Kategorie: Deutsch

Risse Sonderheft Jürgen Landt

Die Rostocker Literaturzeitschrift Risse widmet ihr Sonderheft erstmals einem lebenden Autor und Künstler: dem Greifswalder Jürgen Landt aus Anlaß seines 60. Geburtstags am 31. Mai 2017. Unter dem Motto „Das Spektrum – Die Welt des Jürgen Landt“ gibt es Prosa, Lyrik und visuelle Texte,… Continue Reading „Risse Sonderheft Jürgen Landt“

Kandinsky – empfohlen

Felix Philipp Ingold, in: NZZ 2017-01-12 „Die Blüten der Poesie sind überall verstreut“ Wassily Kandinsky als Wortkünstler  Doppel- und Mehrfachbegabungen waren in der künstlerischen Moderne Russlands nichts Ungewöhnliches. Wladimir Majakowskij und Jelena Guro haben sich als Wort- und Bildkünstler einen Namen gemacht, Michail Matjuschin… Continue Reading „Kandinsky – empfohlen“

Chodassewitschs Prosa

Als Wladislaw Chodassewitsch 1939 in Paris an Krebs starb, schrieb Vladimir Nabokov: »Dieser Dichter, der größte unserer Zeit, ein literarischer Nachfahre Puschkins in der Linie Tjutschews, wird der Stolz der russischen Dichtung bleiben, solange die letzte Erinnerung daran lebendig ist.« Lange Zeit von Kritik… Continue Reading „Chodassewitschs Prosa“

L&Poe ’17-01

Liebe L&Poe-Leserinnen und -Leser, nur wer sich ändert bleibt sich treu. Mit dem 16. Jahr startet L&Poe als Wochen-Digest. Jeden Freitag neu mit Nachrichten aus der Welt der Poesie. Poetry is news that stays news, sagt Pound. In den nächsten Wochen werde ich Logo und… Continue Reading „L&Poe ’17-01“

Jahresauftaktsbeschwörung

Mit der Performance „Das Festival des Scheiterns“ präsentiere ich mein bislang wohl radikalstes künstlerisches Experiment: 1 Mensch, 1 Mikrophon, 100 % Improvisation an drei Abenden. Am 11., 12. und 13. Januar stehe ich in der legendären Kunsthalle Bern alleine mitten im Raum und erfinde aus dem Nichts heraus Geschichten. Herzlich willkommen… Continue Reading „Jahresauftaktsbeschwörung“

Istanbul-Buch

Der in seinem „andalusischen Schwarzwalddorf“ im Kinzigtal lebende José F.A. Oliver, Erfinder und Impressario des Hausacher Literaturfestivals „LeseLenz“, konnte im Herbst 2013 in der kaiserlichen Sommerresidenz des deutschen Botschafters in Tarabya wohnen, rund 16 Kilometer vom Zentrum entfernt. Von dort aus erkundete er die 18-Millionen-Metropole,… Continue Reading „Istanbul-Buch“

Kalendarium 01-2017

6.1. 1878 (vor 139 Jahren): Carl Sandburg geboren – amerikanischer Dichter 6.1. 1488: Helius Eobanus Hessus geboren, deutscher Humanist, Anhänger Luthers, neulateinischer Dichter 6.1. 1848: Christo Botew geboren, bulgarischer Dichter und Freiheitskämpfer 6.1. 1852: Louis Braille gestorben, Erfinder der Blindenschrift (Brailleschrift) 6.1. 1883: Khalil Gibran geboren, libanesischer Künstler und Dichter 7.1. 1610 (v. 407 Jahren): Der italienische Physiker und Astronom Galileo Galilei (1564-1642)… Continue Reading „Kalendarium 01-2017“

Gestorben 16/17

In manchen Weltgegenden treten gehäuft gewaltsame Tode auf, „treten auf“. In der Silvesternacht wurden in Istanbul viele Menschen Opfer politischer und religiöser Wahnideen. Eine Zusammenstellung aus Wikipedia-Listen. Am 31. wurde der bangladeschische Politiker Manjurul Islam Liton, 48, erschossen, am 29. der nigerianische Fußballspieler Uzama Douglas, 18, am 28.… Continue Reading „Gestorben 16/17“

Sonnenpferde und Astronauten

Die ersten Lyrikanthologien in meinem Besitz waren vermutlich Geschenke. Das „Deutsche Gedichtbuch“ von Uwe Berger und Günther Deicke dümpelt irgendwo in der zweiten Reihe meiner Regale. „Lyrik der Antike in klassischen Nachdichtungen“ wurde mir von der Schule „für sehr gute Leistungen“ geschenkt. Die wahrscheinlich… Continue Reading „Sonnenpferde und Astronauten“

L&Poe-Rückblende August 2001

Wolfgang Hilbig lebt und läßt sich zum 60. gratulieren Hilbig wurde am 31. August 1941 im thüringischen Meuselwitz geboren und wuchs bei seinem Großvater im Bergarbeitermilieu auf; der Vater war bei Stalingrad gefallen. Nach einer Lehre als Bohrwerkdreher arbeitete Hilbig als Heizer und versuchte… Continue Reading „L&Poe-Rückblende August 2001“

Merkur 01/2017

Die Redaktion schreibt zum neuen Heft: Mit Léonce Lupettes Übersetzung eines Gedichts von Reynaldo Jiménez und Lupettes Essay dazu endet unsere in Kooperation mit Daniel Graf entstandene inter_poems-Reihe. Sie war nicht zuletzt eine Rückgewinnung der Lyrik für den Merkur, in dem sie lange kaum vorkam. Wir… Continue Reading „Merkur 01/2017“

Nobelpreis 1966: Celan und Sachs? Oder keiner von beiden?

Nach 50 Jahren werden die Akten des Nobelpreiskomitees der Öffentlichkeit zugänglich. Daraus erfährt man jetzt, daß auf den vorderen Plätzen der Auswahl Yasunari Kawabata, Graham Greene, W. H. Auden und Samuel Beckett standen. Der Japaner erhielt ihn 1968, Beckett 1969, während die beiden anderen nie dran kamen. Ganz… Continue Reading „Nobelpreis 1966: Celan und Sachs? Oder keiner von beiden?“

Morgen früh um sechs

… Google fragen bringt nichts. Beweis: Nein, nix Rosanna, nix Wake-up-call und auch nicht Preisvergleich und Heidekinder. Morgens früh um sechs kommt die kleine Hex‘; und bringt die neue Lyrikzeitung. Genauer um, technisch bedingt, 6:02 Uhr. Bis dahin schauen Sie ins Archiv oder lesen… Continue Reading „Morgen früh um sechs“

Ankündigung

Freitag ist Dreikönigstag Allan-Poe-Tag L&Poe-Tag!

Schreibarbeit als Pfropfverfahren

Der noch im späten 19. Jahrhundert da und dort gepflegte Geniekult geht auf die mythische Vorstellung eines originären Schöpfertums zurück, das ab ovo oder ex nihilo etwas Neues, Niedagewesenes, Unverwechselbares in die Welt bringt. Das solcherart schöpferische Genie tritt in der Funktion eines gottähnlichen… Continue Reading „Schreibarbeit als Pfropfverfahren“