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Veröffentlicht am 8. August 2010 von lyrikzeitung
Sein besonderer Blick auf geschichtlich geprägte Landschaften, die die Gegenwart in einem anderen Licht erschienen ließ, machte ihn zu einem zentralen Poeten in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Wie von den Gedichten Ingeborg Bachmanns und Paul Celans gingen von seiner „sinnlich vollkommenen Rede“ (Herder) neue Impulse aus. Während sich im Westen Deutschlands die Benn-Euphoriker und die „Nüssebewisperer“ das lyrische Feld teilten und im Osten Brecht-Schüler Hof hielten, entwickelte Bobrowski – von der Hölderlinschen Ode und von Klopstock her kommend – einen freirhythmischen Zeilenfall, der mit einer merkwürdig gefassten Trauer um versunkene Kulturen und menschliche Schuld einherging. / Dorothea von Törne, Die Welt
Nachbarschaft.
Von Johannes Bobrowski. Wagenbach, Berlin. 80 S., 8 Euro.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Dorothea von Törne, Johannes Bobrowski
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