Kategorie: Europa

27. Dichtung und Leben

Thórdarson ist unter den verkrachten Geistesaristokraten ein König. Seit sein Gedicht «Nacht» in einer Literaturzeitschrift gedruckt wurde, hält der weltfremde Gymnasiast sich für ein Genie. In der Liebe ist er dagegen noch ein Anfänger, der für seine angebetete Hulda nur platonisch zu schwärmen wagt.… Continue Reading „27. Dichtung und Leben“

26. Zum Lyrikpreis München

Sandra Trojan sprach mit der Westfalenpost nach dem Münchner Lyrikpreis: Welche Bedeutung hat nun dieser Lyrikpreis für Sie? Trojan: Nach dem Erscheinen meines Debüts hatte ich mir viel Zeit genommen um zu überlegen, wie ich meine Arbeit weiterentwickeln möchte. Die Gedichte, mit denen ich mich… Continue Reading „26. Zum Lyrikpreis München“

25. rough 2011

Die letzten beiden roughbooks für 2011 sind: Luzius Keller: Quarta lingua quadrophon, roughbook 017 Ulf Stolterfoht: handapparat heslach, roughbook 018 Wer ab roughbook 017 oder 018 Abonnent wird, bekommt Keller oder Stolterfoht als Jahresgabe umsonst – wie alle andern Abonnenten, die die roughbooks unter Dampf halten.… Continue Reading „25. rough 2011“

22. Keine Weihnachtsgedichte

»ich schreibe keine weihnachtsgedichte, keine liebesgedichte // und ich halte menschen keine vorträge, wie sehr ich sie // mag oder verabscheue // (…) mir hängt das innerste nicht termingetreu aus dem hals heraus. generell nicht und nicht jetzt.« Simone Kornappel verbietet nicht nur Cocooning… Continue Reading „22. Keine Weihnachtsgedichte“

21. Hamburg

Herausgeberin ist die Historikerin Martina Moede, die den Leser auf einen langen, interessanten Spaziergang durch die literarische Geschichte der Hansestadt mitnimmt, die ihre Künstler nicht unbedingt liebte, ebensowenig die Juden, weshalb Heinrich Heine dichtete: „Ausländer, Fremde, sind es meist, Die unter uns gesät den… Continue Reading „21. Hamburg“

20. Drecksack

Frauen sind schwierig. Und Gedichte? Natürlich ist der Mob zum Kotzen. Aber auch der Mob hatn Recht, ne Frau, pardon, n Gedicht zu verstehen. Hören Sie Florian Günther im Interview Drecksack. Zeitschrift für lesbare Literatur NEUE AUSGABE DES DRECKSACK 10.12.2011 facebook.com/drecksackberlin

19. Wustmann über Schittko

  Ich sortier mal die Pros und Contras in Wustmanns übersichtlich gegliedertem Text: Pro Contra Clemens Schittko ist ein bissiger Zeitgenosse, zumindest in seiner Lyrik. Er teilt gerne aus, gegen den alltäglichen bundesdeutschen Politirrsinn, gegen das, was sich Literaturbetrieb schimpft, ja sogar gegen die… Continue Reading „19. Wustmann über Schittko“

18. Verzaubert

Die Schriftstellerin verzaubert mit ihrer Lyrik, die sich allerdings oftmals nur schwer erschließen lässt. Zum Verstehen ihrer verschlungenen Bildersprache sind Muße und Aufgeschlossenheit für Poesie gefordert. / brikada Friederike Mayröcker: „dieses Jäckchen (nämlich) des Vogels Greif“ – Gedichte 2004-2009, gebunden, 342 Seiten, 22,80 Euro,… Continue Reading „18. Verzaubert“

17. Schon mal ein Gedicht gelesen? Dieses Jahr?

Wenn wir gerade heraus kundtun, was wir unter Bildung verstehen, können wir jenen nicht widersprechen, die uns für arrogant halten. Der Mensch fängt dort an, wo er sich nicht nach jedem Zehner bückt. Wann haben Sie zum letzten Mal ein Gedicht gelesen? Warum ist… Continue Reading „17. Schon mal ein Gedicht gelesen? Dieses Jahr?“

14. Gründung der russischen Dichtkunst

Die Dichtung ist das beste an Russland. Ihr Gründer: Der 1711 im hohen Norden Russlands in dem kleinen Dorf Mischaninskaja geborene Bergbaustudent Michail Wassiljewitsch Lomonossow mit seiner Ode an die Eroberung der Festung Chotyn. … Der in Deutschland auf Staatskosten Bergbau studierende 28-jährige Michail… Continue Reading „14. Gründung der russischen Dichtkunst“

13. Intensität des Schauens

Was der 1966 in der Lausitz geborene und heute in Dresden lebende Volker Sielaff in neun Kapiteln an sinnesöffnenden Gedichten, luziden Selbstbeobachtungen und Wahrnehmungsemphasen zusammengetragen hat, ist von überwältigender Intensität. Das Gedicht „Rollfeld“ spricht von der „Leere in ihrem höchsten Zustand“, der Leere als… Continue Reading „13. Intensität des Schauens“

12. Literaturwettbewerb

„Zeitgenössische Liebesgedichte“ waren das Thema beim 18. Literaturwettbewerb der Akademie Graz. Mit seinem Gedicht „Alles oszilliert“ konnte ihn Marcus Pöttler gewinnen. Dabei verwies er Christian Teissl und Reinhard Lechner auf die Plätze. Für Pöttler war das Thema eine große Herausforderung: „Ich habe mich zuvor… Continue Reading „12. Literaturwettbewerb“

9. Zwei erotische Gedichte

Daniil Charms An Marina Wohin Marina richtest du den Blick Den listigen in diesem Augenblick? Wozu lockst du mit kindlicher Grimasse Mich fort vom Tisch damit ich lasse Die Bücher Bücher sein, Papier und Feder Und trinke deine junge nasse … Und mit der… Continue Reading „9. Zwei erotische Gedichte“

8. Charms und seine Zeit

Für einen Exzentriker, einen Happening-Künstler muss die Zeit kurz nach der Revolution eine gute Zeit gewesen sein. Nie wieder gab es an Newa oder Moskwa eine so wilde avantgardistische Szene. Das surreale, groteske Umfeld hat die Szene geformt (und später vernichtet). Da gab es… Continue Reading „8. Charms und seine Zeit“

7. Ins Gehäus

Der Dichter Ulrich Zieger ist ein Liebhaber der Abgeschiedenheit: Sein Lebensweg ist dechiffrierbar als schrittweiser Rückzug in das kontemplative „Gehäus“, das seinem jüngsten Band den Titel gegeben hat. Als er vor zwei Jahrzehnten unter den nervösen Dichtern der „Prenzlauer Berg-Connection“ (Adolf Endler) auftauchte, war… Continue Reading „7. Ins Gehäus“