Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ab 1946 lebte Rose Ausländer wieder in New York. Neue Gedichte schrieb sie in englischer Sprache, so verhasst war ihr alles Deutsche geworden. 1956 gelang es ihrer Dichterkollegin Marianne Moore, sie zu überzeugen, wieder in ihrer Muttersprache zu schreiben. Die Begegnung mit Paul Celan… Continue Reading „8. Rose Ausländer aus Czernowitz“
Eine der zumindest in Deutschland verkanntesten Eigenschaften des Reims drückt der bulgarische Dichter Atanas Daltschew so aus: „Der Reim ist auch ein Element des Humors.“ Hätte Günter Grass, der das hier noch wußte, seine politischen Gedichte gereimt, wären sie weniger bierernst-bärbeißig dahergekommen. Ob Ulf… Continue Reading „5. Gereimt“
Ein gereimtes Gedicht mobilisiert die Massen… der Blogger zumindest. So beim notorischen Freitag: Ulf Dunkel ǀ Nachruf für einen aufrechten Demokraten — der Freitag http://www.freitag.de/autoren/…/nachruf-fuer-einen-aufrechten-demokrate… vor 1 Tag – Man hat es mal wieder geschafft. Der Zentralrat der Juden in Deutschland bestimmt, wer in Deutschland gewählt… Continue Reading „4. Fast alle“
Große Gedanken im kleinen Format Dank des Kurznachrichtendienstes Twitter ist der Aphorismus in Form des Mikroblogging eine auflebende Form. Bestand die Modernität des Aphorismus bisher in seiner Operativität, so entspricht diese literarische Form im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit der Denkgenauigkeit der Spätmoderne. Es ist… Continue Reading „3. Twitteratur“
Im Januar 2013 startet „lyrix“ in die sechste Wettbewerbsrunde. Wie im vergangenen Jahr werden wir jeden Monat zu Gast in einem anderen Museum sein. Im Zentrum der zwölf Monatsthemen steht 2013 ausschließlich zeitgenössische Lyrik. Gemeinsam mit dem Deutschen Museumsbund wurden auch für 2013 wieder… Continue Reading „2. »lyrix« 2013: Zeitgenössische Lyrik im Museum“
… von beat pop zum ätherischen gedicht von verlegenheitsversen zu gelegenheitsgedichten von sonnenstrahl und thunderstorm zu schneegestöber von kinovativer sp∙r∙a∙c∙h∙sch∙r∙öpf∙ung zu kongenialer nachempfindung hommage remix und anverwandlung vom poesie aller länder und zeiten in die zange nehmenden gedicht des poeta doctus zum naiven notat… Continue Reading „1. Auf ein Neues“
Die Beschneidungsdebatte um den niedersächsischen Grünen-Landtagskandidaten Ulf Dunkel ist vorerst beendet: Der 50-Jährige zog am Montag die Konsequenzen aus der scharfen Kritik an seinem Gedicht zur Beschneidungspraxis. Dunkel werde im Fall eines Wahlsiegs auf sein Mandat verzichten, sagte Michael Jäger vom Grünen-Kreisverband Cloppenburg am… Continue Reading „122. Das Letzte“
Blasphemische Anwandlungen befallen den in Religionsfragen* sonst** ehrfürchtigen*** Dichter****, wenn es um Sexualmoral, Lust- und Liebesverbote aus priesterlicher Warte geht. Das berühmte ‚Tagebuch‘ von 1810 feiert zwar die eheliche Treue, aber es zeigt, dass ihr Unterpfand eine ‚Neigung‘ ist, die sich mit ‚Begierde‘ verbindet.… Continue Reading „120. Kreuz und Phallus“
Speziell gegen den Feuilleton-Journalismus hegt er einen tiefsitzenden Groll: ‚Dem Dichter schwant’s, dem Jornalisten entet’s‘. / Die Süddeutsche Zeitung über den Schriftsteller Uwe Dick, der am 21.12. 70 Jahre wurde.
Es gibt auch verlorene Gedichte, schrieb ich vor 13 Jahren in der Beschreibung des Plans meiner Online-Anthologie. Eins verlor sich im Mai 2011. Michael Gawenda hatte auf Facebook ein Gedicht von August Wilhelm Schlegel gepostet und mit einer freundlichen Widmung versehen: allen nichtshörenden, staatsstolzen germanisten… Continue Reading „118. Verlorene Gedichte“
Der Schwarzwälder Bote sprach mit Matthias Kehle: Gedichtaufbau, Zeilenanordnung und -zusammenhang verlangen vom Leser aktive „Mitarbeit“, nicht nur bloßen Konsum. Verlocken Sie ihn damit bewusst zum Verweilen und Hinterfragen, oder sind das zeitgeistkonforme methodische Mätzchen? Ich möchte zum Verweilen und zum Hinterfragen verlocken und… Continue Reading „115. Erkenntnisräume“
Anfang der 1970er Jahre begann Ruth Wolf-Rehfeldt ihre typischen Schreibmaschinengrafiken (Typewritings) zu entwickeln und sich am internationalen Netzwerk der Mail Art zu beteiligen. 1990 stellte sie ihre künstlerische Arbeit ein. 2012 entdeckte Die Weserburg – Das Museum für Moderne Kunst in Bremen ihr graphisches… Continue Reading „113. Typewritings“
Von 1986-1988 erschienen seine ‚Gesammelten Werke‘ im Verlag Zweitausendeins. Sie durch eine Briefedition zu ergänzen, war immer geplant, doch wollten sich nach dem Verkauf von Zweitausendeins die neuen Eigentümer nicht auf das Wagnis einlassen. Zum Glück hat der kleine Berliner Verbrecher-Verlag, in dem auch… Continue Reading „107. Richtig beese“
Zentral der zehnteilige Zyklus „das schwarzbuch die farbfotos“, für den Wenzel beim diesjährigen Lyrikpreis Meran ausgezeichnet wurde. Ein Album in Worten, in dem in dokumentarischer Präzision eine kleine Welt fortlebt, die über Jahrhunderte für die Region zwischen Ruhr, Lippe und Emscher prägend war. Gute… Continue Reading „104. Wortaufbewahrung“
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