Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der bretonische Schriftsteller Alain Jégou starb am 6.5. nach langer Krankheit im Alter von 65 Jahren. Hier ein Blog zu seinem Werk, auch mit Texten, die er über die Beat Poets und die Lyrik der Indianer schrieb. / Agence Brétagne Presse
Mit 87 Jahren veröffentlichte der grosse französische Lyriker und Essayist Yves Bonnefoy einen schmalen Gedichtzyklus, der sich von all seinen vorhergegangenen unterschied. Es handelt sich um 28 Sonette des italienischen Typus – mit jeweils zwei Quartetten und zwei Terzetten –, doch ohne Reime. Trotzdem:… Continue Reading „7. Streichend schreiben“
Die Dichterin Eather Dohollau, keltischen Ursprungs, die seit 1958 in Saint-Brieuc lebte, starb im Alter von 88 Jahren. Im Jahr 2000 wurde sie zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. / ouest france
»Die Verwirklichung der Poesie« Call for Papers! Gerade ist die dritte Ausgabe der Broschüre „Kunst, Spektakel, Revolution“ erschienen und schon beginnen wir mit der Redaktionsarbeit für die vierte Ausgabe. Die vierte Nummer unserer (beinahe) jährlichen Publikation wird die Revolutionsepoche zwischen 1789 und 1871 behandeln… Continue Reading „109. Kunst, Spektakel, Revolution No. 4“
15 Jahre nach seinem letzten Gedichtband kehrt der vielfach preisgekrönte, aber auch umstrittene französische Autor Michel Houellebecq zur Poesie zurück. Der Band „Configuration du dernier rivage“ (zu deutsch etwa: Gestalt des letzten Ufers) soll laut Verlag am 17. April bei Flammarion erscheinen. Er umfasst… Continue Reading „72. Neuer Houellebecq, alter Houellebecq“
Manche der aus sechs Nationen stammenden Verfasser haben nur ein Gedicht hinterlassen, andere schrieben drei, vier oder fünf. André Verdet und Yves Boulongne hatten die Texte versteckt und nach Befreiung des Lagers mit nach Frankreich genommen. Schon der Besitz von Schreibmaterial war im KZ Buchenwald strengstens verboten. Gleich nach… Continue Reading „57. Überlebensmittel“
Nun legen Wulf Kirsten und Annette Seemann mit „Der gefesselte Wald. Gedichte aus Buchenwald“ eine wahrlich ungewöhnliche Anthologie in französischer und deutscher Sprache vor. Dabei folgen sie der Originalausgabe von André Verdet aus dem Jahr 1945. Als Annette Seemann anlässlich des Todes von Jorge Semprún dessen Gedicht „Uralter Traum“ aus dem Französischen übersetzte, zudem das… Continue Reading „33. Der Schornstein lacht“
Sollte es wirklich, wie Enzensberger suggeriert, am Ende mehr Verfasser als Leser von Gedichten geben? Allerdings fallen einem schon Lyrikbände ein, die sich auf Anhieb und nicht erst im Lauf eines Jahrhunderts sehr viel besser verkauften als 1.354 Mal. Wolf Wondratscheks im Selbstverlag erschienene… Continue Reading „18. Lampingsche Variable“
Er war Schriftsteller, Herausgeber, Regisseur von Dokumentarfilmen und Reportagen, Ethnhologe. Alain Gheerbrant starb am 21.2. im Alter von 92 Jahren. 2010 erschien der Gedichtband „L’Homme troué“ (vielleicht: Der löcherige Mann). / ActuaLitté Schon am 20.1. starb in Japan mit 101 Jahren die Dichterin Toyo… Continue Reading „85. Gestorben“
Frankreich begeht vom 9.-24.3. zum 15. Mal das Festival „Frühling der Dichter“, das in diesem Jahr unter dem Motto «la grâce, la légèreté et la liberté» (Anmut, Leichtigkeit, Freiheit) steht. Auf einer Pressekonferenz erklärte der künstlerische Leiter des Festivals, Jean-Pierre Siméon, man wolle die… Continue Reading „53. Frühling der Dichter“
Noch einmal Baudelaire. „Folie Baudelaire“, der Wahn Baudelaire, so der Titel von Calassos Buch über den Dichter, nimmt eine gehässig gemeinte Formulierung des Kritikers Charles-Augustin Sainte-Beuve auf und wendet sie ins Positiv. Sainte-Beuve war ein einflußreicher Literaturkritiker und seit 1844 Mitglied der Akademie. 1861, als… Continue Reading „105. Kamtschatka der Romantik“
Auf Umwegen nähert sich Calasso der Welt Baudelaires, um so in ihr Zentrum zu stossen. Er beginnt mit einem Brief Baudelaires, der seine Mutter einlädt, sich mit ihm im Louvre zu treffen. In der einfach-komplizierten Faktur dieses ganz persönlichen Briefs entdeckt Calasso das ganze… Continue Reading „97. Neuer Baudelaire“
Heute vor 550 Jahren wurde François Villon aus Paris verbannt. Kein Poet vor François Villon hatte so selbstbewusst „Ich“ gesagt. Das macht ihn zum ersten modernen Dichter an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit. Seine Verse sind erhalten, doch er selbst hat nur wenige… Continue Reading „17. Vor 550 Jahren“
Wir, das Personal des College Arthur Rimbaud, bemerkten am Montag, d. 10. Dezember, daß die Turnhalle Santi, die die Schüler täglich für sportliche Aktivitäten nutzen, nicht mehr zugänglich ist. Sie war beschlagnahmt worden, um für zwei Nächte Familien unterzubringen, die durch die große Kälte… Continue Reading „73. Protest“
Aus dem L&Poe-Archiv, September 2007: 65. Baudelaire siebenfach Karen Volkman bespricht in der Boston Review, July / August 2007 (ins Netz gestellt von Poetry Daily) eine Neuübersetzung von Baudelaires „Blumen des Bösen“ durch den amerikanischen Lyriker Keith Waldrop. Hier zwei französische (!) und drei… Continue Reading „54. Freund des Verbrechers“
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