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Sein besonderer Blick auf geschichtlich geprägte Landschaften, die die Gegenwart in einem anderen Licht erschienen ließ, machte ihn zu einem zentralen Poeten in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Wie von den Gedichten Ingeborg Bachmanns und Paul Celans gingen von seiner „sinnlich vollkommenen Rede“… Continue Reading „50. Bobrowski“
Gut zu wissen, dass es ihn gibt, diesen wundergläubigen Mario Wirz, den Schauspieler, Autobiographen, Erzähler und Poeten. In seinem fünften Gedichtband sind die Lebenszeichen des einst fast Totgesagten milder geworden und nachdenklicher. Aber noch immer wirken die Verse des Schwärmers wie Anleitungen zum Leben… Continue Reading „49. Anleitungen zum Leben“
Die neun Kapitel sind klar geometrisch geordnet. Da denkt Hefter nach über die Schule des Tanzes, schreibt ein fein gegliedertes „Buch des Körpers“, überrascht mit einem „Pflanzenporno“, mit „Vierschanzengedichten“ über das Skispringen und einem „Handbuch der Pomologie“. Von den seltenen Apfelsorten, die Michael Hamburger… Continue Reading „48. „Artige Wortmauserei““
Der Basler Verleger Urs Engeler, der unter seinem Namen rund 15 Jahre lang ein so verdienstvolles wie hermetisches poetisches Programm konzipierte und darüber nicht nur Geld, sondern schließlich auch die Lust am Weitermachen verlor, dürfte einen Sinn für beide Positionen haben. Was er jetzt… Continue Reading „47. Liederlich“
– nämlich der Lyriker und Rezitator – wird am 29. August zum Abschluss der Internationalen Sommerserenaden im Odeon der SMTT in Sindelfingen präsentiert. / szbz
Mit gewitzter Courage fängt Elke Erb den Alltag in lautmalerischen Fließtexten ein. Rau und formal uneben sind die tagebuchartig komponierten Verse, gespickt mit Prosaspots und Reflexionen. Das Erb’sche Prinzip, eigene und fremde Lebensgrundmuster im Textfluss zu verdichten, kommt hier voll zum Zuge. Das vom… Continue Reading „45. Das Erb’sche Prinzip“
Eine angenehme Spannung brachte der Abend auch mit der Darstellung der sorbisch-serbischen Literaturbeziehungen. Poet Kito Lorenz, vor zwei Jahren mit dem internationalen Poetenpreis »Goldener Schlüssel Smederevo«, einer Stadt bei Belgrad, ausgezeichnet, und die Dichterin Roza Domascyna, selbst Teilnehmerin dieses Poesiefestivals in Serbien, rezitierten ihre… Continue Reading „43. Sorbisch und Serbisch“
Wendelmuth spannt seine Lyrik klar und mit meist passender Betonung über den von ihm komponierten Musikteppich. Dass er auf Sperenzchen wie rollendes „R“ oder übertrieben tiefe Stimme verzichtet, mag manche Hörgewohnheit unterlaufen, letztlich verstärkt es die Wirkung der Texte. / Andreas König, Märkische Allgemeine
Vor mehr als 25 Jahren legte er aber Farben und Pinsel beiseite und konzentrierte seine kreativen Kräfte ganz aufs Schreiben. Dabei half und hilft ihm Gabriela. Ihren Platz hat Gabriela auf dem Schreibtisch, den der Frankfurter Dichter vom Vater geerbt hat. Gabriela, das ist… Continue Reading „41. Eitelkeit verdummt“
Das Gesamtwerk des portugiesischen Schriftstellers Fernando Pessoa (1888-1935) ist auf Deutsch im Amman Verlag erschienen. Nach dem Ende des Zürcher Verlags, der in der ersten Jahreshälfte sein letztes Programm vorgelegt hat, übernimmt der S. Fischer Verlag die Ausgabe. Auch wenn der jüngste Band „Genie… Continue Reading „40. Genie und Wahnsinn“
Es sind Zeilen, die unter die Haut gehen. Sie entstammen einer Zeitungsanzeige, die am Freitag in der Berliner Tageszeitung „B.Z.“ erschienen ist. Adressiert ist das achtstrophige Gedicht an den Killer von Alexandra Spohn († 19). Am 7. August 1990, also vor 20 Jahren, wurde sie… Continue Reading „39. An den Mörder“
Anfang der 90er hatten übrigens nicht nur alternative Spinner aus dem Osten (L&Poe #32) was für Lyrik übrig – die taz hatte eine hervorragende Serie zur Weltlyrik. Das ist lange vorbei. Heute gibts da Gedichte fast nur noch auf der (satirischen) Wahrheit-Seite. Gestern „Der… Continue Reading „38. Gedichte mit Entschuldigung“
«Radiokunst» ist eine Sparte, die innerhalb der öffentlichrechtlichen Sender einen Freiraum bietet für experimentelle Künstlerarbeiten zwischen Sprache, neuer Musik und konzeptuellen Sounds. Etwas weiter umfasst der Begriff der «Ars Acustica» auch Arbeiten, welche nicht notwendig an das Medium «Radio» gebunden sind, sondern etwa als… Continue Reading „37. Ars Acustica“
Zehn Jahre ist Ernst Jandl nun tot. Die Lücke, die sein Ableben in die deutschsprachige Poesielandschaft riss, ist nicht überbrückbar. «nur den lesern bleibe ich», hatte er antizipiert, «noch ein weilchen dichterlich.» Dies trifft nicht nur auf die ständige Sprach- und Erkenntnisarbeit zu, die… Continue Reading „36. Jandl spricht“
Ingeborg Bachmanns Prosa und Lyrik war der Schriftstellerin Brigitte Schwaiger, die Ende Juli leblos in der Neuen Donau in Wien treibend entdeckt worden ist, Stütze und Trost. „Was wahr ist, streut nicht Sand in die Augen … / was wahr ist, rückt den Stein… Continue Reading „35. Was wahr ist“
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