Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Günter Kunert (82) hat mit Geschichten, Gedichten und Essays die deutsche Nachkriegsliteratur geprägt. Er kritisiert die geringe Aufmerksamkeit, die Lyrik in Deutschland erfährt. Im Interview mit REINHARD TSCHAPKE, Nordwestzeitung, über Lyrikleser, Grass und den Welttag des Buches: FRAGE: Was halten Sie vom Tag des Buches,… Continue Reading „82. Tag der Zahnbürste“
Da in den letzten Tagen viel von Auschwitz in der Literatur die Rede war, hier ein Fundstück: Es liegt viel Ernst in diesem Buch. Nicht nur das Grundthema ist ein ernstes. In diesem neuen Buch von IrisHanika sind auch ihre vorhergehenden Bücher mit anwesend.… Continue Reading „79. Fiderallalla mit Ausschwitz“
Eine Verjüngungskur haben die Verantwortlichen dem Cuxhavener Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik verpasst. Mit der vor Energie nur so sprühenden, sympathischen Preisträgerin Nora Gomringer (32) wurde am Sonnabend im Stadttheater die bisher jüngste Preisträgerin ausgezeichnet. Den Nachwuchspreis erhielt der von Nora Gomringer ausgewählte Dichterkollege José F.… Continue Reading „78. Verjüngungskur für Ringelnatzpreis“
Gerhard Jaschke ist die Eminenz der Wiener Kleinverlagsszene, ein Klassiker, der keinen Staub ansetzt. Seine Gedichte »Alles Klar Natürlich« sind eine gelungene Text-Sammlung dieses engagierten Autors, Herausgebers des legendären Zeitschrift für Literatur und Kunst, dem Freibord. Für Gerhard Jaschke haben die offene Flanken für… Continue Reading „77. Einer muss es ja machen“
Ich bin nie in meinem Leben in ein Rock-Konzert gegangen, und auch meine Plattensammlung war und ist geradezu lächerlich. Bob Dylan, Van Morrison, Pete Seeger und einigen anderen Sängern bleibe ich auf eine altmodische Weise treu, sie sind die Fortsetzer des German Lieds. «Blowin‘… Continue Reading „76. Krügers Musik“
„Die Schönheit der Armut ist die Freiheit“, schrieb Detlef von Liliencron in einem seiner Gedichte. Freiheit deshalb, weil „mich dann alle meiden“. Armut und Schulden, letztere besonders, charakterisierten das Leben dieses schleswig-holsteinischen Dichters, der 1844 in Kiel geboren wurde und 1909 in Rahlstedt starb.… Continue Reading „75. Schönheit der Armut“
Und wenn dann ein Rühm in Warschau staunt, dass ein Miron Białoszewski dort wirken darf (nicht kann, sondern darf), dann ist das ein Fingerzeig. In einem kleinen Nachwort in diesem Auswahlbändchen erzählt er davon. 1961 kam von Miron Białoszewski noch „Mylne wzruszenia“ („Irrige Rührungen“, 1961), und das… Continue Reading „74. Miron Białoszewski bei Reinecke & Voß“
Der letzte Gedichtband der Nobelpreisträgerin Wisława Szymborska kam heute in den Handel. Der schmale Band trägt den Titel “Wystarczy” (Es reicht). Er enthält 13 Gedichte, die sie selbst noch zur Veröffentlichung vorbereitet hat, sowie Kopien einiger unvollendeter Gedichte in mikroskopischer Handschrift mit Korrekturen, an… Continue Reading „73. „Es reicht““
Mit der Lyra begleiten Augusta Laar und Lydia Daher ihre Gedichte zwar nicht. Trotzdem versteht sich der nächste Salon der Dichterinnen in der Pasinger Fabrik als Hommage an die antike Form der Lyrik. Denn die Autorinnen lesen nicht nur aus ihren eben erschienenen Büchern,… Continue Reading „72. Lieder und Lyrik“
Herr Leitner erklärt den Medienleuten die Lyrikszene. Das macht er wie mit seinen Gedichten: so daß die es verstehen. Die Berichte klingen wie Kriegsberichterstattung: In der Lyrik-Szene regt sich allerdings Widerstand gegen diese Häufung von Preisen: Dichter und Lyrik-Herausgeber wie Anton G. Leitner, Axel… Continue Reading „71. Attacke“
Wir erwarten Euch diesen Freitag, 20. April, um 19.30 Café Commune, Reichenberger Straße 157, Berlin Wir stellen die erste Nummer der deutsch-lateinamerikanischen Literaturzeitschrift vor! Mit Julián Herbert u.a. Musik: Nico Miquea, Martin Goldenbaum, Zé Berlin Der Eintritt ist frei. Flyer auf facebook.com/revista.alba *** Erstes Heft… Continue Reading „70. ALBA erscheint“
Ossip Mandelstam habe ich zuerst bei der Nationalen Volksarmee gelesen. Ich war Soldat im Grundwehrdienst, die Wehrpflicht dauerte 18 Monate – ein langes Stück Lebenszeit für einen jungen Menschen. Man war gefangen, es gab sechs Tage Urlaub pro Halbjahr und höchstens einmal pro Woche… Continue Reading „68. Die Revolution gefiel mir“
Bad Mergentheim. Mit Marcel Beyer, Sabine Scho und Katharina Schultens werden bei „Literatur im Schloss“ drei wichtige Stimmen der zeitgenössischen Lyrik zu hören sein. „Lyrik erleben“ findet am 9. Mai im Museum statt. Heute stellt Mitveranstalter Ulrich Rüdenauer die junge Lyrikerin Katharina Schultens vor. /… Continue Reading „67. Katharina im Schloß“
Von Bertram Reinecke Teil 1 im poetenladen / Teil 2 bei lyrikkritik.de Auszug: Stellt man sich dem Korpus der Werke ohne Scheuklappen, dürfte eine Literaturgeschichte, die eine Moderne als inzwischen historisch geworden beschreibt und von einer Postmoderne abgelöst sieht, kaum haltbar sein. Denn wenn ein… Continue Reading „66. Gibt es die Aporien der Avantgarde und welche sind das?“
Die diesjährige Preisträgerin des Cuxhavener Ringelnatz-Preises für Lyrik, Nora Gomringer, hat ein in der Literaturszene viel beachtetes Gedicht zu Auschwitz geschrieben. Das Thema ‚hört nicht auf, die Welt ist voller Diskriminierung‘, sagte die 32-jährige Dichterin aus dem oberfränkischen Bamberg in einem Gespräch mit dem… Continue Reading „65. Gomringer gewinnt“
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