Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Heute in der Post: Referenzfläche 5* von Mara Genschel. Auf Seite 1 Zeile 12 mußte Rez. zum ersten mal laut lachen. http://referenzflaeche.com/ Bertram Reinecke [Hg.] „Mara Genschel Material“, Auseinandersetzungen mit dem Werk der Dichterin von Luise Boege, Ann Cotten, Michael Gratz, Martin Schüttler und… Continue Reading „Referenzfläche 5#“
In der ePost die Nachricht, daß bei KuNo Post eingegangen ist: Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte uns Wolfgang Schlott dieses kleine post-dadaistisches Manifest.
Kappel feiert 100 Jahre Dadaismus, also jene Kunst- und Literaturrichtung, die für die Freiheit der Kunst eintrat und in der Kunst das Irrationale betonte. Am 5. Februar 1916 standen im Cabaret Voltaire in Zürich Männer auf der Bühne und sprachen eigenartige Gedichte. Hugo Ball… Continue Reading „100 Jahre DADA (1)“
[Michael] Krüger, ehemaliger Leiter des Hanser-Verlags, kritisiert die hohen Vorschüsse für populäre Romanautoren – bei einem Flop geht dann viel Geld verloren. Erst kürzlich habe es in einem großen Verlag wieder einen solchen Fall gegeben: „Von der Abschreibungssumme hätte man 120 Gedichtbände finanzieren können.“… Continue Reading „1 Flop oder 120 Gedichtbände“
schweigend gehen wir nebeneinander her – jeder in seinen Gedanken allein Hansjürgen Bulkowski
Bei Fixpoetry gibt ein Thomas Reger seinem Affen Zucker, schießt sich auf die Lyrik im Allgemeinen und Tobias Roth im Speziellen ein und bezieht sich dabei auf seinen Meister Arno Schmidt (der selber Auchgedichte schrieb, aber von Lyrik nicht viel hielt). Daß St. Arno… Continue Reading „Zucker“
Der Dichter Rudolf Borchardt, Spross einer deutsch-jüdischen Kaufmannsfamilie in Königsberg, war einer der großen unzeitgemäßen Literaten des 20. Jahrhunderts. Ein erz-konservativer Rebell, der mit Leidenschaft gegen den Zeitgeist der Moderne zu Felde zog. / Radio Bremen
Von Axel Kutsch Lyrikrezensionen muss man in unseren überregionalen Zeitungen fast mit der Lupe suchen. So wurden im vergangenen Jahr im sogenannten „großen Feuilleton“ aus einer Vielzahl von 2015 veröffentlichten Gedichtbüchern deutschsprachiger Autorinnen und Autoren nur rund dreißig kritisiert, allen voran „Vonne Endlichkait“ von Günter… Continue Reading „Der schwere Stand der Lyrik“
allein im Winterwald ruft sie und lauscht – der Laut ihrer Stimme passt sich genau ein in die Stille Hansjürgen Bulkowski
Für N.N. Die deutsche Lyrikszene liest mich nicht und ich lese sie nicht. Meine Rache ist auf jeden Fall quantitativ umfangreicher.
Was die deutschsprachige Lyrikszene im internationalen Vergleich so aufregend macht, ist ihre polyzentrische Vitalität. Es scheint sich weder ein dominantes Zentrum der Poesie behaupten zu können noch eine Leitästhetik durchzusetzen. Im Gegenteil: Lyrik, das ist eine Vielzahl von poetologischen Konzepten und Orten des Dichtens.… Continue Reading „Polyzentrisch“
Wenn ein Kommentator bei Facebook schreibt, „ich wünsche deinen Töchtern eine Massenvergewaltigung“, oder wenn ein anderer die Bundeskanzlerin „am Strick“ aus Deutschland zerren will, verstößt er „nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards“. Jetzt ist es offenbar Thomas Gsella gelungen, mit einem Gedicht doch dagegen zu verstoßen. Er wurde… Continue Reading „Arisch“
Für den Clemens Brentano Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg sind in diesem Jahr vier Lyrikerinnen und Lyriker mit ihren jüngsten Veröffentlichungen nominiert: Neben der in Ladenburg lebenden Autorin Carolin Callies mit ihrem Debütband „fünf sinne & nur ein besteckkasten“ (Schöffling & Co., 2015),… Continue Reading „Heidelberger Shortlist“
Politisiert Euch könnte man in Anlehnung an das Motto eines inzwischen bekannten Berliner Verlagshauses Kai Pohls neue Arbeit übertiteln, die von den Ungeheuerlichkeiten der neoliberal geprägten kapitalistischen Gegenwart spricht, von unseren Verstrickungen darin und dem mehr oder weniger bewußten Reproduzieren entsprechender Strukturen. In schon… Continue Reading „Radikalpoesie“
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