Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Aus London kommend breitet sich seit dem iPad-Start unter jungen Autoren eine Mode aus, ein radikales Retro-Experiment für potentielles Schreiben: Sie kaufen sich Olivettis und andere Schreibmaschinen aus der ersten Hälfte des zurückliegenden Jahrhunderts. Dann berichten sie mit glänzenden Augen von ihren Schreibexperimenten jenseits… Continue Reading „63. Tippfehler“
Über jede noch so nicht nennenswerte Stadt hat er ein Gedicht geschrieben und wirklich keine kommt gut davon. Sei es nun Paderborn, Kassel, Madrid oder Stockholm – er schafft es, sich in jeder Stadt die Ehrenbürgerschaft zu vermiesen. / Südkurier über Thomas Gsella
Nüchtern kommentiert sie im Zeugenstand am Kieler Landgericht: „Gedichte sind nicht geschickt worden.“ / Wedel-Schulauer Tageblatt
„Ich bin in der Anstalt – Fusznoten zu einem nichtgeschriebenen Werk“ heißt das neue Buch der österreichischen Dichterin, erschienen bei Suhrkamp. Beim MDRein Gespräch, das Michael Hametner mit der Autorin führte. Friederike Mayröcker ist eine der ganz großen Sprachkünstlerinnen und das schon seit mehr… Continue Reading „57. Beschwörerin der Worte“
Oswald Eggers „Die ganze Zeit“ ist – salopp gesprochen – ein Ziegel. 741 Seiten in zinnoberrotes Leinen gebunden – ohne Genrebezeichnung: Das Buch ist kein Roman, kein Gedicht oder Epos, kein Traktat. Selbst im Vergleich zu früheren Arbeiten wie die umfangreiche „Herde der Rede“… Continue Reading „52. „Simultanität, Glossolalie, Bedeutungen statt Bedeutsamkeit““
Der Literaturpreis der Stadtsparkasse Düsseldorf geht in diesem Jahr an den in der Eifel geborenen Schriftsteller Norbert Scheuer. Der 59-Jährige schreibt Erzählungen, Gedichte und Romane, in denen meist die Menschen seiner unmittelbaren Heimat im Zentrum stehen. … Der Literaturpreis der Stadtsparkasse Düsseldorf ist mit… Continue Reading „51. Norbert Scheuer erhält Literaturpreis der Sparkasse Düsseldorf“
Sein besonderer Blick auf geschichtlich geprägte Landschaften, die die Gegenwart in einem anderen Licht erschienen ließ, machte ihn zu einem zentralen Poeten in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Wie von den Gedichten Ingeborg Bachmanns und Paul Celans gingen von seiner „sinnlich vollkommenen Rede“… Continue Reading „50. Bobrowski“
Gut zu wissen, dass es ihn gibt, diesen wundergläubigen Mario Wirz, den Schauspieler, Autobiographen, Erzähler und Poeten. In seinem fünften Gedichtband sind die Lebenszeichen des einst fast Totgesagten milder geworden und nachdenklicher. Aber noch immer wirken die Verse des Schwärmers wie Anleitungen zum Leben… Continue Reading „49. Anleitungen zum Leben“
Die neun Kapitel sind klar geometrisch geordnet. Da denkt Hefter nach über die Schule des Tanzes, schreibt ein fein gegliedertes „Buch des Körpers“, überrascht mit einem „Pflanzenporno“, mit „Vierschanzengedichten“ über das Skispringen und einem „Handbuch der Pomologie“. Von den seltenen Apfelsorten, die Michael Hamburger… Continue Reading „48. „Artige Wortmauserei““
Der Basler Verleger Urs Engeler, der unter seinem Namen rund 15 Jahre lang ein so verdienstvolles wie hermetisches poetisches Programm konzipierte und darüber nicht nur Geld, sondern schließlich auch die Lust am Weitermachen verlor, dürfte einen Sinn für beide Positionen haben. Was er jetzt… Continue Reading „47. Liederlich“
– nämlich der Lyriker und Rezitator – wird am 29. August zum Abschluss der Internationalen Sommerserenaden im Odeon der SMTT in Sindelfingen präsentiert. / szbz
Mit gewitzter Courage fängt Elke Erb den Alltag in lautmalerischen Fließtexten ein. Rau und formal uneben sind die tagebuchartig komponierten Verse, gespickt mit Prosaspots und Reflexionen. Das Erb’sche Prinzip, eigene und fremde Lebensgrundmuster im Textfluss zu verdichten, kommt hier voll zum Zuge. Das vom… Continue Reading „45. Das Erb’sche Prinzip“
Wendelmuth spannt seine Lyrik klar und mit meist passender Betonung über den von ihm komponierten Musikteppich. Dass er auf Sperenzchen wie rollendes „R“ oder übertrieben tiefe Stimme verzichtet, mag manche Hörgewohnheit unterlaufen, letztlich verstärkt es die Wirkung der Texte. / Andreas König, Märkische Allgemeine
Vor mehr als 25 Jahren legte er aber Farben und Pinsel beiseite und konzentrierte seine kreativen Kräfte ganz aufs Schreiben. Dabei half und hilft ihm Gabriela. Ihren Platz hat Gabriela auf dem Schreibtisch, den der Frankfurter Dichter vom Vater geerbt hat. Gabriela, das ist… Continue Reading „41. Eitelkeit verdummt“
Es sind Zeilen, die unter die Haut gehen. Sie entstammen einer Zeitungsanzeige, die am Freitag in der Berliner Tageszeitung „B.Z.“ erschienen ist. Adressiert ist das achtstrophige Gedicht an den Killer von Alexandra Spohn († 19). Am 7. August 1990, also vor 20 Jahren, wurde sie… Continue Reading „39. An den Mörder“
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