wolkenformate

In „wolkenformate“ sind die Worte sorgsam gesetzt. Wir sehen das Ergebnis einer Übereinkunft des Dichters Hansen mit seinem Verleger Michael Wagener, der zugleich bildender Künstler ist und Fotografien seiner Serie landskeips zur grafischen Gestaltung des Buches nutzt. Wir werden an den Doppelsinn des Wörter-Setzens erinnert: Einerseits geht es um die Wahl der richtigen Worte, das Arbeiten an den Versen, solange, bis die Worte ihren endgültigen Platz gefunden haben (an den im ersten Kapitel wird was wolkenform hat eingefügten fast zwanzig Gedichten hat der Autor fünf Jahre bis zur Veröffentlichung gearbeitet), andererseits um die Wahl der grafischen Mittel, die Typografie, die hochwertige Umsetzung der Texte in einer bibliophilen Ausgabe, dieses Relikt aus vergangener Druckerzeit, das Setzen der Buchstaben.

Hansens Gedichte als wortkarg zu bezeichnen, nur weil sie zumeist mit wenigen Worten auskommen (und dabei ihren Sinn nicht auf den ersten Blick freigeben), wäre eine Verkennung der gewählten Arbeitsmethode. Sie sind am Kondensat interessiert, bilden nur noch das Übriggebliebene ab, ohne die Sinnzusammenhänge zu unterdrücken. / Eric Giebel, Fixpoetry

Dirk Uwe Hansen
Wolkenformate
reihe staben im Gutleut Verlag
2016 · 64 Seiten · 16,00 Euro
ISBN: 978-3-936826-84-5

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