Kategorie: Urdu

89. Poemandu

KATHMANDU: Zum Welttag der Poesie starteten die BP Koirala India Nepal Foundation und die indische Botschaft “Poemandu” als monatliches Lyriksymposion. Es will eine gemeinsame Plattform für Dichter aus Nepal und Indien sein. 30 Dichter aus Nepal und Indien lasen in Sprachen wie Englisch, Hindi, Nepal Bhasha (Newari), Maithili, Bhojpuri, Urdu und Awadhi. Unter den Gästen war auch der “Nationaldichter” Madhav Prasad Ghimire. / The Himalayan Times

57. In your language

A Preliminary Sketch Concerning a Language

By Afzal Ahmed Syed

In your language every line begins from an opposite end. The pronunciation of its words changes from day to night and their orthography changes with the change of seasons. A new word enters it on some special day and on some days a familiar word is made obsolete. The shape of its letters changes with your change of clothes. You make no effort to put together words that are crushed under feet from your carelessness, because your language is the world’s richest. The first kiss, the second kiss and any count of kisses are all identified in your language with separate words. If anything ever causes you to become tearful, all the books in the whole world written in your language become drenched.

translated from the Urdu by Musharraf Ali Farooqi

from: Asymptote. Issue Oct 2012

Afzal Ahmed Syed

has translated works by a number of East European poets including Miroslav Holub (Czech), Yehuda Amichai (Hebrew), Dunya Mikhail (Arabic), Tadeusz Borowski (Polish), Zbigniew Herbert (Polish), Jan Prokop (Polish), Tadeusz Rozewicz (Polish), Wisława Szymborska (Polish), Aleksander Wat (Polish), Marin Sorescu (Romanian), Osip Mandelstam (Russian), Orhan Veli (Turkish), as well as Gabriel Garcia Marquez, Jean Genet, William Saroyan and Jonathan Treitel. His website can be found 

here

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21. Miraji (1912-1949)

Damals versuchten die drei Dichter Miraji, Tasadduq Husain Khalid und Rashid, freie Verse in die Urdu-Dichtung einzuführen. Am mutigsten und zuversichtlichsten unter ihnen Miraji. Er bezog seine Inspiration aus drei Quellen: der westlichen Literatur, der modernen Psychologie und der alten Hindumythologie.

Er veröffentlichte eine Reihe von Artikeln in der Zeitschrift Adabi Duniya , die Maulana Salahuddin in Lahore herausgab. Darin stellte er führende westliche und östliche Dichter vor, darunter François Villon, Charles Baudelaire und Mallarmé, Whitman und Poe, DH Lawrence und Katherine Mansfield, Puschkin, Heine, Sappho, Li Bai und die Inder Chandidas und Vidyapati  Von jedem übersetzte er ausgewählte Gedichte

Stärker als jeder Zeitgenosse verdient er es, als moderner Dichter im wahrsten Sinne des Wortes “Moderne” angesehen zu werden. Vielleicht hat Akhtar Suliman recht, wenn er ihn einen Vorläufer der modernen Urdudichter nennt. / Intizar Husain, dawn.com

127. Anschlag auf Dichtertreffen in Karatschi

Die indischen Dichter Manzar Bhopali und Iqbal Ashar gehörten zu den Überlebenden eines Anschlags auf eine “mushaira”, ein traditionelles Dichtertreffen in der Hafenstadt Karatschi. Mindestens ein Mensch kam bei dem Angriff der etwa ein Dutzend Bewaffneten ums Leben. Das Treffen wurde anschließend planmäßig fortgesetzt. / Outlook India 27.3.

49. Jerusalem frohlocke

Jetzt brachte Wolf den Text, der ihn nie losgelassen hatte. Weil in ihm mächtige Propaganda, Inbegriff befohlener Ordnung und von verordnetem Denken, von einem Ich selbst-bewusst hinterfragt wird. Es war ein Text von Albrecht von Johansdorf: “Die hinnen varen …” Ein Kreuzzugslied, so heißt die literaturgeschichtliche Schublade, in die man es gesteckt hat. Richtiger wäre: ein Liebeslied zur Zeit der Kreuzzüge, des Ost-West-Konflikts.

Wolf begann, seinen Kram zu erklären: “Die hinnen varen”, das sind diejenigen, die zum Kreuzzug aufbrechen, die zuvor das Zeichen des Kreuzes, einen Lappen aus Wolle, sich haben anheften lassen. Die Bezeichnung Kreuzzug ist im Deutschen erst seit Lessings Zeit bekannt, im Mittelalter spricht man von “hinnen varen”, von peregrinatio, Wallfahrt, von der Reise ins Heilige Land. In diesem Gedicht ist vom bevorstehenden Kreuzzug des Stauferkaisers Friedrichs I. die Rede, jenem Kreuzzug, von dem später Ludwig Uhland treu-teutsch dichten wird: “Als Kaiser Rotbart lobesam / ins heilige Land gezogen kam, /… / sah er zur Rechten und zur Linken / einen halben Türken heruntersinken.” 1187 war Jerusalem gefallen, diesmal in die Hände Salah ad-Dins; zuvor 1099, im ersten Kreuzzug, in die Hand der Christen. Bei den Vorbereitungen zur Operation Barbarossa heißt es wieder: Jerusalem laetare, frohlocke, Jerusalem.

Wie dieses “Frohlocken” aussah, die grausame Realität jener “Wallfahrt”, zeigt ein lateinisches Kreuzfahrer-Lied aus der Zeit des ersten Falls Jerusalems:

Von Blut viel Tränen fließen, indem wir ohn Verdrießen das Volk des Irrtums spießen – Jerusalem, frohlocke!
Des Tempels Plastersteine bedeckt sind vom Gebeine der Toten allgemeine – Jerusalem, frohlocke!
Stoßt sie in Feuersgluten! Oh, jauchzet auf, ihr Guten, dieweil die Bösen bluten – Jerusalem, frohlocke!

/ Rainer Nübel, Kontext:Wochenzeitung

Albrecht von Johansdorf, Kreuzlied III

105. Pakistani-amerikanischer Dichter gestorben

Der in Pakistan geborene Dichter und Schwulenaktivist Ifti Nasim (64), der in Chicago an einer Herzattacke starb, wurde einst in seinem Heimatland wegen seiner sexuellen Orientierung verfolgt. Nasim kam 1971 in die USA und wurde als Urdudichter bekannt. Er gründete Sangat, eine Schwulen- und Lesbenorganisation, und half vielen schwulen und lesbischen Pakistani und Indern in die USA auszureisen. / Times of India