70. Jewtuschenko 80

Da kommen Genossen ins Schwärmen*:

Jewgeni Jewtuschenko. Von Liebe zum Land erhitzt. Und über diese Hitze immer wieder unvergessliche Gedichte, stets nah am Poem: »Hochzeiten«, »Stille«, »Als dein Gesicht …«, »Lektion in Mut«. Im Westen schauten junge Leute nach Woodstock, wir schauten uns russische Birken herbei und sahen den Sowjetstern als natürlichst gewordenen Teil der Natur, die dadurch mehr Werden als Vergehen aufbot. »Revolution und Patschanga«, das kubanische Hohelied: »Die Revolution – ist eine rauhe Sache, /doch hol›s der Teufel, keine fade!/ Alles Aufgeblasene, Rückgratschwache, / Revolution, zerschlage!« Es war die Zeit der Ungebrochenheit, da das vibrierende Lob des geschichtsbestimmenden Bewusstseins auch etwas arg Bewusstloses, blind Besinnungsloses hatte. Aber: schön. Wie jede Illusion in Aufwinden. / Hans-Dieter Schütt, Neues Deutschland

*) Aber „Sowjetischer Schlawiner“ ist eine unangemessene Überschrift. FDJ-Stil, würde ich sagen.

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