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Internationales Lyrikertreffen Münster

vom 8. bis 10. Mai / Poetry im Vorfeld / Poesiepreis-Verleihung am Schlusstag

148129VMünster (SMS) Die klugen wie unterhaltsamen Prosa-Miniaturen, mit denen die Büchner-Preisträgerin Brigitte Kronauer deutsche Balladen kommentiert hat, wertet Hermann Wallmann als eine Art „Vorschule des anreichernden und bereichernden Lesens“. Sie öffnen das Auge für Details und bilden mit den modernen und klassischen Balladen, die Schauspieler Gerhard Mohr vom Theater Münster vortragen wird, einen sprachgewaltigen Auftakt für das Internationale Lyrikertreffen. Vom 8. bis 10. Mai steht Münster ganz im Zeichen der Dichtkunst. Drei Tage Lyrik pur – modern, lebendig und weltoffen.

Die 19. Ausgabe, gemeinsam ausgerichtet vom städtischen Kulturamt und Literaturverein Münster, verspricht mit ihren Kontrasten hochinteressante Einblicke in die Stimmenvielfalt aktueller Poesie. Lyriker von Renommee und aufstrebende junge Namen sind der Einladung des künstlerischen Leiters gefolgt, viele von ihnen – darunter Esther Kinsky, Uljana Wolf oder die Österreicherin Maja Haderlap – sind Träger wichtiger Literaturauszeichnungen. Hermann Wallmann: „Fast alle arbeiten auch als Übersetzer. Lyrik von heute bedeutet Belesenheit, Mehrsprachigkeit, poetologische Reflexion, internationalen Austausch.“

Dass die Übersetzung von Lyrik selbst schöpferische Leistung ist, das würdigt die Stadt Münster mit ihrem bundesweit einmaligen Preis für Internationale Poesie. Sie vergibt ihn – seit 1993 – traditionell am Schlusstag des Lyrikertreffens. „Diese Auszeichnung ist im besten Sinn eine Anerkennung für Verständigung, für Vermittlung über Sprachräume und Grenzen hinweg“, unterstreicht Kulturamtsleiterin Frauke Schnell die Aktualität. „Der Poesiepreis ist eine wichtige Auszeichnung in der Friedensstadt Münster.“ Mit Charles Bernstein wird ein Verfechter des „Schwierigen Gedichtes“ geehrt. Der Amerikaner gilt seit den 1970er Jahren als prominentester Vertreter der „language poetry“. Neben Bernstein geht der Preis an zwei Kollektive, die bei ihren Übersetzungen ungewöhnliche Wege beschreiten, sich vom Original lösen und dem übersetzten Gedicht eine eigene Sprache verleihen. Vertiefen lässt sich das beim Lyrikertreffen: Ein öffentlicher Workshop lädt zum Experimentieren mit Sprache und Sprechen ein.

Lyrik im Genre-Mix

Das ist eine spannende Verbindung zu Poetry 2015. Bereits im April beginnt ein umfangreiches Programm, in dem sich Lyrik mit anderen Künsten verbindet in Filmen, Sprechduetten, Musik, Fotografien, Videoclips. Beide, das Poetry-Programm und das Lyrikertreffen, widmen sich dem Thema Portrait. So gilt das „in memorian“ Helga M. Novak (1935-2013). Silke Scheuermann liest die expressiven Liebesgedichte der „Wutbürgerin“ (Tagesspiegel), die – aus der DDR ausgebürgert – isländische Staatsbürgerin wurde. Joachim Sartorius portraitiert mit Wallace M. Stevens einen der größten amerikanischen Dichter des 20. Jahrhunderts.

Abendlesungen

Auffälliges Thema in der Gegenwartslyrik ist Natur und Naturgeschichte – auch eines der Schwerpunktthemen in Münster. So nimmt Esther Kinsky (mit ihrem Roman „Am Fluss“ auf der Longlist des Deutschen Buchpreises) die Vegetation einer Landschaft zum Ausgangspunkt für ausgedehnte lyrische Streifzüge. Heinrich Detering, renommierter Literaturwissenschaftler aus Göttingen, holt Welt und Geschichte in den Vers. Maja Haderlap wendet sich der politisch registrierten Landschaft zu. Wie auch Daniela Danz, die sich der Chiffre „V“ wie Vaterland widmet und fragt, was Europa, was die Gesellschaft zusammenhält. Mit klugem Witz betrachtet der junge polnische Lyriker Tadeusz Dąbrowski die Welt. Strengen formalen Regeln unterwirft der Leipziger Thomas Kunst die Sprache, wenn er Geschichten in komplexen Sonettenkränzen erzählt. Der Leipziger – zugleich als Gitarrist in der improvisierten Musik zuhause – schreibt intensive Gedichte, erotische Liebesgeschichten, Zeilen vom Leben und vom Scheitern, die unter die Haut gehen.

Auf eine persönliche und lebensnahe Vermittlung für Lyrik setzen auch die Schullesungen. Viele Dichter kommen in die Klassenzimmer. Sie sind nicht nur in den Oberstufen zu Gast, sondern innerhalb des Angebotes „Kulturrucksack“ auch bei den 10- bis 14-Jährigen.

Kartenvorverkauf im Theater Münster, Telefon 59 09 100. Ein ausführliches Programmheft gibt es in der Münster Information, Stadthaus 1; www.lyrikertreffen.muenster.de

Ihre Gedichte schreiben Naturgeschichte: Die Lyrikerin Silke Scheuermann. Foto: Kirsten Bucher.

Ihre Gedichte schreiben Naturgeschichte: Die Lyrikerin Silke Scheuermann. Foto: Kirsten Bucher

Seine Gedichte wirken leicht und beschwingt: Tadeusz Dabrowski liest beim Lyrikertreffen in Münster. Foto: Renata Dabrowski

Seine Gedichte wirken leicht und beschwingt: Tadeusz Dabrowski liest beim Lyrikertreffen in Münster. Foto: Renata Dabrowski

Seine Werke sind musikalisch inspiriert: Der Autor und Gitarrist Thomas Kunst. Foto: Mayjia Gille

Seine Werke sind musikalisch inspiriert: Der Autor und Gitarrist Thomas Kunst. Foto: Mayjia Gille

iPoetry

FEAR not, fans of poetry: The app world has not left you behind. Some will even help you write your own poetry.

Poetry from the Poetry Foundation, free for iOS and Android, is my favorite way to read poems digitally. It includes thousands of poems, from Shakespeare to modern-day poets. While most are text entries, some are also available as audio recordings.

The app’s main purpose is to help you discover new poems. When you fire it up, whirling graphical dials spin automatically to select two categories at random, perhaps “worry” and “youth” or “humor” and “life.” Then you see a list of all the poems that fit these categories.

Tapping on a poem in the list takes you to a page where you can read the poem’s text or, if available, listen to an audio file. (…)

If you are interested in writing a poem rather than reading one, a great place to start is Haiku Poem, for iPads and Android devices. This app coaches you to write haikus by counting each line’s syllables, suggesting words you could include and offering you artwork to decorate your poems. It is aimed at schools, but if you’ve not written a poem in years, this offering’s gentle, cheerful style may help you get back in the groove.

For writing poetry in a longer style, Poet’s Pad may do the trick. It’s $10 for the iPad and $5 for Android (though it was on sale for $2 this week), and acts as an interactive writing platform. / New York Times 31.7. 2014

Loosely Spiritual American Poetry

Loosely Spiritual American Poetry
vs. tensely materialistic british poetry
vs. tireless love poetry of eager administrators
vs. tiring political poetry of nomadic herdsmen
(…)
vs. poetry evocative yes but of what

Auszug aus einem Gedicht von Sam Riviere, das im Original und in Ron Winklers Übersetzung im Heft 9 der Zeitschrift Mütze steht.

Ich habe nicht vor, die explizite Poetologie des Gedichts zu erörtern. Was für sich spricht muß man ja nicht totreden. Es gefällt mir (das neue Heft der Mütze ist, wie alle zuvor, eine Wucht), und bei diesem Gedicht mußte ich sofort an die zumindest im virtuellen Raum ohne Unterbrechung (das ist keine Metapher, sag ich als jemand, der öfter spät nachts noch mitliest und manchmal mitredet) sich ereigende Lyrikdebatte denken. Wie oft findet man da (auf mehr als einer Seite) ein Denken in Binäroppositionen.* Man redet und denkt (oder es redet und denkt in uns), als gäbe es nur zwei Arten von Lyrik, zum Beispiel authentische vs. gekünstelte, akademische vs. Realpoesie, experimentelle vs. normale, moderne vs. traditionelle, gereimte vs. reimlose, sentimentalische vs. naive, elitäre vs. volkstümliche, eigene vs. fremde… Und vergißt dabei, daß das nur Denkfiguren sind, außerhalb ihres Rahmens ohne Wert.

Wie großartig wären Debatten, deren Teilnehmer sich vor jeder Verwendung eines Begriffs die Frage vorgelegt haben, in welcher Opposition sie da gerade denken! Wie spannend, wie “ergebnisoffen”, wenn sie manchmal ihrer Aussage hinzufügten: okay, das fiel mir grade so ein, aber vergessen wir nicht, es gibt mehr als zwei Seiten! Es gibt da noch die “impoverished poetry of the fully funded”, die “poetry that has not been written” und … und …

*) Wär ich im Seminar (Entzugserscheinungen?), würde ich auf den Aufsatz von Erika Greber über Binäroppositionen hinweisen. Bosse/Renner: Literaturwissenschaft: Einführung in ein Sprachspiel. Rombach Druck- und Verlagshaus (1999). Ihr Beitrag beginnt mit dieser “Gebrauchsanleitung zum wissenschaftlichen Sprachspiel »Oppositionen«:

Opponieren Sie … lesen Sie die Einleitung erst zum Schluß … machen Sie die Mitte zum Rand … und gehen Sie mit durch dick und dünn …”

Jorie Graham

This collection has characteristics of the perfect art exhibit — smart staging has transformed the artist’s familiar work into something foreign and riveting. Graham, an expert designer, has organized poems from disparate books into a seamless whole. The book manages to showcase changes in Graham’s intricate poetic sensibility without diluting the unique, visceral effect one receives from reading her work. / CHRISTIAN HARDER, Special correspondent, Richmond Times Dispatch

Jorie Graham: “From the New World: Poems 1976-2014”

Mit Lyrik eine Botschaft formulieren

UNESCO-Welttag der Poesie feiert Kulturgut Sprache

Zum Welttag der Poesie am 21. März erinnert die Deutsche UNESCO-Kommission an die Bedeutung und Vielfalt des Kulturguts Sprache. Der von der UNESCO ins Leben gerufene Tag soll Verlage und Medien ermutigen, poetische Werke besonders von jungen Dichtern zu unterstützen. Der Welttag erinnert an die Bedeutung mündlicher Traditionen und fördert den kulturellen Austausch zwischen den Völkern. Seit 2000 wird der Welttag der Poesie, der auf eine Initiative Marokkos zurückgeht, jedes Jahr gefeiert.

„Die Kunst der Poesie ist für das kulturelle und gesellschaftliche Leben unverzichtbar. Die poetische Vielfalt reicht heute von der klassischen Buch-Lyrik bis zum modernen Twitter-Gedicht im Internet. Unser Alltag wird mehr denn je von kurzen Texten und verdichteten Inhalten geprägt. Die Poesie ist damit überraschenderweise vielleicht die aktuellste Form, eine persönliche Botschaft zu formulieren“, sagt Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.

Die zentrale Veranstaltung in Deutschland richtet die Literaturwerkstatt am 20. März in Kooperation mit der Stiftung Brandenburger Tor und weiteren Partnern unter Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission in Berlin aus. Dichterinnen und Dichter aus fünf Ländern präsentieren am Vorabend zum Welttag der Poesie ihre Werke: Es lesen der spanische Künstler Enrique Falcón, dessen Gedicht “Der Marsch der 150 Millionen” für Furore gesorgt hat, die amerikanische Autorin Ellen Hinsey, die über familiäre Traumata schreibt; Afrizal Malna, der zur neuen Dichtergeneration Indonesiens zählt; die russische Lyrikerin Anzhelina Polonskaya, die an die große Erzähltradition ihres Landes anknüpft und der deutsche Lyriker Jan Wagner, der als erster Dichter für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015 nominiert ist.

Das Grußwort hält die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Dr. Verena Metze-Mangold. Es moderiert der Journalist Knut Elstermann.
Weitere Partner sind die Akademie Schloss Solitude, das Berliner Künstlerprogramm des DAAD und das Instituto Cervantes.

  1. März 2015, Beginn 20:00 Uhr
    Welttag der Poesie
    Stiftung Brandenburger Tor
    Max Liebermann Haus, Pariser Platz 7, Berlin
    Moderation: Knut Elstermann (Journalist, Berlin)
    Eintritt frei

Die Platzanzahl ist begrenzt. Anmeldung erforderlich vor dem
16. März unter info@stiftungbrandenburgertor.de

Weitere Informationen:
www.unesco.de/welttag_poesie.html

Poetry and Place

Aaron Angello first noticed the powerful relation between poetry and place around five years ago while working on his doctorate in English literature at the University of Colorado Boulder.

“We read Charles Olsen’s [sic] “Maximus,” poems which take place in Gloucester, and Lorraine Niedecker’s “Paeon to Place” — all these poems which are specifically tied to location,” Angello says of a class he took which examined the relationship between poetry and place.

That lead Angello to create the Denver Poetry Map, a map that enlivens Denver with poems inspired by specific locations around the city. / CHLOE VELTMAN, cpr.org

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Robert Kelly

Wer Robert Kelly kennenlernen will, muss Umwege auf sich nehmen. Entweder muss er den Weg von New York ins das Städtchen Annandale-on-Hudson finden, das gute anderthalb Stunden Zugfahrt von der Großstadt entfernt ist. Oder er muss sich über englische Verse beugen. Seit vier Jahrzehnten ist der Lyriker Robert Kelly eine Größe im amerikanischen Literaturbetrieb, jedenfalls wenn man nach den üblichen Maßeinheiten urteilt: Kelly hat mehr als 40 Lyrikbände veröffentlicht, ferner Romane, Theaterstücke und Essays; er hat Literaturzeitschriften gegründet, an den großen Universitäten des Landes unterrichtet und er wurde für seine Verdienste von der American Academy of Arts and Letters ausgezeichnet. Und doch findet man in deutscher Übersetzung von Kelly kaum mehr, als einen Band mit Kurzgeschichten, „Schlaflose Schönheit“, (Residenz-Verlag, 1996).

Von dieser Seite des Atlantiks gesehen, ist Kelly Amerikas größter, lebender, unbekannter Dichter. Ein Zustand, der nachdenklich stimmt, da er einen Universalisten und Kulturvermittler trifft. Der 65jährige Kelly spricht sehr gut Deutsch und hat ins Italienische und Französische übersetzt. (…)

Trotz der Ruhe des Lehrberufs sieht Kelly sich als engagierten Schriftsteller, als „Poète engagée“. Die literarischen Moden der Sechziger und Siebziger hat er ausgelassen. Doch er hegt Vorbehalte gegenüber dem amerikanischen Kulturbetrieb: „Wenn die Duke Ellington ins Weiße Haus einladen, halten sie das für experimentell.“ Und er wundert sich darüber, dass so viele europäische Intellektuelle, die Gen-Food und McDonalds kritisieren, den amerikanischen Kulturexport „fraglos“ schluckten: „Das ist, als protestiere man gegen die Nazis und liest nichts außer Jünger.“ Seine Gedichte verbreitet Kelly seit Jahrzehnten nach Graswurzelmanier, preiswert und schmucklos bei „Black Sparrow Press“. Wer in seinen Anthologien „Red Actions“ (1995) und „The Time of Voice“ (1998) stöbert, findet einen Traditionalisten im Wandel. / Tanya Louise Lieske

Stern des Jazz-Age

„Meine Kerze brennt an beiden Enden. Sie wird die Nacht nicht überdauern“. Sie war der Stern des Jazz-Age, die erste Pulitzerpreisträgerin, der Star der amerikanischen Lyrik. Aber als sie 1950 verarmt und vereinsamt, von Alkohol und Morphium zerfressen, die Treppe herunterstürzt und sich den Hals bricht, wird sie erst am Tag darauf gefunden. Und doch gab es zu ihren Lebzeiten unter den literarisch Gebildeten Amerikas wohl keinen, der nicht wenigstens eines ihrer Gedichte auswendig wusste.

(…) Aber ihre Vorhersage „Meine Kerze brennt … sie wird die Nacht nicht überdauern“ trifft mindestens im angelsächsischen Raum nicht zu. Noch 1944 druckt die US-Armee in einer „Armed Service Edition“ ihre Gedichte in einer Auflage von 140 000 und verteilt sie an die Soldaten. (…)
Nie zuvor war die Flüchtigkeit der Liebe so kaltschnäuzig von einer Frau besungen worden:

And if I loved you Wednesday
Well, what is that to you?
I do not love you Thursday –
So much is true.

And why you come complaining
Is more than I can see,
I loved you Wednesday – yes, but what
Is that to me?

(…)

Sie war keine Frauenrechtlerin. Doch als die New York University sie zum Dr. h. c. macht und ein getrenntes Dinner für die männlichen Ehrendoktoren arrangiert, weist sie die Ehrung zurück: „Ich hoffe, dass ich die letzte Frau bin, die man dazu nötigt, aus dem Becher dieser Ehre die Galle einer solchen Demütigung zu trinken.“

Der Zweite Weltkrieg findet sie endgültig auf der Seite der Politik gegen das noch überwiegende Appeasement. Noch ein Gedicht über die Mörder von Lidice, dann verstummt sie, elf Jahre vor ihrem Tod. In Deutschland machen die Nazis das Erscheinen eines Essays von Rudolph Borchardt unmöglich. Der hatte über Edna geschrieben: „Sappho noch einmal, unglaublich und wirklich – dort seit zehn Jahren ein Klassiker und wir erfahren es nicht einmal.“ (…)

/ Peter Stoltzenberg, Tagesspiegel

Ernst Osterkamp: „Edna St. Vincent Millay“; Deutscher Kunstverlag, Berlin und München 2014, 96 Seiten, 19,90 Euro.

Bei zintzen.org 8 Gedichte englisch/deutsch (Übersetzt von Klaus Bonn)

92. Rilke Prize

The University of North Texas announced its fourth Rilke Prize winner today. The Rilke Prize is named for the German poet, Rainier [sic] Maria Rilke, and the $10,000 award is unusual in that it’s not a beginner’s prize or a lifetime achievement award. It’s given to a mid-career poet for a book of exceptional quality.

Mark Wunderlich, who teaches at Bennington College, won the Rilke for his new book The Earth Avails. Earlier this year in Vermont for the Bookstock Literary Festival (video, below), he explained many of the poems were inspired by a 19th-century prayer book he found in his family home.

“I started reading it,” he said, “and I was very interested in the combined tone of praise, supplication and complaint. And I was quite moved by the occasions of them. Not being a believer myself, I still found the world that they called up to be a vivid one.”

67. Komponistinnen

Von den europäischen Wurzeln der US-amerikanischen Lyrikerin und musikdramatisch bedeutenden Komponistin Mira Josefowitz Spector ist bei einem Blick in ihren Werkkatalog auf den ersten Blick wenig übrig geblieben. Sie studierte an der Mannes School for New Music und der Juilliard School of Music und hob in den 1970er Jahren das Ensemble The Aviva Players aus der Taufe, das sich unter ihrer Leitung bis heute der Aufführung von weiblicher Vokal- und Kammermusik  des zwölften bis einundzwanzigsten Jahrhunderts verschrieb.  (…)

Die mit weltweit bekannten Künstlern zusammenwirkende Formation The Aviva Players, in der übrigens auch mindestens ein Mann spielt, trat seither mit Werken (damals) vergessener hochbegabter Komponistinnen  auf. Zu ihnen zählen neben Hildegard von Bingen, der Prinzessin Amalia von Preußen, Germaine Tailleferre, Fanny Hensel, Nadia Boulanger, Amy Beach und Ruth Crawford Seeger auch nahezu unbekannte Namen wie Mana-Zucca, Marcelle de Manziarly oder Cécile Chaminade. (…)

Popularität erlangte sie mit den Opern Lady of the Castle nach einem Schauspiel der israelischen Dramatikerin Lea Goldberg, Passion of Lizzie Borden nach Gedichten von Ruth Whitman und einem Porträt über die Schöpferin des Frankenstein-Romans Mary Shelley auf ein Libretto von Colette Inez und mit der Mini-Oper Casino nach eigenen Texten. Im Bereich von Kunstlied und Kammermusik entstanden Three Songs for BaritoneTwo Bedtime Songs und Trois Chansons Francaises auf der Basis von eigener Lyrik und derjenigen von Inez und Phyllis McGinley oder das Trio Voices für Flöte, Geige und Klavier. / Hanns-Peter Mederer, Amusio

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