Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
22 junge Dichterinnen und Dichter aus vier Ländern trafen sich vom 9. – 12.4.2015 in Bern zur 2. Babelsprech – Konferenz. Sie diskutierten über Positionen und Entwicklungen aktueller Lyrik, hörten Gastvorträge, verfassten und besprachen eigene Lyrik, und lasen an zwei Abenden im Rahmen von… Continue Reading „Babelsprech: Lyrik von jetzt“
Jene geben sich als Muttersöhne aus und werden schwer und übergross und leben noch ein Weilchen weiter. Felix Philipp Ingold
Peter Voß fragt Jan Wagner Gute Zeiten für Lyrik? Jan Wagner ist Lyriker, Sprachspieler und Naturbeobachter. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ sieht in ihm „einen der virtuosesten Lyriker, die wir gegenwärtig haben“. In seinen Gedichtbänden widmet er sich den kleinen alltäglichen Dingen und wurde dafür… Continue Reading „Gute Zeit für Lyrik?“
Was Welt ist, findet bei Schultens ihren Ausdruck, und zwar dort, wo sie uns am entfremdetsten zu sein scheint. Der, ich sag mal, „lyrische Skandal“, ohne den die Größe dieser Gedichte nicht wäre, besteht nun aber darin, daß jedes Gebilde für sich von enormer… Continue Reading „Die Größe dieser Gedichte“
Die große Suchbewegung Dorothea Grünzweigs, eine der beachtenswertesten deutschen Dichterinnen, die seit über 25 Jahren in Finnland lebt und mit leiser Zurückhaltung auftritt, also selten im hiesigen Literaturbetrieb, geht mit einer ihr eigenen kraftvollen Ruhe weiter. Imgleichen Zuge,wie sie sich entfalten, verdichten ihre sprachlichen Möglichkeiten sich… Continue Reading „Poetische Schöpfungsgeschichte“
Der britische Komponist Dom Bouffard wählt für sein Hörstück »WW1« (hr 2015; Ursendung Mi., 21 Uhr, hr 2 Kultur) Lyrik aus der Zeit des Ersten Weltkriegs als Bezugspunkt und bettet die Gedichte in seine Komposition ein. (…) Ein bewegendes Zeugnis der Notwendigkeit von Kunst gerade unter den schlimmsten… Continue Reading „Berliner Hörspielfestival“
In einem Essay zur „Poetologie des Alltagslebens“ sprach Peter Rühmkorf von den Ohrenreizen, „nach deren Pfeifenton wir tanzen“, und erörterte jene Stilmittel, derer sich seine liedhaften Gedichte, genauso aber auch seine Briefe bedienen, insofern „gewisse Silbenwiederholungen, Zweiklänge, Reime und gelegentlich auch bloße Assonanzen einen… Continue Reading „Ohrenreize“
…, der Grenzen nicht mühsam überschreitet, sondern sie gleich ignoriert. Die Grenze zwischen Lyrik und Prosa ohnehin, aber auch die zwischen Fußnoten und Haupttext, Historiographie, Fiktion und Autobiographie. Und auch vor Buchdeckeln macht er nicht Halt: Ob Kuhlbrodt Blogeinträge schreibt, Rezensionen, Reden, Erzählungen, Lyrik: immer… Continue Reading „Jan Kuhlbrodt ist ein Autor“
Zum Beispiel begegnet das lyrische Ich auf einer Hiddenseefähre dem Görlitzer Mystiker Jakob Böhme. Und wie Böhme sucht Sielaff in seinen Texten die Signaturen. Ein solches Vorgehen erfordert Mut, weil es sich dem Diskurs der Gegenwart entgegenstellt. Denn das Gegenwärtige, das sich selbst überhöht,… Continue Reading „Trotz ist auch Trost“
Ein Buch gegen die Wertigkeiten, die den Literaturbetrieb gemeinhin ausmachen: Aber nein, es muss kein Jahrhundertroman sein, heißt es dazu im neuen Buch von Gerhard Jaschke. Es muss noch nicht einmal ein Roman sein. „Kurumba oder Die nicht geschriebenen Sätze“ ist wohltuend unaufgeregt, wenn… Continue Reading „Strähnen – Stränge – Fäden“
pass auf – die ungeduldigen Wörter entwischen dir vorzeitig aus dem Mund Hansjürgen Bulkowski
Vom Eischlupf, der neue, von Dagmara Kraus herausgegebene Band, beinhaltet sechs Gedichte von Miron Białoszewski, die im polnischen Original abgedruckt und von insgesamt 16 Autor/innen nachgedichtet werden. Jedes Original wird durch 7 bis 16 variantenreiche Nachdichtungen begleitet. In den Varianten kann man einen Bogen… Continue Reading „Vom Eischlupf“
Kroatien – den meisten von uns fallen zu diesem Land sonnige Küsten an der Adria ein. Manche erinnern sich auch an den Krieg in den neunziger Jahren. Viele werden feststellen, dass sie eigentlich wenig über das Land wissen. An Literatur und Gedichte werden die… Continue Reading „Kroatische Lyrik“
Genschel setzt auf die große Verweigerung, auf die Abwehr aller gefälligen Literaturrituale, auf Poesie als Störfall. Den einzigen Weg für eine widerständige Poesie sieht sie im Gekritzel, im Durchstreichen der dichterischen Aura, in der Destabilisierung der Textautorität. Ihre Graphomanie setzt dabei auf einen extremen… Continue Reading „Poesie als Störfall“
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