Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
22.7. 1849: Die amerikanische Lyrikerin Emma Lazarus geboren. Ihr bekanntestes Gedicht ist „The New Colossus“ (1883), das im Podest der Freiheitsstatue eingraviert ist. Es feiert Amerika als Land der Immigranten. 1863: Heute nachmittag verbrachte ich geraume Zeit mit Oscar F. Wilber (…), der mit… Continue Reading „86. Gestern“
Bereits im März wurde in Berlin das Debüt veröffentlicht, mittlerweile bereitet man dort Ausgabe Nummer zwei vor. Still vereint Lyrik, Kurzgeschichten und Romanauszüge mit kunstvollen Fotoserien. Überwiegend stammen diese von jungen Künstlern, die auf den letzten Seiten in Kurzporträts vorgestellt werden. Das Heftinnere wirkt aufgeräumt und… Continue Reading „85. Still 2“
„Geschwür in den Venen der Kunst und der Zeit“, heißt es zum Beispiel in seinem Gedicht „Prometheusfunken“. Nicht nur durch das Wort „Geschwür“ erinnert die Sprache Calvin Kleemanns eher an die der Expressionisten, die Anfang des 20. Jahrhunderts ihre oft düsteren Gedichte schrieben. Und… Continue Reading „83. Aus der Seele“
Ob er ein Dichter sei, das wolle er „oifach mal offa lassa“, denn Dichter zu sein, das sei eine Berufung und „a ernschte Sach“. Er selbst betreibe das Dichten aber nicht übermäßig ernst, sondern aus einem ganz anderen, ganz einfachen Grund: „Mir macht‘s halt… Continue Reading „82. A ernschte Sach“
Kammweg-Literaturwettbewerb für Lyrik Förderpreis 2014 Veranstalter: Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen Teilnahmeberechtigte: Autorinnen und Autoren, die im Erzgebirge geboren sind oder leben sowie all jene, die sich nachweislich mit dem Erzgebirge als Landschaft und Lebensraum familiär oder regional verbunden fühlen oder zeitweise im Erzgebirge lebten beziehungsweise arbeiteten… Continue Reading „81. Ausschreibung“
Nach ihrem Magister in Anglistik und Amerikanistik hat Katharina Hartwell ein Masterstudium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig absolviert. Teil der dortigen Strömung, die sich pathosarmer Hochliteratur verschrieben hat, ist sie nicht geworden. „Das liegt mir nicht besonders am Herzen“, sagt sie, langsam und diplomatisch, wie sie überhaupt… Continue Reading „80. Pathosreich“
Wie Gegenwartslyriker ihre Bilder finden Von Astrid Mayerle 1 Oton Monika Rinck Man muss so nahe herangehen, bis die Dinge fremd werden oder wieder fremd werden. 2 Oton Jan Wagner der fernseher stummgestellt, am ohr der hörer, doch in der muschel nur noch der atlantik:… Continue Reading „79. Das ganz alltägliche Pathos“
21.7. 356 v. Chr.: Der Tempel der Artemis in Ephesos wird von Herostratos in Brand gesteckt. 365: Bei einem durch ein Seebeben verursachten Tsunami werden mehrere tausend Einwohner der ägyptischen Stadt Alexandria getötet. 810: Muhammad ibn Ismāʿīl ibn Ibrāhīm ibn al-Mughīra al-Buchārī al-Dschuʿfī, persischer… Continue Reading „78. Heute“
Mit Gedichten ist es ein wenig wie mit dem weiblichen Geschlecht, von dem man früher gerne sagte, Frauen sollten einfach, in ihrer ganzen Schönheit „da sein“; nicht ihr Handeln und ihr Denken mache ihre Anziehung und ihren Wert aus, sondern ihre Existenz als solche… Continue Reading „74. Gedichte wie Frauen“
Wilhelm Klemm ist als Lyriker heute weitgehend vergessen. Das war nicht immer so: In der von Kurt Pinthus herausgegebenen „Menschheitsdämmerung“ (1919), der erfolgreichsten und bis heute viel zitierten Lyrikanthologie des Expressionismus, war er prominent mit 19 Gedichten vertreten, während sich etwa Gottfried Benn dort… Continue Reading „73. Wilhelm Klemm“
Die Macher eines Hörspiels um den Lyriker und Dramatiker Jakob Michael Reinhold Lenz werden mit dem diesjährigen Karl-Sczuka-Preis ausgezeichnet. Die mit 12 500 Euro dotierte Ehrung werde dem Schriftsteller Oswald Egger und der Regisseurin Iris Drögekamp am 20. Oktober bei den Donaueschinger Musiktagen verliehen, teilte… Continue Reading „72. Karl-Sczuka-Preis für Egger / Drögekamp“
Immer wieder sind es kurze Augenblicke einer Begegnung, aus denen heraus Thomas Kunst sein Alphabet der Sehnsüchte entwickelt – die Spielorte seiner leisen, menschlichen Dramen reichen dabei von Stralsund über Venedig bis hin zum texanischen Tucson. Eifersucht, Obsession und Schmerz schwingen in diesen Gedichten… Continue Reading „71. „Die man einfach lieben muss““
Da kommen Genossen ins Schwärmen*: Jewgeni Jewtuschenko. Von Liebe zum Land erhitzt. Und über diese Hitze immer wieder unvergessliche Gedichte, stets nah am Poem: »Hochzeiten«, »Stille«, »Als dein Gesicht …«, »Lektion in Mut«. Im Westen schauten junge Leute nach Woodstock, wir schauten uns russische… Continue Reading „70. Jewtuschenko 80“
Buchreport: Wie lässt sich die Begeisterung von der Festivalebene und digitalen Plattformen auf den Buchkauf übertragen? Daniela Seel: Hier stehen wir vor der Herausforderung und Frage: Was sind die zeitgenössischen Publikationsformen oder auch Kontexte, in denen sich Lyrik gut vermitteln lässt? Da bewegt sich… Continue Reading „68. Buchkauf und neue Formen“
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