Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ein leiser, zäher, mutiger, aufsässiger Mann, den viele, wenn sie ihn sahen, wie er ihnen kahlköpfig und in anspruchsloser Kleidung begegnete, für einen biederen Handwerker halten konnten. Als Poet ein Vertreter der schwäbischen Romantik, geliebt vom Publikum wegen seiner volksliedhaften Verse und populären Balladen,… Continue Reading „101. Uhland 225“
Den Dramaturg, Autor, Literaturwissenschaftler und ehemaligen Rektor der Schauspielschule Ernst Busch Klaus Völker als Rezitator in der Lettrétage zu hören, ist ein Ereignis, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten! Anlass seines Besuchs ist ein Abend der Johannes-Bobrowski-Gesellschaft zu Ehren ihres namensgebenden Autors. Die Gesellschaft, deren Vorsitz Klaus… Continue Reading „100. Bobrowski und Freunde“
Natürlich gab es 2011 einige spannende Publikationen: Katharina Schultens »gierstabil« oder Daniela Seels »ich kann diese stelle nicht wiederfinden« haben sich beide mehr erlaubt als Bossongs Band. Von einer Konsensentscheidung kann man trotzdem kaum sprechen. Bossong schafft es, den Bogen zwischen Eingängigkeit und poetischer… Continue Reading „99. Schön und intelligent“
Die Dichterin Elisabeth Borchers bekommt in diesem Jahr den mit 10 000 Euro dotierten Horst-Bienek-Preis für Lyrik. Das lyrische Werk der 86-Jährigen habe sich dem Gedächtnis der deutschen Literatur unverwechselbar eingeprägt, teilte die Bayerische Akademie der Schönen Künste mit…. Literatur: Lyrik-Preis für Elisabeth Borchers… Continue Reading „97. Horst-Bienek-Preis für Elisabeth Borchers“
Heinz Rudolf Kunze, Professor Deutschrock titelt der BR: Kunze dreht an der Sprache der Dichter und Denker, und da kommen dann diese Zeilen raus: „Wie war das, Mond, wie wird man so? Warum scheust du die Sonne? Schielst du vielleicht zur Venus hin, der spröden… Continue Reading „96. Professor Deutschrock“
Die Verfasser des Briefs schreiben: »Die Grundrechte der Urheber bzw. der von ihnen beauftragten Rechteinhaber aber werden … marginalisiert.« Die Crux liegt bei den »von ihnen beauftragten Rechteinhaber«. Denn wer sind die? Natürlich die Sender. „Die von ihnen beauftragen Rechteinhaber“ ist eine ungemein schönfärberische,… Continue Reading „94. Liebe Drehbuchautoren“
Die Solistin Yuka Oishi und der Gruppentänzer Orkan Dann bedienen sich für ihr Gemeinschaftswerk „Renku“ einer poetischen Form in der japanischen Lyrik, bei der ein Gedicht von zwei oder mehreren Autoren geschrieben wird. „Jemand schreibt einen Satz und eine anderer setzt das Geschriebene fort“,… Continue Reading „92. Getanztes Renku“
„Poesie ist nichts als Schwindel“, schimpft Arthur Rimbaud. Im September 1886 bricht der Dichter von Somalia nach Äthiopien auf, um Waffen zu verkaufen. Für die Lyrik, den Pariser Literaturbetrieb, seinen spießigen Geburtsort Charleville hat er nur mehr Verachtung übrig. „Bei jedem Gespräch über Literatur… Continue Reading „91. Schluß mit dem Schwindel“
Als Sabine Scho vor drei Jahren beim Poetenfest in Erlangen alte und neue Gedichte las, lauschten knapp 1000 Zuhörer auf der grünen Wiese des Schlossparks. Gebannt hörten sie einer Wortakrobatin zu. Mit ihrem schneidenden, prononcierten Vortragsstil fesselte sie das Publikum. Und das obwohl oder… Continue Reading „90. Zeichen aus dem beschädigten Leben“
Die Stadt Wiesbaden vergibt in Kooperation mit hr2-kultur einen neuen Lyrikpreis. Erste Preisträgerin ist die Berliner Schriftstellerin Ursula Krechel. Krechel erhält die Auszeichnung, die mit 10.000 Euro dotiert ist, insbesondere für ihre beiden Bände „Stimmen aus dem harten Kern“ sowie „Jäh erhellte Dunkelheit“, heißt… Continue Reading „88. Orphil: Preis an Krechel, Debütpreis an Kornappel“
In der Sendung „Literatur im Gespräch“ Nachgespürt von Gerd Schäfer Für einen Literaturfreund erweist sich ein alter Ehe-Skandal im Saarland geradezu als Glücksfall. Denn Liesbet Dill, geboren 1877 in Dudweiler, gestorben 1962 in Wiesbaden, trennte sich von ihrem Mann, dem Juristen Gustav Seibert, um… Continue Reading „87. Zu Liesbet Dill, Gottfried Benn und Edith Cavell“
Trotz der Präzision, mit der Merz die Wörter setzt, bleiben seine Texte offen: Sie sind einfach und klar, zugleich rätselhaft und poetisch. Nachzulesen jetzt in den ersten drei Bänden einer auf sieben Bände geplanten Werkausgabe im Haymon-Verlag, herausgegeben von Markus Bundi. Der erste Band… Continue Reading „86. Jakobinerin mit Einkaufstasche“
Edmond Jabès war buchstabengläubig: ein Sprachdenker, der auf der Wortoberfläche – im Klangraum der Poesie – spekulative Erkenntnis suchte und fand. Eine Erinnerung an den vor hundert Jahren geborenen Dichter und Philosophen von Felix Philipp Ingold, NZZ 14.4. Mit seinem Sprachdenken ist Jabès für zahlreiche… Continue Reading „85. Sprachdenker“
Wenn die Debatte um Günter Grass‘ Gedicht-Pamphlet «Was gesagt werden muss» jenseits der breiten Zurückweisung durch die Intelligenzia eines gezeigt hat, dann, dass es dem Internet-Mainstream zunehmend an Empathie für Israel gebricht. / Andreas Breitenstein, NZZ
Die Kulturabteilung der Cuxhavener Verwaltung schreibt: Die Jury Mitglieder sind folgende: Prof. Dr. Frank Möbus (Uni Göttingen) Prof. Dr. Sabine Doering (Uni Oldenburg) Prof. Dr. Hermann Korte ( Uni Siegen) Winfried Stephan, Diogenes Verlag, Schweiz Als beratende Mitglieder sind dabei: Frau Erika Fischer (stellv.… Continue Reading „83. Zeitgemäße Nachfolgerin“
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