Kategorie: Deutschland

Nico Bleutge mit dem Alfred-Kerr-Preis geehrt

Auf der Leipziger Buchmesse im Veranstaltungsforum der unabhängigen Verlage „Die Unabhängigen“ wurde Nico Bleutge mit dem diesjährigen Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2016 ausgezeichnet. Der vom Börsenblatt gestiftete Preis ist mit 5.000,- Euro dotiert. Die Laudatio hielt Lothar Müller, Feuilleton-Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, der im Jahr 2000… Continue Reading „Nico Bleutge mit dem Alfred-Kerr-Preis geehrt“

Zur Kritik

Kommentar zur Debatte von Jan Kuhlbrodt (Postkultur) Kritik im Sinne eines akademischen oder feuilletonistischen Krittelns kümmert mich herzlich wenig. Sie wendet sich ihrem Gegenstand nicht zu, sondern neigt sich, in ihrem Selbstverständnis, und nur da, zu ihm hinab, hält sich für klüger. Sie ist… Continue Reading „Zur Kritik“

Ort der Poesie

petrus akkordeon fragte für die lyrikzeitung auf der leipziger buchmesse nach dem „ort der poesie“. hier seine funde. spontan gibt es gleich zwei orte, für mich liegt sie in der luft, und auch im pflaster, wo sie die luft berührt und natürlich tief in dir drin, aber… Continue Reading „Ort der Poesie“

Lage der Lyrikkritik

2 Auszüge aus dem Aufsatz von  Tristan Marquardt: Zur prekären Lage der Lyrikkritik (bei Signaturen) 1 Zwar steigt die Anzahl an Rezensionen zu Lyrikbänden in den Feuilletons zurzeit erfreulicherweise wieder, doch ist sie noch immer so überschaubar, dass das Besprochene weder repräsentativ wäre, noch gefeit… Continue Reading „Lage der Lyrikkritik“

Wille zum Kuratorischen und zu Literatur als „sozialer Praxis“

„Frohburg“, dieses 1002 Seiten starke Porträt seiner Heimatstadt, ist ein Buch, in dem etwas festgehalten wird. Der Preis für Stolterfoht dagegen geht an ein mobileres, performativeres Verständnis von Literatur. Im vergangenen Jahr hat er den Verlag Brueterich Press gegründet. Dessen Motto „Schwierige Lyrik zu… Continue Reading „Wille zum Kuratorischen und zu Literatur als „sozialer Praxis““

Muskatblut, Muskatblüt

Marcel Beyer hat sich durch den Schutt des eingestürzten Kölner Stadtarchivs gemaulwurft und dabei einen schönen Fund gemacht. Es sind die Dichtungen des Konrad Muskatblut, die er von Geröll und Staub befreien konnte.* Rezension von Matthias Ehlers, WDR Marcel Beyer (Hrsg.): Muskatblut, Muskatblüt Zwiesprachen… Continue Reading „Muskatblut, Muskatblüt“

Kinderpoesie

Neulich bei einer Tagung zur zeitgenössischen Kinderpoesie brachte es der legendäre Herausgeber Hans-Joachim Gelberg auf den Punkt: „Es ist fatal – bist du einmal als Kinderdichter eingeordnet und eingezäunt, kommst du nicht mehr auf die Weide, wo die großen Tiere sind.“ Die Rede war… Continue Reading „Kinderpoesie“

Philosophisch hochbewusst

Dieser Gedichtband ist philosophisch hochbewusst und sperrt sich gegen einen raschen Konsum, belohnt den Leser aber mit bestechenden Formulierungen und Einsichten. Dabei hält er zunächst einmal Reiseeindrücke der Dichterin fest. Sie besucht Kaliningrad, das frühere Königsberg, nimmt die Plattenbauten aus der Sowjetzeit in den… Continue Reading „Philosophisch hochbewusst“

Verunsicherung

Es ist irritierend, wie verunsichert wir sind. Aber es ist auch gut, wenn die Verunsicherung von Gedichten ausgeht, kann sie unser gewohntes Denken und Sprechen in Frage stellen. Gedichte können Offenheit erfahrbar machen, Blicke weiten, Erkenntnis ist möglich, Abweichung produktiv. Einleitung zu einer Sammelrezension… Continue Reading „Verunsicherung“

Das neue deutsche Lyrikwunder

ist keine Gegendarstellung, sondern die (ich nehme an, redaktionelle) Überschrift in der Zeit für den gleichen Artikel von Gregor Dotzauer, der schon in der vorigen Nachricht aus dem Tagesspiegel vorgestellt wurde. Sie wollten was über Poschmann als potentielle Nachfolgerin Jan Wagners im Amt des… Continue Reading „Das neue deutsche Lyrikwunder“

Nicht ohne schamanische Reste

Ich lasse die Verbeugung vor dem Zweitgeist* weg und gehe gleich zum Wesentlichen in Gregor Dotzauers Rundblick um die Neue deutsche Lyrik im Jahr eins „nach Jan Wagners Sieg“: Ágnes Nemes Nagy, die bedeutendste ungarische Dichterin des 20. Jahrhunderts, hat aus gutem Grund die… Continue Reading „Nicht ohne schamanische Reste“

Karin-Kramer-Preis für Bert Papenfuß

Am 20. März 2016 jährt sich zum zweiten Mal der Todestag der Verlegerin Karin Kramer. Wir, die Bauphilosophen, wünschen, daß der Name des großartigen Verlegerpaares Karin und Bernd Kramer, die kurz hintereinander 2014 verstarben, dem deutschsprachigen Literaturbetrieb erhalten bleiben. In Andenken an diese beiden… Continue Reading „Karin-Kramer-Preis für Bert Papenfuß“

Die Meute kommt näher

Sein erstes, von ihm selbst als gültig anerkanntes Gedicht verfasste Dieter Mucke 1963. An einem Sommernachmittag hatte der damals 27-jährige Wahl-Hallenser mit seiner Tochter unter einem Apfelbaum gespielt. Die Dreijährige fragte: Vater, wie schmeckt die Sonne? Das „Gedicht für Rahel“ entstand, in dem es… Continue Reading „Die Meute kommt näher“

Gestorben

Der Hallenser Dichter Dieter Mucke starb am 12. März im Alter von 80 Jahren. Er wurde 1936 in Leipzig geboren. Seine erste Veröffentlichung war das Poesiealbum 19 (1969). Er veröffentlichte Gedichte und Prosa für Erwachsene und Kinder. Hier Teil II aus dem Gedicht „Die… Continue Reading „Gestorben“

Netzwerk freie Literaturszene Berlin als Verein gegründet

 Am 12. Januar 2016 hat sich in Berlin das Netzwerk freie Literaturszene Berlin (NFLB) als gemeinnütziger Verein gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben freien Literaturinitiativen wie Lettrétage e.V., Berliner Literarische Aktion e.V., Latinale oder KOOK e.V. auch unabhängige Autorinnen, Übersetzer, Lektorinnen, Kleinverleger und Literaturveranstalterinnen.… Continue Reading „Netzwerk freie Literaturszene Berlin als Verein gegründet“