Kategorie: Deutschland

116. Lyrikstationen 2009 (8)

Fortsetzungsessay von Theo Breuer 8 Orte der Augen Gedichte, meine kleinen Archen in der nacht setzen wir einander fort: die perspektive einer nahen landschaft zweier körper, deren wölbungen zueinander fließen in atemgeräuschen. auf fingerspitzen lesen wie die spuren unsrer haut, wie wellen eines meeres,… Continue Reading „116. Lyrikstationen 2009 (8)“

115. Der fremde Text

In der FR vom 17.12. ein offener Brief von Harry Oberländer an Richard Wagner zur Verteidigung von Werner Söllner. Schluß: Als jemand, der das Glück hatte, sich nicht in einem totalitären System bewähren zu müssen, bin ich nicht bereit, mich auf einen Richterstuhl zu… Continue Reading „115. Der fremde Text“

113. Niemandem geschadet?

In der FAZ vom 16.12. schreibt der – ebenfalls aus Rumänien stammende – Schriftsteller Richard Wagner über die „IM-Affäre Werner Söllner“: Bei einer weiteren Begegnung überreicht Walter als Mitbringsel die rumänische Fassung eines Langgedichts von Johann Lippet „Der gewesene Selbstmordgang der Familie“. Der Kommentar… Continue Reading „113. Niemandem geschadet?“

112. Lyrikstationen 2009 (6/7)

Fortsetzungsessay von Theo Breuer 6 Exemplarischer Buchstabe B, exemplarisch It’s running and re-running non-stop Ein Tag unter vielen An kommunalen Bauten blühen die Geranien, und jemand, der mich haßt, zieht seinen Hut und grüßt – Um sieben schlägt es sieben, weiter nichts. Es wird… Continue Reading „112. Lyrikstationen 2009 (6/7)“

110. Return of the Volksgeist

In den NPQ (New Perspectives Quarterly) ein interessantes Gespräch mit Isaiah Berlin, der Parallelen zwischen dem „backlash“ in der deutschen Geschichte nach Demütigungen durch Frankreich zwischen 1670 und 1919 und nationalistischen Bewegungen nach dem Zusammenbruch des Ostblocks zieht. Einleitung und Ausschnitt: Sir Isaiah Berlin,… Continue Reading „110. Return of the Volksgeist“

108. Weibliche Herrlichkeit

Er war ein Revolutionär, kein Umstürzler. Claudio Monteverdis „neue“ Musik und die Tradition stehen in seiner Marienvesper einträchtig nebeneinander. Das 1610 veröffentlichte, erste konzertante Großwerk am Beginn des Barockzeitalters verbindet Geistliches mit Weltlichem. Die Vesper wächst zu einem Kunstwerk heran, das sowohl in der… Continue Reading „108. Weibliche Herrlichkeit“

107. Rap Battle

Genau wie im Odysseum geht es auch beim Rap Battle um interaktives Lernen und erleben. „Jugendliche, die bislang mit Lyrik nichts am Hut hatten, fangen beim Rappen auf einmal an, Lyrik zu produzieren und Gedichte zu schreiben – auch wenn sie das nicht so… Continue Reading „107. Rap Battle“

104. Danish-German poetry reading

Dansk-tysk forfattertræf III Gastgeber: Martin Glaz Serup Donnerstag, 17. Dezember 2009 20:00 – 23:00 Ort: De nordiske ambassaders fælleshus (kantinen), Rauchstr. 1 Lesung mit / Oplæsning ved Adrian Kasnitz, Sünje Lewejohann, Lene Rikke Bresson og Martin Glaz Serup Information: http://www.nordischebotschaften.org Tilmeldinger: info@berlinaut.dk http://www.berlinaut.um.dk/da/menu/Nyheder/DansktyskForfattertraef3Runde.htm

103. Horst-Bienek-Preis für Dagmar Nick – Auszeichnung für Lyrik Kabinett

Mit Dagmar Nick zeichnet die Bayerische Akademie der Schönen Künste eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des Zeitraums nach 1945 aus. Der mit 10 000 Euro dotierte Horst-Bienek-Preis für Lyrik würdigt das umfangreiche Gesamtwerk der Dichterin. Am Dienstag (15. Dezember, 19.00 Uhr) wird Nick die… Continue Reading „103. Horst-Bienek-Preis für Dagmar Nick – Auszeichnung für Lyrik Kabinett“

101. Lyrikstationen 2009 (4)

Fortsetzungsessay von Theo Breuer 4 Unübersetzbar – Die gelenkige Sprache das Englische Strike, churl; hurl, cheerless wind, then; haltering hail May’s beauty massacre and wisped wild cloud grow Out on the giant air; tell Summer No, Bid joy back, have at the harvest, keep… Continue Reading „101. Lyrikstationen 2009 (4)“

99. Hölderlin im Blut

„Doch gut ist ein Gespräch und zu sagen/Des Herzens Meinung“, schreibt Friedrich Hölderlin in seinem Gedicht „Andenken“, das mit der bekannten Zeile endet „Was bleibet aber, stiften die Dichter“. Der Leiter der Volkshochschule Hartmut Boger hat sich mit dem eben von ihm durchgeführten Einabendseminar… Continue Reading „99. Hölderlin im Blut“

94. Der Akte sei Dank

Der rumänien-deutsche Lyriker Werner Söllner lieferte 1971 bis 1974 „Expertisen“ für den rumänischen Geheimdienst Securitate. Danach sagte er sich los und wurde zum Beobachtungsobjekt. Seit 1982 lebt er in der Bundesrepublik. Vor einer Woche gab er auf einer Konferenz in München, auf der sich… Continue Reading „94. Der Akte sei Dank“

93. Das Heilige

Das Heilige ist noch immer, was es einmal war: ein von Menschen geschaffenes Mysterium, das Physischem metaphysische Bedeutung verleiht. So ließe sich die beruhigende Seite dessen zusammenfassen, was der österreichische Dichter Raoul Schrott im Renaissance-Theater vortrug. Im Rahmen der Berliner Lektionen als „poeta doctus“,… Continue Reading „93. Das Heilige“

92. Lyrikstationen 2009 (3)

Fortsetzungsessay von Theo Breuer Scylla und Charybdis – Im Salinenland Was soll ein Vers, der keine Zumu­tung ist? fragt Christoph Meckel noch einmal, wäh­rend ich mich in Katrin Marie Mertens Salinenland aufhalte. Beseelt von Friederike Mayrö­cker (dieses lichtblaue Paradies im offenen Fenster) und Gerard… Continue Reading „92. Lyrikstationen 2009 (3)“

89. IM und Spitzel?

Ehe keine Kopie der (handschriftlichen?) Originalberichte von Werner Söllner vorliegt, lässt sich nicht darüber urteilen, ob er jemandem zum Schaden oder (wie offenbar im Fall des Klausenburger Germanisten Michael Markel) zu dessen Gunsten berichtet hat. Ich weigere mich allerdings zu glauben, dass er ein… Continue Reading „89. IM und Spitzel?“