Kategorie: Deutschland

4. „ostdeutsch verwundet und westdeutsch / verwaltet“

Was bleibt, nach einem halben Leben in einem Land, das die existenzielle Heimatlosigkeit nie aufheben konnte, ist ein ätzender Sarkasmus. Es klingt wie ein bitterer Schlussakkord, wenn Drawert in einem New York-Zyklus aus dem Jahr 2010 noch einmal seine Biografie resümiert. „Mein Land“, heißt… Continue Reading „4. „ostdeutsch verwundet und westdeutsch / verwaltet““

3. Gedicht

DER OZEAN GEFALTET, MIT VERLAUB, Es waren zwei, zwei Ozeane, fein Gefaltet, laß die Arme Segel sein, Die oben an die Wolken stoßen, Staub, Nur Flocken, Staub, Kondomverpackungsschnitzel, Gedachte Katzen, Haus als Außenpfosten, Dies Wurzelnwünschen gab es nie im Osten, Maskara, Puder, Lippenstiftgekritzel. Sie… Continue Reading „3. Gedicht“

1. Rauschwelten

Um das Rauschpotenzial geht es ihr. Um das Rauschen der Welt und um das Rauschen der Sprache. Für das Leben sei es genauso Bedingung wie für die Literatur, so Judith Zander in ihrer Rostocker Poetik-Vorlesung „Störquellen. Poetik des Rauschens“. Das Mehrdeutige, das Verstörende, die… Continue Reading „1. Rauschwelten“

149. Teufel

Die Besonderheit des Issatals liegt in der Zahl seiner Teufel. Sie ist dort größer als sonstwo. (…) Es ist wahrscheinlich, daß die Teufel, da sie die abergläubische Bewunderung des Volkes für die Deutschen kennen – Menschen des Handels, der Erfindung und der Wissenschaft –, sich… Continue Reading „149. Teufel“

146. Hilles Werk

Zu den lehrreichsten Schwierigkeiten, die Hilles Schaffen aufwirft, gehört der unklare textgenetische Status der Manuskripte, sogar der Publikationen zu Lebzeiten. Zu den in Zeitschriften veröffentlichten Gedichten gibt es oft handschriftliche Varianten, bei denen sich kaum entscheiden lässt, ob es sich um Vorarbeiten, Revisionen oder… Continue Reading „146. Hilles Werk“

144. Für Tänzer

Friedrich Nietzsche „Scherz, List und Rache.“ Vorspiel in deutschen Reimen. (Die fröhliche Wissenschaft)     13. Für Tänzer. Glattes Eis Ein Paradeis Für Den, der gut zu tanzen weiss.   Vgl. auch Nietzsches Schreibmaschine: Brief Friedrich Nietzsches an Heinrich Köselitz, Genua, 17. Februar 1882.… Continue Reading „144. Für Tänzer“

141. Hellerbernd

Grabsteine, Kruzifixe und Monstranzen hat er geschaffen, und auch Krippen und Kriegerehrenmale: Der Bildhauer Bernd (Bernhard?) Heller [Helle?], genannt Hellerbernd, gehört zu den bekanntesten emsländischen Künstlern – reich geworden ist er mit seinen Werken nicht. Über sein Leben und Wirken sprachen die Heimatforscher Gerd… Continue Reading „141. Hellerbernd“

140. Sonett

ICH SEH GESPENSTER, SO WIRD NACHT GEMACHT, Das Geistersehen ist präziser, Eleganz Der schwarzen Schenkungen, Milieu Balance, An Springkraut und an Francis B. gedacht. Nichts wiederfinden, Kompetenzdiät, Das Schubsen vor dem Wechsel, ärmeln, tasten, Gedichte und ihr postmodernes Fasten Aus Lässigkeit und Radikalität, Spagat im Minus, sinnliche Präsenz, Die Macht… Continue Reading „140. Sonett“

139. „Böhmen am Meer“

gilt seit Ingeborg Bachmanns Gedicht als zumeist literarische Projektion eines utopischen Idealzustands, aber in der Realität grenzte Böhmen bereits unter Ottokar II. Premysl an die Adria und das Böhmen Karls IV. an die Ostsee. / Ö1 (Shakespeare nicht zu vergessen. In dessen „Wintermärchen“ gibt… Continue Reading „139. „Böhmen am Meer““

138. Sommernachtsgezwitscher

Hört ihr das, so höhnte eine Stimme auf einem Greifswalder Hof. Ich saß beim zweiten Bier am dritten Tisch und schrieb das Protokoll. Die Stimmen sprachen über die Politlyrikaktion einer Hamburger Wochenzeitung. Da haben sie, sprach die Stimme, lauter Dichter ausgewählt, die gar keine… Continue Reading „138. Sommernachtsgezwitscher“

137. Enzensberger in Zürich

Tatsächlich zeigte sich Enzensberger in Zürich nicht nur als beispielloser Wortkünstler, sondern beglückte das Publikum auch mit seinen pointierten, von geistiger Beweglichkeit zeugenden Beobachtungen und Einsichten, die er manchmal mit einem bubenhaften Kichern unterstrich. Da es um das Thema Übersetzung ging, skizzierte Enzensberger eingangs… Continue Reading „137. Enzensberger in Zürich“

134. Fußballlyrik

Der Bayer Paul Thaller (50) alias Verserl-Paule wird über jedes der 32 Spiele ein Gedicht verfassen. Jeweils auf Oberbayerisch und auf Hochdeutsch. / B.Z.

131. INSKRIPTIONEN & OSTRAGEHEGE präsentieren Ulrich Hachulla

Am 1. Juli 2011 ab 18 Uhr wird das Erscheinen der vierten Ausgabe der INSKRIPTIONEN mit einer Ausstellung von Ulrich Hachulla gefeiert. INSKRIPTIONEN und OSTRAGEHEGE veranstalten gemeinsam ein literarisches Sommerfest, zu dem 100 Exemplare der INSKRIPTIONEN No. 4 zum Signieren ausgebreitet auf den Tischen liegen… Continue Reading „131. INSKRIPTIONEN & OSTRAGEHEGE präsentieren Ulrich Hachulla“

130. Jakarta Berlin Arts Festival

http://www.jakarta-berlin.de Montag, 27.6., 18 Uhr Zwischen den Welten – Literatur Lesung und Gespräch mit Agus Sarjono und Brigitte Oleschinski, Moderation Berthold Damshäuser Dienstag, 28.6., 18 Uhr Zwischen den Welten – Literatur Lesung und Gespräch mit Jamal D Rahman und Uwe Kolbe, Moderation Berthold Damshäuser… Continue Reading „130. Jakarta Berlin Arts Festival“

128. „Nur wenn sie richtig inszeniert wird, wird sie zugänglich“

Lyrik ist ähnlich wie Musik: Nur wenn sie richtig inszeniert wird, entfaltet sie ihre volle Schönheit und wird dem Rezipienten zugänglich*. Um das zu erreichen, haben sich das Deutsche Institut der Johannes Gutenberg-Universität und die Innenarchitekten der FH im Rahmen von „Stadt der Wissenschaft“… Continue Reading „128. „Nur wenn sie richtig inszeniert wird, wird sie zugänglich““