Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Zum 150. Todestag von Ernst Moritz Arndt schreibt MATTHIAS KAMANN, Die Welt 29.1.: Blutrünstig und von Franzosenhass getrieben, unternahm er immer neue verbale Sturmläufe – bei denen er als Lyriker oft strauchelte: „Da hieb dem Bonaparte/ Das Glück eine solche Scharte,/ Dass man auch ohne… Continue Reading „137. Gedenktag“
Heute startet in Augsburg das Brecht-Festival, das die bisher vernachlässigten Seiten des Künstlers Brecht in den Vordergrund stellen will. Bis zum 10. Februar feiert die Geburtsstadt des Dichters Brecht in zahlreichen Veranstaltungen als „Pionier der Medienkunst“. Um „Brecht und Musik“ soll es dann 2011… Continue Reading „136. Brecht-Festival“
Bettina Zweifel war sonst keineswegs in Konventionen gefangen, auch wenn sie vom «Tempel der Ehe» sprach, ein steiles Jungfräulichkeitsgebot verinnerlicht hatte und lange Jahre zwischen Sinnlichkeit und Eros unterschied. … Sie erweist sich als eminente Leserin und gibt bedenkenswerte Kommentare ab. Man könnte ihre… Continue Reading „134. Eminente Leserin“
FOR SOME OF US IT’S HOLY FOR SOME OF US IT’S LITERATURE | Thur 28 | 8pm 1 – Film: A documentary of the first international performance reading of Bible and Koran, the sacred texts of Christianity, Judaism and Islam – as literature. (Duration… Continue Reading „133. FOR SOME OF US IT’S HOLY FOR SOME OF US IT’S LITERATURE“
Nach dem Tod Oskar Pastiors mochte Herta Müller zunächst nicht mehr am gemeinsamen Projekt weiterarbeiten. Doch schließlich setzte sie neu an und schrieb den Roman „Atemschaukel“. Ihre Lesung in Köln bot einen intensiven gestalteten Abend. / Thomas Linden, Kölnische Rundschau 27.1.
Haggis war 1989 ein Opfer der beginnenden BSE-Panik. Seinen Hauptbestandteil, gehackte Schafslunge, hatten die Amerikaner damals im Verdacht, Überträger des Rinderwahnsinns zu sein. Die meisten Amerikaner fragen sich angesichts eines Tellers mit Haggis vermutlich: „Ist das zum Essen oder zum Einreiben?“ Doch für fünf… Continue Reading „131. Haggis“
Vera Rich, Übersetzerin, Journalistin, Lyrikerin und Menschenrechtsaktivistin, starb am 20.12. im Alter von 73 Jahren an Krebs. Zuletzt arbeitete sie an einer Übersetzung des ukrainischen Dichters Taras Schewtschenko, dessen 150. Geburtstag im nächsten Jahr begangen wird. Nachruf in der Times vom 25.1.
Zehn Gedichte des slowenischen Dichters Uroš Zupan Englisch und Slowenisch gibt es bei Poetry International Web (Danke an Simone Kornappel für den Hinweis). Darunter: Holderlinski Stolp / Hölderlin Tower, das Englisch so beginnt: HÖLDERLIN TOWER 34 Chengdujska St., flat no. five, first floor, three… Continue Reading „129. Sein Hölderlinturm“
Am Mittwoch, 03. Februar, stellen Tobias Amslinger und Léonce W. Lupette ihr gemeinsames Lyrikdebüt „Einzimmerspringbrunnenbuch“ (luxbooks, Wiesbaden 2009) vor. Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, IG-Farben-Haus, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main, Raum IG 0.201, Beginn 18:30 Uhr, Eintritt 4 (ermäßigt 2) Euro. Moderation: Adrian Giacomelli Das Debut des… Continue Reading „127. Einzimmerspringbrunnenbuch“
Der Dichter lässt sich nicht verführen vom Schein der Welt, der meist gar kein schöner ist, jedenfalls lange nicht so schön, wie die Erde selbst es ist. Ihn reizt es auch nicht, hinter das Flimmern und Schimmern zu schauen, weil dort nichts zu entdecken… Continue Reading „124. Buchpremiere in Hainichen“
Wer schafft es schon, mit Genuss mehr als vier oder fünf Gedichte hintereinander zu lesen? fragt einmaleingedicht, „das lyrische Langzeitprojekt“ des Münchner Frühling Verlags. Gut, wir kennen ein paar, die es schaffen. Das Projekt klingt dennoch nicht uninteressant: Wir haben uns vorgenommen, über die… Continue Reading „123. einmaleingedicht“
Yang Lians Lyrik hat eine lange Entwicklung hinter sich: Das Gedicht „Yi“(1985 bis 1989) umfasste noch an die 200 Seiten. Dazu sein Übersetzer Wolfgang Kubin: „Das ursprüngliche Pathos (…) beginnt sich zu verlieren, die Langform wird durch die Kurzform (…) ersetzt, der Bezug zu… Continue Reading „122. Yang Lian liest“
Die Lyrikerin besteht auf der magischen Kraft ihrer Sprache; sie selbst wird zur „Sprachzauberin“ mit höchster dichterischer Autorität, reiht sich ein in die Gruppe von Künstlern, deren Kriterium für Kunst, wie sie behaupten, in ihnen selbst liegt: Ihr Werk ist, inspiriert von ihnen, immer… Continue Reading „121. Sprachzauberin“
Wer hat zum Beispiel jemals etwas von Wolfgang Frommel, Manfred Streubel oder George Forestier gehört? Michael Braun und Michael Buselmeier lassen diese Geistergestalten der deutschen Literatur noch einmal, für einen kurzen Moment, sichtbar werden. Seit 1991 haben der ganz auf Lyrik spezialisierte Kritiker Braun… Continue Reading „120. Geistergestalten und Hochdichtung“
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