26. Liebesgedichte, Hassgedichte, Mittendrin-Gedichte

Christoph W. Bauer, Hausacher LeseLenz-Stipendiat von Juli bis September 2010, bewältigt in seinem Liederzyklus „mein lieben mein hassen mein mittendrin du“, den er in Hausach fertiggestellt hat, den Spagat zwischen scheinbaren Gegensätzen. Liebesgedichte, Hassgedichte, Mittendrin-Gedichte enthält das Werk mit dem programmatischen Titel, das demnächst veröffentlicht wird. Der Österreicher Christoph W. Bauer behandelt in seinem Zyklus alle Phasen einer Liebe, vom ersten zarten Kennenlernen über die unerbittliche Routine des Alltags bis zum abgrundtiefen Hass bei der Trennung.

Der Clou dabei: Bauer lässt sowohl den Klassiker Catull als auch den Punk in Gestalt der Toten Hosen sprechen. Ein Widerspruch? Nein, denn Catull und die Toten Hosen sind eben nur scheinbare Gegensätze, wie Bauer betont: „In meinem Liederzyklus geht es um verschiedene Stationen der Liebe, und dieses Thema ist in der Literatur immer gleich behandelt worden, ob nun bei einem römischen Klassiker oder bei einer Punkband. Daher sind es nur auf den ersten Blick Gegensätze.“

Catull und die Toten Hosen habe er gewählt, weil diese seine stetigen Wegbegleiter gewesen seien, früher wie heute, erklärt Bauer. So lasse er sie in den Gedichten sprechen: „Beide werden direkt zitiert, die Texte wechseln zwischen hoher Sprache und der Sprache der Punks.“ / Marijana Babic, Schwarzwälder Bote

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