Da war die traumwandlerische Sicherheit beim Umgang mit den Beständen der römischen Kulturgeschichte und der christlichen Heiligenlegenden. Und da war das bildungsstolze Bewusstsein, dass all die kulturhistorischen Materialien im Zeitalter des «grössten Synkretismus, den es je gab», zur uneingeschränkten Verfügung stehen. / Michael Braun über Kuno Raeber, BAZ 8.10.02

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