Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Burg Ranis | Lyrik im Konzert präsentiert in diesem Jahr eine Mischung einzigartiger lyrischer Persönlichkeiten. Seit Jahren dichtet Thomas Kunst um sein Leben. Liebe ist bei ihm nicht sachlich, Zorn nicht wohltemperiert. Er schreibt von Obsessionen, Süchten, Sehnsüchten, er lauscht dem Dasein die Musik… Continue Reading „Burg Ranis – Lyrik im Konzert“
Die Erinnerung an den Eckernförder Dichter und Lyriker Wilhelm Lehmann ist lebendig. Das zeigte der Freitagabend, als auf Einladung der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft viele Gäste zum Ratssaal kamen. Die Eckernförder Literaturgesellschaft stellte diesmal – und im bereits 11. Jahr ihres Bestehens – wieder eine geglückte Verbindung… Continue Reading „Eckernförder Quartett“
Ausverkauft in Münster.Die Westfälischen Nachrichten berichten: Lyriker Thomas Kunst (Leipzig) begeistert mit trockenem Humor, unprätentiöser Erscheinung im orangen Kapuzenshirt und Coolness. Sein Text von der Suche eines Mannes, der so lange am Strand neben einer Frau herläuft, „bis wir uns lieben“, bleibt im Kopf,… Continue Reading „Alle Dichter sind Amerikaner“
„Alle haben mich angespuckt, vom 14. Lebensjahr an“, klagte Dino Campana in einem Brief. Doch sofort ergänzte er: „Ich hoffe, irgendeiner wird mich am Ende anstechen. Wisset aber, dass ihr keine Eiterbeule anstecht, sondern den höchsten Alchimisten, der aus dem Schmerz Blut gewonnen hat!… Continue Reading „Verkannter Avantgardist“
Der Schweizer Komponist Beat Furrer schrieb eine Oper um den italienischen Dichter Dino Campana (1885-1932), der Eugenio Montale, Giuseppe Ungaretti, Cesare Pavese oder Pier Paolo Pasolini inspirierte. Die Oper, «la bianca notte», wurde am Sonntag in Hamburg uraufgeführt. Wenn Campanas Sprache mit Straffungen und Dehnungen der Zeit arbeitet,… Continue Reading „Dichter-Oper“
Wladimir Majakowskis oftmals beschworene «Tragik» besteht keineswegs darin, dass er sein einzigartiges Talent an die parteiliche Rhetorik verschwendet hat, vielmehr darin, dass er sein Dichter- und Künstlertum niemals ganz zu unterdrücken vermochte. Dies wird man nun in vielen bisher unbekannten Einzelheiten endlich verifizieren können:… Continue Reading „Neue Majakowskiausgabe“
An einer der intensivsten Stellen variiert Beyer Inger Christensens Formel «es gibt» aus dem Gedicht «Alphabet» über zwei Seiten hinweg: «Es gibt Badezimmer und Bahnhöfe und Offiziere und Teppiche. / Heideggerbücher und Glastischchen und Fernsehstudios und Männer in grünkarierten Hemden gibt es. / Linienbusse… Continue Reading „Es gibt Heideggerbücher“
Der Titel des stattlichen Gedichtbandes „Das Imaginäre und unsere Anwesenheit darin“ von Horst Samson, ediert 2014 beim getreuen Verleger südosteuropäischer Literatur Traian Pop in Ludwigsburg, hat mich ins Grübeln gebracht. Sind wir im Imaginären anwesend oder ist das Imaginäre in uns präsent? Wohl beides,… Continue Reading „Chronist der Auswanderungszeit“
jetzt, tief im eigenen Leib spürst du nicht die Zeit – nur den lautlosen Rhythmus des Herzschlags Hansjürgen Bulkowski
Junge Menschen, die von der realen Welt angewidert sind, lesen Gedichte. Schauspielschülerinnen, die Blumen an ihrem Fahrrad befestigen, Kleider aus den Fünfzigerjahren tragen und zu Recht nichts mit den imaginären „anderen Menschen“ zu tun haben wollen, lesen Gedichte. Ich hatte als junger Mensch Borcherts… Continue Reading „Frau Sybille spricht von sich, also vom Gedicht“
Professor Swianiewicz, einer der wenigen Überlebenden, beschreibt eine Szenerie aus dem Frühjahr 1940 (…): „Ein Kordon von NKWD-Soldaten mit aufgepflanztem Bajonett hatte den Zug umgeben. Ein kleiner Bus mit weiß angemalten Scheiben fuhr rückwärts an einen Zugwaggon heran. 30 Personen stiegen ein, dann fuhr er… Continue Reading „Katyn, Frühjahr 1940“
Charles Bernstein (Jahrgang 1950) ist Dichter, Theoretiker, Herausgeber und Literaturwissenschaftler. Der Harvard-Absolvent und Professor für Englisch und Vergleichende Literaturwissenschaft an der University of Pennsylvania gilt als einflussreicher Mitbegründer und herausragender Vertreter der „language poetry“. Diese avantgardistische Strömung bildete sich aus der von Bernstein Ende… Continue Reading „Schwierige Gedichte?“
Ohne Frage, in Angelegenheiten der Rhythmik, des Reims und der Lautmalerei („schwirren in scharen, im warmen mief,/ wimmeln am schwangeren nil im schilf“ u.s.w.) kann Sina Klein mit jedem Rapgesang und Ringelnatz, mit jedem Morgenstern und Mallarmé mithalten. Auch ihre Metaphern und Bildwelten bezieht… Continue Reading „Sehr“
Der Umgang mit dem Lyriker Jan Wagner zeigt, dass sich Debattenkultur und konzentrierte Lektüre ausschließen. Dem Feuilleton fehlt das literarische Rüstzeug. Schreibt Sören Heim bei The European. Zitat: Quer durch die Feuilletons überwogen oberflächliche, romantisierende Betrachtungen über Dichtung, in denen die Auseinandersetzungen mit Wagner am… Continue Reading „„Die Lyrik blüht? Die Kritik darbt““
Bei Signaturen ein polemischer Essay von Jan Kuhlbrodt, Auszug: Die Antwort auf die vermeintliche Krise des deutschen Films – Die Neue Deutsche Komödie Die Antwort auf die vermeintliche Krise des deutschen Romans – Das Neue Erzählen Die Antwort auf die vermeintliche Krise des deutschen… Continue Reading „Neobiedermeier“
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