Kategorie: Deutsch

16. Lyrik am Abend

Über eine Bürgerfunk-Sendung „Lyrik am Abend“ des Zimmertheaters in Meschede berichtet die Westfalenpost vom 7.2.04, und die Ostsee-Zeitung vom 2.2.04*) über einen Poetry Slam in Wismar (Mecklenburg).

14. Lyrikpost-Bestellungen

So alle 5 Tage erreichen mich Lyrikpost-Bestellungen ohne Mailadresse (bzw. nur mit dem Wort „Ihre“ als Absender). Für alle ernstgemeinten Zuschriften muß leider gelten: Berücksichtigt wird nur, wer seine korrekte eMail-Adresse einträgt – und nichts als das, weil der Automat leider nichts anderes versteht.… Continue Reading „14. Lyrikpost-Bestellungen“

10. Lose Blätter

Mit Panthern, Bären und Giraffen hätten die Menschen friedlich auf der Wiese gelegen. Was hier beschworen wird, ist mitnichten eine Szene aus dem Garten Eden, vielmehr eine Erinnerung vom Tag nach dem Bombardement, das in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945… Continue Reading „10. Lose Blätter“

8. Pommersche Muse, pommerscher Dada

Wie die Zügellosigkeit der Elsa von Freytag-Loringhoven Berlins Boheme inspirierte, beschreibt Hendrik Werner, Berliner Morgenpost 5.2.04 – Pommersche Dichtung anno 1886: Der Hang zur Zote ist mir eingeboren Von meinem Papa hab ich ihn geerbt Sein Witz ist roh – ich bin dazu erkoren… Continue Reading „8. Pommersche Muse, pommerscher Dada“

6. Hel-Automat

taz: Herr Maleu, Sie sind Geschäftsführer des SuKuLTuR-Verlags. Seit Dezember vertreiben Sie die Heftreihe „Schöner Lesen“ in elf Süßwarenautomaten in Berlin. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Literatur in Automaten zu verkaufen? Frank Maleu: Seit die Lesehefte erscheinen, das ist seit 1996, suche ich nach… Continue Reading „6. Hel-Automat“

5. Neuer Schock

Nach „Die Welt als Schock und erweiterte Tatsache“ (1995, vergriffen) endlich: Der neue Werksquerschnitt seiner besten „spirituellen“ Gedichte aus 11 Jahren !!! 36 ausgewählte transreligiöse Gedichte 1992-2003 im bibliophilen schmalen Hochformat komplett auf grünem Karton gedruckt !!! MOTTO: >…die popliteratur ist wiedermal scheintot, die… Continue Reading „5. Neuer Schock“

2. André Hellers Poetikvorlesung

Hellers listiger Literaturbegriff erlaubt es ihm auch, in schwärmerischen Worten die vielen Begegnungen mit den „Göttern“ und „Weltmeistern“ des Kunstbetriebs auszumalen. Wie ihn die Hilde Spiel im Café Hawelka an ihr Tischchen bat oder „der Doderer“ Bildungsratschläge gab: „Gehn’s ins Kino!“ Während Heller von… Continue Reading „2. André Hellers Poetikvorlesung“

1. Letternmusik im Gaumentheater

A.J. Weigoni trägt seine Gedichte nicht einfach vor, er gestaltet und verwirklicht sie. Es geht ihm um die Wahrhaftigkeit des Wortes. Seine Gedichte sind eine tonale Komposition mit sprachlichen Mitteln. Er vermag es poetische Performances zu Ereignissen zu machen, weil er den richtigen Rhythmus… Continue Reading „1. Letternmusik im Gaumentheater“

Scardanelli

Übrigens: „Auch eine Blume ist schön, weil sie blühet unter der Sonne. Es findet das Aug oft im Leben Wesen, die viel schöner noch zu nennen wären, als die Blumen“ (Hölderlin). / DETLEF KUHLBRODT, taz 29.1.04 „Scardanelli“. R. Harald Bergmann, 112 Min., D 2000.… Continue Reading „Scardanelli“

Mehr Lyrik bitte!

Christoph Wilhelm Aigner zum Stadtschreiber gekürt Dresden. Der Lyriker und Erzähler Christoph Wilhelm Aigner wird neuer Stadtschreiber in Dresden. 48 Literaten hatten sich beworben, der Österreicher jedoch überzeugte die unabhängige Jury am nachhaltigsten von seinen Talenten und bekam den befristeten Posten. / Sächsische Zeitung… Continue Reading „Mehr Lyrik bitte!“

Zensierter Gamsbart

Bereits 1961 hatte sich Hacks wegen eines anderen Textes in eine beispiellose Rufmordkampagne verwickelt gesehen. Verursacht war dies durch seine 1961 im Satire-Septemberheft der „Neuen deutschen Literatur“ abgedruckte Fabel „Der Steinbock und der Lemming“ gewesen, in der es u.a. hieß: „Ich bin ein alter… Continue Reading „Zensierter Gamsbart“

„Da gibt es nix zu meckern“,

meint Benno Schirrmeister, taz 24.1.04: Völlig zu Recht erhält der Lyriker und Peter-Huchel-Konservator Lutz Seiler am Montag den Bremer Literaturpreis für seinen Gedichtband „vierzig kilometer nacht“. Der muss im Stehen und laut gelesen werden.

Aufregend sinnlos

Aebli ist ein Meister der minimalisierenden Ironie: «Alles hat höchstens keine Bedeutung.» Der Ameisenjäger im Gedicht «Selbstgespräch am Abend» ist zweifellos ein Selbstporträt des Dichters: «Kinder auf der Strasse / machen wenigstens Lärm. / Du machst gar nichts.» Nichts ausser Jagd auf Ameisen: «Erstaunlich… Continue Reading „Aufregend sinnlos“

Die Letzten

„Wir sind die Letzten“, heißt es in Hans Sahls berühmtem Exilanten-Gedicht, „fragt uns aus!“ Hans Keilson war der letzte jüdische Schriftsteller, der – gefördert von Oskar Loerke – bei S. Fischer debütierte; das war im Jahr 1933. … 1986 erschien der Gedichtband „Sprachwurzellos“, der… Continue Reading „Die Letzten“

Die hundert besten Gedichte

der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts – ein brasilianisches Ranking Hier die zehn ersten Autornamen: Eliot, Pessoa, Valéry, Yeats, Pound, Lorca, Rilke, Kavafis, Apollinaire, Pessoa Auf Platz 43 und 44 Miklos Radnoti und Attila József / 21.1.04