Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Daniel Casper von Lohenstein (* 25. Januar 1635 in Nimptsch; † 28. April 1683 in Breslau) Die vortrefflichkeit der küsse Auszüge 1. Nectar und zucker und safftiger zimmet/ Perlen-thau/ honig und Jupiters safft/ Balsam/ der über der kohlen-glut glimmet/ Aller gewächse versammlete krafft/ Schmecket/… Continue Reading „Vortrefflichkeit der Küsse“
Hertha Kräftner (* 26. April 1928 in Wien; † 13. November 1951 ebenda) „ANNA“, sagte der Mann, „ich fahre jetzt heim. Im Schlafwagen … Ich wollte immer schon einmal im Schlafwagen reisen, aber es war mir zu teuer. Anna? Freust du dich nicht? Es… Continue Reading „Anna“
Berit Glanz Eine Secession ist eine Abspaltung, ist eine Trennung, ist eine Loslösung. Wo einmal ein Ganzes war, sind nun Gegenüber Warum sich in einer Gruppe auflösen, wenn am Schluss die Teilung steht? Die Zurückgewiesenen ziehen weiter Aus der Secession wird eine Neue Secession… Continue Reading „Partikel“
Das neuste Heft der immer noch famosen Lyrikheftreihe Poesiealbum – Gedichte von Christa Reinig auf 32 Seiten, ausgewählt von Matthias Biskupek, Grafik Angela Hampel. 5€ Das Jahr 1945 gesehen im Jahre 1945 Wir sind dabei, den Leibgurt zu zerkauen, und keiner mehr, der noch… Continue Reading „Das Jahr 1945“
Dieter Roth (* 21. April 1930 in Hannover; † 5. Juni 1998 in Basel) Aus: Zwischen den Zeilen. Zeitschrift für Gedichte und ihre Poetik. Hrsg. Urs Engeler. #4, August 1994, S. 98
Jenny Schon Für den Dichter und Graphiker Günter Bruno Fuchs (* 3. Juli 1928 in Berlin; † 19. April 1977 Berlin) 1969 zum Beispiel …geöffnet fliegt Otto Lilienthal uns entgegen auf einem Holzschnitt von dir im Berlin-Jahrbuch der Neuen Rabenpresse von V.O. Stomps Du… Continue Reading „Für Günter Bruno Fuchs“
Günter Bruno Fuchs (* 3. Juli 1928 in Berlin; † 19. April 1977 ebenda) Fibel 1 Was war er denn? Er ist gewesen. 2 Was tat er denn? In einer Fibel lesen. 3 Was las er da? Ich weiß nicht mehr. 4 Besinn dich… Continue Reading „Was war er denn? Er ist gewesen.“
Christian Hofmann von Hofmannswaldau (getauft 25. Dezember 1616 in Breslau; † 18. April 1679 ebenda) Gedancken bey Antretung des funffzigsten Jahres. 1. MEin Auge hat den alten Glantz verlohren / Ich bin nicht mehr / was ich vor diesem war / Es klinget… Continue Reading „Gedancken bey Antretung des funffzigsten Jahres“
Sarah Kirsch (* 16. April 1935 in Limlingerode, Kreis Nordhausen; † 5. Mai 2013 in Heide (Holstein) LIEBER ZU ZWEIT VERHUNGERN ALS EINZELN In goldenen Wagen spazierenfahren: Gefahren Gefahren überall für unsere Treuen unbescholtenen Seelen Mein Freund bis hierher und nicht weiter Einer Sey… Continue Reading „Lieber zu zweit verhungern“
Es steht nicht im Meyer und auch nicht im Grimm – und es existiert doch. Für das Wort „Flutgelall“ fand ich zwei Belege. Beide stehen unter dem Titel „Pegnesisches Schäfergedicht“ – eine Kollektivdichtung des „Pegnesischen Blumenordens“, das war eine der vielen Sprachgesellschaften des 17.… Continue Reading „Das Flutgelall“
Bei Sibylla Schwarz lernt das Sonett tanzen, schrieb Walter Hinck. Bei Johann Christian Günther, gut drei Generationen später, lernt sogar das Gelegenheitsgedicht tanzen. Hier die erste Strophe eines Hochzeits-Glückwunsch-Gedichts. Johann Christian Günther (* 8. April 1695 in Striegau/Schlesien; † 15. März 1723 in Jena)… Continue Reading „Nur fort, vergnügtes Paar“
Erich Mühsam (geboren am 6. April 1878 in Berlin; gestorben am 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg) Lumpenlied Kein Schlips am Hals, kein Geld im Sack. Wir sind ein schäbiges Lumpenpack, auf das der Bürger speit. Der Bürger blank von Stiebellack, mit Ordenszacken auf… Continue Reading „Lumpenlied“
Sibylla Schwarz (24. Februar 1621 Greifswald – 10. August 1638 ebenda) Triumph Lied über die Aufferstehung CHRJSTJ. LAst uns frölich Alleluia singen / last uns frölich und vohn… Continue Reading „Ein Osterlied“
Peter Huchel (* 3. April 1903 in Lichterfelde bei Berlin; † 30. April 1981 in Staufen) Der Knabenteich Wenn heißer die Libellenblitze im gelben Schilf des Mittags sprühn, im Nixengrün der Entengrütze die stillen Wasser seichter blühn, hebt er den Hamen* in die Höhe,… Continue Reading „Der Knabenteich“
Am 1. April 2005 starb Thomas Kling. Hier zum Anlaß ein Gedicht aus dem Band Sondagen (DuMont 2002), wiederabgedruckt in Band 3 der 4bändigen Werkausgabe bei Suhrkamp 2020. Eigentlich handelt es sich um eine Übersetzung einer antiken Dichterin, Nossis, die um 300 vor unserer… Continue Reading „Nossis / Kling“
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