Kategorie: Polen

„Die Angstverwalter lesen keine Bücher“

Der Ausgezeichnete ging dann ausführlich auf die jüngsten Entwicklungen und den Umgang Europas mit dem Flüchtlingsstrom ein. Europa habe selbst die Menschen in Bewegung gesetzt: „Wir verbreiten in der Welt Nachrichten darüber, dass wir unanständig reich, saturiert und friedlich leben. An die Armen dieser… Continue Reading „„Die Angstverwalter lesen keine Bücher““

«Unübersetzbar? Nichts!»

In der Neuen Zürcher Zeitung schreibt Felix Philipp Ingold über die von Dagmara Kraus herausgegebenen Auswahlbände des polnischen Lyrikers Miron Białoszewski: Die reiche Instrumentierung seiner lyrischen und erzählerischen Rhetorik wie auch die permanenten Anspielungen auf zutiefst persönliche, meist problematische Befindlichkeiten oder auf schwerlich eruierbare… Continue Reading „«Unübersetzbar? Nichts!»“

1929 in Warschau

«Ich bin nach Warschau gekommen», sagte der Schielende, «und will, dass du für mich einen Empfang organisierst. Du bist doch Melech Ravitch.» Das war im Januar des Jahres 1929. In Warschau lebten dreihunderttausend Juden, die elf jiddische Tageszeitungen lasen. Jüdische Schriftsteller gab es hier… Continue Reading „1929 in Warschau“

Digest 19./20.6.

Peinlich Nun schickt Lerner eine Programmschrift zum Status der Poesie hinterher… Es ist auch ein autobiographisches Spiel, denn häufig rekurriert der Autor auf eigene Erfahrungen. Lerner gefällt, dass ihm gegenüber jeder Nichtdichter Kenntnisse über Lyrik simuliere, „obwohl die einzigen Gedichte, denen er in den… Continue Reading „Digest 19./20.6.“

Miłosz Festival in Cracow

The relationship between the poet and the reader is the core of Miłosz Festival, which originated from the tradition of meetings of the poets of the East and West. The festival gives opportunity to ask about artistic inspirations, but it is also an occasion… Continue Reading „Miłosz Festival in Cracow“

Weg in Nichtpolitisches

Der Standard sprach mit dem polnischen Lyriker Adam Zagajewski. Auszug: STANDARD: Sie sind Dichter und Essayist. Welcher der beiden Bereiche bedeutet Ihnen mehr Zagajewski: Fast jeder Autor, der in diesen beiden Bereichen arbeitet, würde wohl sagen: Die Poesie ist wichtiger, sie hat etwas Konzentrierteres,… Continue Reading „Weg in Nichtpolitisches“

inter_poems

inter_poems ist eine Berliner Veranstaltungsreihe zu internationaler Lyrik und zur Kunst des Übersetzens. Zwischen Mai und Oktober 2016 wird an 6 Abenden im Kreuzberger Literaturhaus Lettrétage je eine in Deutschland bislang kaum bekannte Stimme der internationalen Lyrik im Original sowie in deutscher Übersetzung zu… Continue Reading „inter_poems“

Die Pop-Texte-Transformationsshow

auf der Buchmesse und im Radio Blau. Zonic präsentiert: »Die Pop-Texte-Transformationsshow« Buchmessemitschnitt aus der Nato zu songtextlichen Übertragungsverhältnissen mit Michael Gratz, Martina Lisa, Robert Mießner und Alexander Pehlemann. Mit germanisierten Lyrics von Wire, Už jsme doma, Graschdanskaja Oborona, Psí vojáci, A. E. Bizottság, Spions,… Continue Reading „Die Pop-Texte-Transformationsshow“

Karl Dedecius ist tot

Einer der letzten Vertreter der Kriegs- und Versöhnungsgeneration ist am 26. Februar 2016 im Alter von fast 95 Jahren in Frankfurt am Main verstorben. Prof. Dr. h. c. mult. Karl Dedecius, der unermüdliche Kulturvermittler zwischen Deutschen und Polen, arbeitete bis zuletzt an einem Bildband,… Continue Reading „Karl Dedecius ist tot“

Zorn und Verzweiflung

Interview von Renate Schmidgall mit dem polnischen Dichter Adam Zagajewski, Neue Zürcher Zeitung: R.S.: Sie haben im Januar in der «Gazeta Wyborcza» ein satirisches Gedicht auf die neue Regierung veröffentlicht, das einen scharfen Ton anschlägt. Darin heisst es etwa: «Sie [die Regierung] müsste des… Continue Reading „Zorn und Verzweiflung“

Niemandssprache

Mit der Vernichtung der Juden Osteuropas verschwand auch die rund tausend Jahre alte Sprach- und Lebenswelt des Jiddischen fast vollständig. Aus dem Mittelhochdeutschen hervorgegangen, wurde sie in der aschkenasischen Diaspora um hebräisch-aramäische und slawische Elemente angereichert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägte sie die… Continue Reading „Niemandssprache“

Die Flüsse haben aufgehört, Jiddisch zu sprechen

Heute muss viel erklärt werden, denn die jiddische Kultur wurde zusammen mit ihren Menschen ausgerottet von den Nazis. Und mit der Schoah, die Manger ins Exil trieb, nach Frankreich, England, in die USA und schließlich nach Israel, wo der 1901 in Czernowitz in der… Continue Reading „Die Flüsse haben aufgehört, Jiddisch zu sprechen“

„Noch ist Polen nicht verloren“

Was sagt eigentlich die Nationalhymne über ein Land aus? Leonie Haueisen hat die polnische Hymne unter die Lupe genommen. / sagwas.net

Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki

Was weiß man im Westen schon über polnische Lyrikerinnen und Lyriker? Eigentlich nur so viel: dass sie unaussprechliche Namen haben und zum Beispiel Wisława Szymborska oder Czesław Miłosz heißen. Vielleicht kennt man sogar noch ein Gedicht oder weiß, dass die beiden Erwähnten Literatur-Nobelpreise für… Continue Reading „Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki“

Mythos Polen?

„Die Poesie ist unsere nationale Domäne. Wir sind Meister im Gedichteschreiben. Gäbe es darin Europa- oder Weltmeisterschaften, würden wir immer auf dem Siegerpodest stehen.“ Artur Burszta, Leiter des Breslauer „Literaturbüros“, ist durchaus stolz auf die Bedeutung der Lyrik in Polen. Im Publizieren von Lyrik… Continue Reading „Mythos Polen?“