Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Heute vor 450 Jahren wurde der spanische Dichter Luis de Góngora geboren. Julia Macher widmet ihm im Deutschlandradio ein Kalenderblatt: Am 24. Mai 1627 starb Luis de Góngora an den Folgen eines Hirnschlags. Seinen literarischen Einfluss behielt er bis in die Neuzeit: Im späten 19. Jahrhundert… Continue Reading „43. Góngora 450“
Neu im Lyrikwiki Labor: die ersten Beiträge von Studenten meines Literaturtheorie-Seminars mit Artikeln über einige der fiktiven Autoren in Ann Cottens Buch „Florida-Räume“ (siehe im Schlagwortregister unter „Cotten“ oder „Fiktive Autoren“)
Die Kärnter Slowenin Maja Haderlap hat am Sonntag mit einem Auszug aus ihrem Romanerstling „Engel des Vergessens“ den Ingeborg-Bachmann-Preis bei den 35. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt gewonnen. Die zweisprachige Autorin, die bisher vor allem mit Lyrik-Veröffentlichungen von sich reden machte, hat ihr… Continue Reading „40. Maja Haderlap“
Einen weiten Leserkreis erreichte bald darauf die Anthologie „Offene Fenster“, die, wiewohl von der Kulturbürokratie beargwöhnt, zwischen 1967 und 1990 in neun Bänden erschien. … Auch als Wissenschaftler galt Kratschmers dezidiertes Interesse der Lyrik von Jugendlichen. In seiner 1969 verteidigten Dissertation untersuchte er anhand von 1376… Continue Reading „39. Edwin Kratschmer 80“
Nach der von Andreas Berner schön gestalteten bibliophilen Mappe „ortsbeschreibung“ (Hinterwaelt 2008) legt Thomas Spaniel nun seinen sechsten Lyrikband vor. Wie in den früheren treffen wir auf eine nüchterne, hart konturierte Sprache, mit der Spaniel illusionslos Weltzustände zeichnet und vor Verdrängungsmechanismen warnt: „aber man… Continue Reading „38. „tapfer bis hinein / in die schlafzimmer““
Wo soll man diese Gedichte lesen? Winters etwa im Dienstabteil eines fahrenden Fernzugs, zur Zeit besser nackt auf einer Brandmauer hoch über der Stadt. Oder auf der Straße vor einem Knast. Der Verfasser war Bewährungshelfer. Vielleicht ist es die aufgeschnappte Beobachtung eines Klienten, daß… Continue Reading „37. „Nichts als Worte, / beteuere ich““
WAWERZINEK: Wir haben uns geeinigt, dass ich der Feingeist bin. KRAMPITZ: Und ich der Agitator. Der waren Sie auch, als Sie sich im Vorjahr das Jörg-Haider-Gästebuch aus dem Bergbaumuseum mitgenommen haben. Haben Sie mit diesem Skandal gerechnet? KRAMPITZ: Nein. Ich hatte den Auftrag für… Continue Reading „35. Teufelsküche“
Thomas Kunst LA PLAYA, HANDELSZENTRUM, ABENDROT. Die Linien zählen alles, zählen nichts, Das stufenweise Ätzen des Gewichts Der Kupferplatte, Licht in Lohn und Brot. Wir beide wollen alles, laß uns losen. Viskosität der Gärten, Lappenton, Die Farben in den Rillen trocknen schon, Die Zwetschgen handeln hier… Continue Reading „34. Gedicht“
Nur die Dichter können die Welt retten, schreibt Musina bei Agoravox: Wie ihr möchte auch ich wahrhaft informiert werden, nicht angeödet von dem Strom von Interpretationen, der von allen Seiten kommt und den man uns als „Analysen von Experten, Gedanken von Intellektuellen, Meinungen von… Continue Reading „33. Seuls les poètes peuvent sauver le monde“
Der Schriftsteller Henry Meillant (eigentlicher Name Henri Ravard) starb im Alter von 87 Jahren in Cosne-sur-Loire. Er veröffentlichte Romane und 20 Gedichtbände. 1958 gründete er die Société poétique de France, die später in Société des poètes et artistes de France umbenannt wurde. / Actua… Continue Reading „32. Gestorben“
Auch in der Schulpolitik: Leute, die nicht wissen, was sie tun, treffen Entscheidungen mit Folgen, die sie nicht abschätzen können und nicht verantworten werden. In der Welt streiten Sibylle Lewitscharoff, Jan Koneffke und Burkhard Spinnen wider die Abschaffung der Schreibschrift. Koneffke schreibt: „Verschiedenes ist… Continue Reading „31. Wider die Abschaffung der Schreibschrift“
Der vierte Gedichtband der Autorin widmet sich in drei Kapiteln – „Luftbrücken“, „Luftwege“ und „Luftspiegelungen“ – der Liebe, den Reisen in fremde Länder und dem Selbstverständnis als Frau und Dichterin. Widersprüche zwischen Tragik und Komik des Liebesalltags bringen sie drastisch oder zart, vor allem… Continue Reading „30. Fingerschnippen“
Wenige der großen Menetekel-Dichter haben die Urgründe ihres Schreibens aus dem 20. ins 21. Jahrhundert hinübergerettet. Zu denen, die sich nach wie vor als Zeitzeugen begreifen und ihre Verse dem Erinnern widmen, gehört der 1931 in Darkehmen/Ostpreußen geborene Manfred Peter Hein. … Auch in… Continue Reading „29. Menetekel-Dichter“
Die Distanz der Autorin zum lyrischen Ich wird durch die Anrede eines Du noch vergrößert. Gäbe es den Begriff der Multi-Identität – auf Marica Bodrozic träfe er zu. Die äußeren Bewegungen folgen den inneren und umgekehrt. So sind lyrische Mischformen entstanden: Poeme, deren Herz-… Continue Reading „28. Multi-Identität“
Gut „gestaltete Vortragskunst gelang auch dem Saarländer Konstantin Honecker, dem Schnösel vom Literaturinstitut.“ So tönt es eulenspiegelhaft aus den dekonstruktivistischen „Gegenstrophen“ des 1979 geborenen Konstantin Ames. Für hauptstädtische Open Mike-Kenner, Lesebühnen-Gemeinden und Leser von einschlägigen Zeitschriften wie „Zwischen den Zeilen“ und „Edit“ ist er… Continue Reading „27. Saarländer Vortragskünstler“
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