Graffitimuseum

Ein Kunsthistoriker und eine Linguistin wollen in Deutschland die größte Graffiti-Datenbank der Welt aufbauen. Sie erhoffen sich Erkenntnisse über die urbane Sprachlandschaft.

(…)

Ein Trend im Fach ist die Erforschung von „linguistic landscapes“, von Sprachlandschaften im öffentlichen Raum. Dieser Raum hat sich auch aus linguistischer Sicht in den letzten fünfzig Jahren radikal verändert. „Es ist alles voller Schrift“, sagt Tophinke. Werbeschriftzüge gehörten dazu, aber eben auch Graffiti. Wenn Tophinke auf einzelne Wörter in Städten stößt, „Hass“ oder „Liebe“, sieht sie darin auch einen „assoziativen Sprachgebrauch“, der sie an Lyrik erinnert.

Wer kommuniziert mit wem? An welchen Orten, in welchen Farben, welcher Sprache? In der Datenbank soll alles genauestens erfasst werden. Papenbrock und Tophinke haben lange an ihrem Kategoriensystem gebastelt, die Liste reicht vom Trägermedium (Stromkasten, S-Bahn, Parkbank) über den Tonfall (beleidigend, drohend) bis zu Fragen von Syntax und Style. / Wiebke Hollersen, Die Welt

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