Radikalpoesie

Politisiert Euch könnte man in Anlehnung an das Motto eines inzwischen bekannten Berliner Verlagshauses Kai Pohls neue Arbeit übertiteln, die von den Ungeheuerlichkeiten der neoliberal geprägten kapitalistischen Gegenwart spricht, von unseren Verstrickungen darin und dem mehr oder weniger bewußten Reproduzieren entsprechender Strukturen. In schon bewährter Weise stellt sie eine Kompilation aus zum Teil abgewandelten Zitaten, Versatzstücken und persönlichen Einlassungen dar und ist auch geeignet, das Diktum gewisser Feuilletonisten, die zeitgenössische deutschsprachige und zumal junge Literatur sei belanglos, zu sehr auf sich selbst fixiert, ad absurdum zu führen.
Was Kai Pohl hier treibt, möchte ich Radikalpoesie nennen, eine Poesie der radikalen (Bild-)Schnitte und Des-illusionierung. / Jayne-Ann Igel, Signaturen

Kai Pohl: 1964 oder Das marktkonforme Schweigen der Seele des männlichen Marktsubjekts. Berlin (Distillery #42) 2015. 36 Seiten. 10,00 Euro.

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