Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Anziehung Nebel zieht auf, das Wetter schlägt um. Der Mond versammelt Wolken im Kreis. Das Eis auf dem See hat Risse und reibt sich. Komm über den See. aus: Sarah Kirsch: Zaubersprüche. Berlin und Weimar: Aufbau Verlag 1973, S. 5.
Silke Peters Wassernüsse, vermißt in Moore, Speicher der Sonnen fielen hinein Erinnerungsnüsse krallen im Grund Muster über Muster zu lesen Und dunkle Wasser halten Ungeheuer fest, einen halben Tag lang tief. sind Männer im Moor ertrunken, wie die Sonnen Ein Pesthauch weht schillernd. wie… Continue Reading „34. Meine Anthologie 10: Zaubernüsse“
Demus‘ anteilnehmende und in Bezug auf Dichtung, Philosophie und Kunst so feinsinnige Briefe werden Celan nach dem Weggang aus Wien nach Paris bald veranlassen, den Jüngeren mit „Bruder“ anzureden, eine Anrede, die lange Zeit von beiden beibehalten wird und in Celans gesamter Korrespondenz singulär… Continue Reading „32. Das Bodenlose“
Mit sechzig plus hat man seinen Beitrag für die Fortdauer der Gattung längst abgeleistet und wird entspannter. Das ist die hohe Zeit des Maul-Eros. Als rüstiger Verbalerotiker kann man sich auf die Vorarbeit der Altvorderen stützen. Brecht, Martin Walser oder Friedrich Schlegel konnten immer… Continue Reading „31. Geschwollener Schweinkram“
Südliches Sonett An weiße Mauern scheint die Sonne streng und friedlich, ein schwerer Hauch von Nichts und Allem rührt die Pinien, und Bänke schmücken leer den Dorfplatz. Unermüdlich trennt Schatten Staub von Staub mit immer neuen Linien. Die Welt ist fern und nah, so… Continue Reading „28. Abessinien“
Denke global, handle „verrückt“ (wie wir Lateiner sagen). Folgende Nachricht erreicht mich: am freitag, also heute, wird um 20 oder 21 uhr (genaueres auf dem fleischervorstadt-blog) eine aktion am ajz-ground-zero stattfinden. unter der losung „kulturelle raumerhaltung ist unsere art von stadtverwaltung“ oder so ähnlich… Continue Reading „27. Act loco“
Für Laudatorin Petra Ganglbauer sind die Gedichte von Silke Peters „aufgeladen; knisternde, kurze Stücke, die Zeit lassen, die Raum lassen für ihre Fortschreibung im Kopf des Lesers oder der Leserin“. Sie seien geheimnisvoll, „mit ungewöhnlichen Fährten und bewusst gesetzten Entgleisungen ausgestattet“. Ihre Gedichte „schillern… Continue Reading „25. Ihre Gedichte leuchten“
… so auch in Greifswald, Domstraße Ecke Hirtenstraße. Nicht nur weil dort im Torbogen immer noch in Kreide die Namen 1933 verbrannter Autoren angeschrieben stehen, die auf Initiative von Angelika Janz im Frühjahr bei einer Gedenkaktion im Stadtbild verteilt wurden. Als ich heute im… Continue Reading „24. Poesie lebt“
Samstag, 5. Dezember 2009, 20:00 Uhr, Eintritt: 5,- Euro Swantje Lichtenstein: Landen Lesung der Autorin, in Zusammenarbeit mit der lyrikedition 2000 Mit der Liebe zu den Nelken, an den Quellen des Grüns sammeln sie die Beeren und sinken an den Rand des Feuers von… Continue Reading „23. Swantje Lichtenstein in der Lettrétage“
Die Literaturszene ist riesig in Berlin, sagt er, „aber leider auch stark fragmentiert“. Hier die jungen Autoren und Verlagsmenschen aus Prenzlauer Berg und Mitte, da die „etwas reifere Szene im Westteil der Stadt, die sich immer noch in der Paris Bar trifft“. / Tagesspiegel… Continue Reading „22. Szene-Beschreibung“
Wien. Gestern Abend wurde im Museumsquartier zum dritten Mal der „Literaturpreis Ohrenschmaus“ in den Kategorien Lyrik, Prosa und Lebensberichte vergeben. „Die Texte der lernbehinderten AutorInnen geben ungewöhnliche Einblicke in ihre Lebenswelt und zeigen ein anderes Bild von behinderten Menschen, wie es sonst gerade in… Continue Reading „21. Literaturpreis Ohrenschmaus“
Dann aber trat der neue Poetikdozent, der Lyriker Durs Grünbein, ans Pult. Er sagte: „Willkommen in der Eissporthalle.“ Er wollte gleich beim Namen genannt haben, dass man sich hier (direkt neben dem Poelzigbau, einst Zentrale der am organisierten Tod in der NS-Zeit beteiligten IG… Continue Reading „19. Poetikdozent“
Den neuen Kutti-MC-Song «I cha nid rappe, Bob Dylan nid singe» gibt’s zur Feier des 2. Dezembers gratis hier zum downloaden: http://www.xmascalendar.ch/ Und wer sich auch für Jürg Halter interessiert: Seit dem 10. Oktober 2009 erscheint im «Tages-Anzeiger» jeden zweiten Samstag eine Kolumne von… Continue Reading „18. «I cha nid rappe»“
Neueste Kommentare