Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Einem Stoß übereinander gestapelter Manuskripte vergleichbar, bieten Reineckes Montagen Textausschnitte, die von andern Textausschnitten überlappt werden. Auf diese Weise entsteht, in gesuchtem Kontrast zum klassischen Cento, kein kontinuierlicher Fließtext, sondern ein Text mit dauernden Abbrüchen und Neueinsätzen. Die Bruchstellen sind allerdings kaum zu bemerken;… Continue Reading „52. Reineckes poetisches Verfahren“
scheiß kunst. scheiß sozialer frieden. scheiß bedürfnisstruktur, noch einmal scheiß kunst. was ist aus uns geworden? […] Wenn man Stefan Schmitzers Gedichte liest, kann einem zwischendurch das Geimpfte aufgehen: Der Ärger über die Verhältnisse kommt hoch und der Ärger über die eigene Bequemlichkeit. Schmitzers… Continue Reading „51. Systemkritische Lyrik“
André Velter : « Die wichtigste Aufgabe der Lyrik: dahin gehen, wo man sie nicht erwartet » Der Frühling der Dichter geht in seine 14. Ausgabe. André Velter gehört zu den Gründervätern mit Jack Lang und Emmanuel Hoog. Corse Matin vom 11.3. befragte ihn:… Continue Reading „50. Lyrik soll überraschen“
Berliner Dichterin liest auf StAnza, dem internationalen Gedichtfestival in Schottland. StAnza, Schottlands Internationales Gedichtfestival, findet jeden März in St Andrews statt, und wird das ganze Jahr über durch weitere Veranstaltungen fortgesetzt. Im Jahr 2011 wuchs die Zahl der Festivalbesucher auf über 12.000 Personen. StAnza… Continue Reading „49. StAnza: Ein Fest des Gedichts in all seinen Formen“
Zur Leipziger Buchmesse erscheint die Frühjahrsausgabe Edit 58. Auf 128 Seiten versammelt dieses Heft Prosa und Lyrik, Kunst und Kritik; es geht um den Perserkönig Xerxes, industriell hergestellte Seifenopern, sich selbst zerlegende Körper, Flughäfen als Wanderziele, dubiose Landhotels, Sprachverlust und kontrafaktische Geschichtsdarstellung. Gemeinsam ist allen… Continue Reading „48. Edit auf der Messe und Edit Essaypreis“
Enzensbergers Thesen scheinen sich durch schlichtes Wiederkäuen zum gültigen Stand der Debatte nobilitiert zu haben. Sagt Bertram Reinecke in einem Essay über die „Aporien der Avantgarde“, der vor einigen Tagen beim Poetenladen erschien. Auszüge: Wer einen Text angreift, der ein halbes Jahrhundert alt ist,… Continue Reading „47. Anti-Enzensberger“
In der Wiener Kleeblattgasse hat Ende Jänner ein Buchshop eröffnet, in dem ausschließlich Romane und Abhandlungen von Frauen verkauft werden. Und Theorien über Feminismus. / Wiener Zeitung Die Theorien können anscheinend auch von Männern sein, wenn ich die Formulierung mal ernst nehme. Aber egal:… Continue Reading „46. Nicht neidisch“
Poesiefrühling ist ein Poesiefestival, das jährlich im März in Berlin stattfindet und bei dem sich jedeR bewerben kann. 2012 findet Poesiefrühling vom 9. – 18. März in Wedding statt. Wir – Nicola Caroli, Catherine Launay und Mehtap Akdemir – suchen interdisziplinäre und/oder interaktive Poesieprojekte.… Continue Reading „45. Poesiefrühling“
Die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ wollte der politischen Lyrik wieder auf die Beine helfen und startete vor rund einem Jahr die Reihe „Politik & Lyrik“. Dichter sollten im Auftrag der „Zeit“ aktuelle Anlässe bedichten, Politiker bei ihrer Arbeit begleiten, die Bundestagskantine aufsuchen und so… Continue Reading „44. „Nicht so schlimm und doch vergleichsweise banal““
Zum Buchmesseschwerpunkt Weißrußland ein Gespräch im Standard: Standard: Gibt es da vielleicht vom westlichen Publikum eine bestimmte Erwartungshaltung, die von den Autoren in vorauseilendem Gehorsam eifrig bedient wird? Pollack: Das stimmt, aber es gibt auch Autorinnen wie die belarussische Lyrikerin Valzhyna Mort, die es nicht mehr… Continue Reading „43. Westliche Erwartungshaltung“
Benn konnte sich im Frühjahr 1912 über die starke Wirkung der Gedichte nicht freuen, wie aus einem erst vor fünf Jahren aufgetauchten Brief hervorgeht (F.A.Z. vom 11. Januar 2007) – allerdings nicht, weil „ein paar Spießer, Familienväter, Oberfeldärzte u. ähnliche Kanaken aus ihrer Ruhe… Continue Reading „42. „Oberfeldärzte u. ähnliche Kanaken““
Since his Nobel moment in October, three different Transtromer books have been released (or reissued): THE DELETED WORLD: Poems (Farrar, Straus & Giroux, $13), with translations by the Scottish poet Robin Robertson; TOMAS TRANSTROMER: Selected Poems (Ecco/HarperCollins, $15.99), edited by Robert Hass; and FOR THE LIVING AND… Continue Reading „41. Übersetzungsstreit“
Graue Vorzeit – biografisch gesehen die Zeit, als meine Haare noch schwarz waren. Irgendwann Anfang der 80er fand ich in einer Zeitschrift namens „Neue Literatur“, Monatszeitschrift des Schriftstellerverbandes der SR („Sozialistischen Republik“) Rumänien, die ich abonniert hatte und mit Spannung las (u.a. waren mir… Continue Reading „39. Ich ist eine andere“
Der Autor Peter Waterhouse (55) erhält den Großen Österreichischen Staatspreis 2012, die auf Vorschlag des Kunstsenats zuerkannte höchste Kunst-Auszeichnung der Republik Österreich. Das teilte das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur am Freitag in einer Aussendung mit. Waterhouse verfasst Lyrik, Essays, Erzählungen, Romane und… Continue Reading „37. Großer Österreichischer Staatspreis für Waterhouse“
„Ode an die Freude“ Malträtiert von einer Bürokratenvereinigung namens Europäische Union, missbraucht für unzählige Werbespots, zweckentfremdet zur Eröffnung von Olympischen Spielen, Gartenfesten und Friseursalons, ist das Finale von Beethovens 9. Sinfonie samt der Verse von Schiller zu einem Gassenhauer verkommen … Und doch gehört… Continue Reading „32. Zapfenstreich-Ode“
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