Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
In einem offenen Brief an das Schweizer Festival „usinesonore“ hat der Komponist Mathias Spahlinger begründet, warum er auf das Honorar für seine Auftragskomposition „off“ (1993/2011) verzichtet, die im März im Rahmen des Festivals uraufgeführt wird. / neue musikzeitung (Mehr zum Thema unter dem Tag… Continue Reading „80. Kulturförderung“
Nur wenige Lyrikdebüts erscheinen im Jahr, und ich verwalte sie.* Hugh! Voilà, Originalmeldung literaturwerkstatt: Die wichtigsten Lyrikdebüts 2011 Donnerstag, 23. Februar 2012 20:00 bis 23:00 Mit Andrea Grill (Wien), Alexander Gumz (Berlin), Dana Ranga (Bukarest), Asmus Trautsch (Kiel) Kurator und Moderator: Christian Döring (Lektor,… Continue Reading „79. Kult der kleinen Zahl“
Zum Schluss sei noch auf die erste Ausgabe der neuen europäischen Poesiezeitschrift „Limen“ verwiesen, die wohl hoffnungsvollste Zeitschriften-Neugründung dieser Tage. Das erste Heft versammelt jeweils zweisprachig Gedichte und poetologische Notizen von Dichtern aus Deutschland, Frankreich und Italien. „sist zappenduster in diesem gedicht, welche sprache es… Continue Reading „78. Europäische Poesiezeitschrift“
Gleichzeitig berief sich die literarische Emigration auf den Dichter, der in der Zeit des Nationalsozialismus beispielhaft ein anderes Deutschland repräsentieren konnte. Auch der jüdische Literaturwissenschafter Jonas Fränkel positionierte sich auf dieser Seite, als er in Emil Oprechts Verlag sein Buch «Gottfried Kellers politische Sendung»… Continue Reading „77. Hebräische Bosheit“
Keller liess sein Testament im Januar 1890 notariell beglaubigen. Ein halbes Jahr später starb er. Die Überraschung bei der Testamentseröffnung war perfekt. Der Dichter hatte den Grossteil seines Vermögens und alle «aus dem Verlagsrechte meiner litterarischen Werke herfliessenden Einkünfte» dem Hochschulfonds des Kantons Zürich… Continue Reading „76. Streit um Keller“
Mag sein, dass die intensive Beschäftigung mit Musik, die ja nur sehr eingeschränkt über eine Semantik verfügt, Rühms Literaturauffassung geprägt hat, und es versteht sich, dass er auch auf dem Gebiet eine Vorliebe hat für konstruktivistische Tendenzen. Sein Lehrer war Josef Matthias Hauer, der… Continue Reading „75. Potenzial rationalen Denkens“
Eine wesentlich konturiertere Ästhetik der Dissidenz finden wir in der vierten Ausgabe des Literaturheftes „randnummer“. Hier kann man kleine Meisterstücke entdecken, etwa die „bildgebenden verfahren“ des Dichters Nicolai Kobus, eine kleine, artistisch gefügte Kollektion von Gemäldegedichten. Der verstörendste Text des Heftes ist freilich eine… Continue Reading „74. Ästhetik der Dissidenz“
Lieber schreibe ich Lyrik, die allenfalls 50 Leute lesen, als das zu tun, wozu der Erfolgsautor und sein Verlag neuerdings einladen. / KATHARINA TIWALD, Die Presse 17.2.
Daniela Danz erhält das Stadtschreiberstipendium 2012 der Universitätsstadt Tübingen. Bisher veröffentlichte die Autorin zwei Gedichtbände mit den Namen „Serimunt“ (2004) und „Pontus“ (2009) sowie Prosawerke. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien. Danz schätzt Tübingen, hat sie doch an der Eberhards Karls… Continue Reading „69. Daniela Danz wird Tübingens Stadtschreiberin 2012“
Der ukrainische Schriftsteller Juri Wynnytschuk hat sich mit den Machthabern angelegt: Er hat ein Gedicht geschrieben, das als Aufruf gelesen werden kann, den Staatspräsidenten zu ermorden. … Das jetzt inkriminierte Gedicht hat er während einer „Nacht der erotischen Poesie“ vorgetragen. (…) DIE WELT: Sie hatten… Continue Reading „68. Pornografie, Nekrophilie, Verderbung einer Minderjährigen und der Aufruf, den Präsidenten zu töten“
Einzinger ist ein Heimatdichter, wenn auch in einem etwas anderen Sinn als der Stelzhamer Franzl. Die Dinge in seinen Gedichten kennen wir, befremdlich werden sie erst durch die lyrischen Arrangements. Das wirkt irritierend, stört eingefahrene Sichtweisen und wirkt bisweilen auch urkomisch. Lachen ist bei… Continue Reading „67. Heimatdichter in anderem Sinn“
Zu diesen hoch reizbaren Extremisten des Avantgardismus gehörte auch der 1925 in Rumänien geborene Buchstabenpoet und Filmemacher Isidore Isou, der Begründer des sogenannten Lettrismus. Aus einer jüdischen Familie stammend, geriet Isou im Rumänien des faschistischen Diktators Ion Antonescu in Lebensgefahr und floh daher 1945… Continue Reading „66. Extremist des Avantgardismus“
Zwei schmale Bändchen Lyrik liegen nur mehr vor, geschrieben in Deutsch und tödlich erstaunt über das Deutschwort. In vertrackter Sprache und angereichert mit Wortneuschöpfungen in willkürliche Form gebrachte Kürzestprosa nur scheinbar. Denn schon vor dem zweiten Hinsehen erkennbar die Genauigkeit der Gefühle und eine Seelentiefe, wie… Continue Reading „65. Deutschwort“
Mit seiner immoralistisch-zeitkritischen Mixtur aus Frank Wedekind und Rammstein besitzt der Dichter Florian Voß innerhalb der heutigen Lyrik fast schon so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal. Blickt man mal genau auf seine bisherigen lyrischen Publikationen „Das Rauschen am Ende des Farbfilms“, „Schattenbildwerfer“ und jetzt „Datenschatten… Continue Reading „63. Immoralistisch-zeitkritisch“
Helwig Brunner und Stefan Schmitzer lesen aus und sprechen zu »gemacht | gedicht | gefunden. über lyrik streiten« (literaturverlag droschl). In diesem Buch »geht es darum, die Praxis des Schreibens und Lesens mit dem Gespräch über die Praxis in eine Beziehung zu setzen. Verhandelt… Continue Reading „62. Über Lyrik streiten“
Neueste Kommentare