Romanisch-deutscher Autor

Er hatte journalistische wie dramaturgische Ambitionen, wollte Lyriker sein und Romancier, Theater- und Radiomensch, Sänger, Alleinunterhalter und ein bisschen sogar Zauberer, der seine Umgebung mit Kunststückchen und Tricks zum Staunen bringt.» Mit diesen Worten charakterisiert Iso Camartin im Nachwort zum Sammelband «Wie wärs mit etwas Meer?» den Bündner Autor Flurin Spescha. Er ist ihm während seiner Laufbahn immer wieder begegnet. Als Sekretär der Lia Rumantscha in Chur hat er den jungen, verstört von einer Amerikareise heimgekehrten Flurin Spescha beschäftigt, damit er wieder in die Normalität des Lebens zurückfinden konnte. Als Professor für romanische Literatur und Kultur in Zürich machte er den engagierten, über Pasolini arbeitenden Studenten zu seinem Assistenten. Doch Spescha war weniger an akademischen Würden als an einer freien Schriftstellerexistenz interessiert. Er hatte bereits journalistische Arbeiten publiziert, als er 1981 mit dem Gedichtband «Und sei’s nur ein Traum» als rätoromanischer Poet debütierte. Mit der Publikation des Romans «Das Gewicht der Hügel» im Jahr 1986 bekannte er sich dann aber zur deutschen Sprache und schaffte sich gleichzeitig den Ruf eines überregional ernst zu nehmenden Schweizer Schriftstellers. / Landbote 11.10.02

Flurin Spescha: Wie wärs mit etwas Meer? Deutsch/Rätoromanisch. Texte mit Sprech-CD, Pendo, Zürich 2002, 206 S., illustriert, Fr. 42.–

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