Lyrikzeitung & Poetry News

26. April 2012

93. Anton Pincas

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Die Stiftung Lyrik Kabinett, München, hat als Band 12 ihrer Blauen Reihe den Gedichtband „Diskurs über die Zeit“ des israelischen Autors Anton Pincas in der Übersetzung von Tuvia Rübner herausgegeben.

Anton Pincas wurde 1935 in Sofia, Bulgarien, geboren und kam 1944 mit seiner Mutter nach Tel Aviv. Er ist im deutschen Sprachraum annähernd unbekannt, bisher sind nur einzelne Gedichte von ihm verstreut erschienen. In Israel wurden acht Gedichtbände veröffentlicht und 2005 erhielt er den angesehenen Israel-Preis für Dichtung. / kultur-port.de

23. April 2012

84. Keine Empathie

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Wenn die Debatte um Günter Grass’ Gedicht-Pamphlet «Was gesagt werden muss» jenseits der breiten Zurückweisung durch die Intelligenzia eines gezeigt hat, dann, dass es dem Internet-Mainstream zunehmend an Empathie für Israel gebricht. / Andreas Breitenstein, NZZ

4. April 2012

11. Grass und Israel

Einsortiert unter: Deutsch, Deutschland, Israel — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 13:07

Titelblatt der Süddeutschen Zeitung von heute:

Günter Grass warnt vor einem Krieg gegen Iran. In seinem Gedicht mit dem Titel ‘Was gesagt werden muss’ fordert der Literaturnobelpreisträger deshalb, Israel dürfe keine deutschen U-Boote mehr bekommen.

Im Feuilleton auf Seite 11 steht das komplette Gedicht, Probe aus dem Mittelteil:

Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,
der das von einem Maulhelden unterjochte
und zum organisierten Jubel gelenkte
iranische Volk auslöschen könnte,
weil in dessen Machtbereich der Bau
einer Atombombe vermutet wird.

Doch warum untersage ich mir,
jenes andere Land beim Namen zu nennen,
in dem seit Jahren – wenn auch geheimgehalten -
ein wachsend nukleares Potential verfügbar
aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung
zugänglich ist?

(In der Zeitung El País kann man es komplett und frei auf Spanisch lesen, ich sag mal, angesichts der poetischen Qualität des Textes kann man verlustfrei auf diese zurückgreifen. Es soll heute auch in der “New York Times” und in “La Repubblica” stehen, wo es aber zumindest bislang nicht online zugänglich ist.)

Nachtrag: Hier veröffentlicht es die Süddeutsche ebenfalls komplett. Man muß nur nach jedem Punkt eine Leerzeile dazudenken. Obwohl es das “Gedicht” auch nicht rettet.

In der Welt antwortet Henryk M. Broder:

Grass hat schon immer zu Größenwahn geneigt, nun aber ist er vollkommen durchgeknallt. Ganztätig mit dem Verfassen brüchiger Verse beschäftigt, hat er keine der vielen Reden des iranischen Staatspräsidenten mitbekommen, in denen er von der Notwendigkeit spricht, das “Krebsgeschwür”, das Palästina besetzt hält, aus der Region zu entfernen. Denn das ist nur “Maulheldentum”, das man nicht ernst nehmen muss, so wie die Existenz einer einzigen Bombe “unbewiesen” ist, bis sie zum Einsatz kommt. …

Grass hatte schon immer ein Problem mit Juden, aber so deutlich wie in diesem “Gedicht” hat er es noch nie artikuliert. In einem Interview mit “Spiegel Online” im Oktober 2001 sagte er, wie er sich die Lösung der Palästina-Frage vorstellt: “Israel muss nicht nur besetzte Gebiete räumen. Auch die Besitznahme palästinensischen Bodens und seine israelische Besiedlung ist eine kriminelle Handlung. Das muss nicht nur aufhören, sondern rückgängig gemacht werden. Sonst kehrt dort kein Frieden ein.”

Das war nicht mehr und nicht weniger als eine Aufforderung an Israel, nicht nur Nablus und Hebron, sondern auch Tel Aviv und Haifa aufzugeben. …

Die Deutschen werden den Juden nie verzeihen, was sie ihnen angetan haben. Damit im Nahen Osten endlich Frieden einkehrt und auch Günter Grass seinen Seelenfrieden findet, soll Israel “Geschichte werden”. So sagt es der iranische Präsident, und davon träumt auch der Dichter beim Häuten der Zwiebel.

Der Gesandte des Staates Israel zur Veröffentlichung von Günter Grass

Was gesagt werden muss ist, dass es zur europäischen Tradition gehört, die Juden vor dem Pessach-Fest des Ritualmords anzuklagen. Früher waren es christliche Kinder, deren Blut die Juden angeblich zur Herstellung der Mazzen verwendeten, heute ist es das iranische Volk, das der jüdische Staat angeblich auslöschen will.

Was auch gesagt werden muss ist, dass Israel der einzige Staat auf der Welt ist, dessen Existenzrecht öffentlich angezweifelt wird. So war es schon am Tag seiner Gründung, und so ist es auch heute noch.

Wir wollen in Frieden mit unseren Nachbarn in der Region leben. Und wir sind nicht bereit, die Rolle zu übernehmen, die Günter Grass uns bei der Vergangenheitsbewältigung des deutschen Volkes zuweist.

Emanuel Nashon, Gesandter des Staates Israel, Botschaft des Staates Israel, 04.04.12

29. März 2012

131. Tuvia Rübner erhält den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2012

Der israelische Lyriker Tuvia Rübner (88) erhält den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Stiftung schreibt:

Tuvia Rübner, der sich in seinem Gedicht „Wer hält diese Eile aus“ (2007) als „ein Kind des zwanzigsten Jahrhunderts“ bezeichnet, wurde am 30. Januar 1924 in Pressburg (Bratislava) in eine deutschsprachige bürgerliche Familie „des gehobenen Mittelstands“ hineingeboren; den hebräischen Namen seines Großvaters erhielt er zu seinen beiden deutschen Namen Kurt Erich hinzu. Sein 1885 in Losoncz geborener Vater Moritz Manfred Rübner war administrativer Leiter der Pressburger Filiale einer internationalen Speditionsgesellschaft und wurde auf „sein eigenes Verlangen“ entlassen, als die Gesellschaft in den Besitz der Deutschen Reichsbahn übernommen worden war. Seine Mutter Alica Grünwald (geb. 1899) stammt aus dem nordwestslowakischen Šaštín.

Nachdem die jüdischen Schüler in Pressburg das Deutsche Staatsrealgymnasium und das slowakische Gymnasium nicht mehr besuchen durften, fand Tuvia Rübner Anstellung in einem Betrieb, in dem sich junge Juden auf die Auswanderung vorbereiteten. Mit einer kleinen Gruppe von Freunden aus dem zionistischen Jugendbund „Haschomer Hatzair“ gelangte er im Mai 1941 aus der Slowakei über Budapest in das damalige Palästina, in den Kibbuz „Merchavia“ (der Name bedeutet, nach einem Psalm, „Gottes Weite“). Dieser 1911 nach dem Plan des deutschjüdischen Soziologen Oppenheim als Genossenschaftssiedlung gegründete Kibbuz war der erste Kibbuz im Emek Jezreel. Hier blieb und arbeitete Rübner 12 Jahre, zunächst als Schafhirte. …

Aus dem Kibbuz korrespondierte Tuvia Rübner mit seinen Eltern im „Feindesland Slowakei“ über den Postverkehr des Roten Kreuzes, der beschränkt war auf einen Brief alle zwei Monate mit jeweils 25 Wörtern und nur persönlichen Nachrichten. Am 12. Juni 1942 wurden Tuvia Rübners Eltern und seine damals dreizehnjährige Schwester Alice nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Die letzte Nachricht von ihnen war ein über das internationale Rote Kreuz aufgegebenes Telegramm vom Juli 1942: „sind ausgesiedelt nach Generalgouvernement ehemaliges Polen. Neues Domizil erfahret durch Jüdische Soziale Selbsthilfe Krakau, Postfach Nr. 211“. (zit. in Ulrike Kolb: Dichten müssen. Zum 80. Geburtstag des israelischen Lyrikers, Übersetzers, Literaturwissenschaftlers und Fotografen Tuvia Rübner. In: Frankfurter Rundschau, 30.1.2004).

Im Kibbuz wurde Rübner mit dem Neuhebräischen vertraut, seiner zweiten Muttersprache. Hier lernte er den aus der Bukowina stammenden Dichter Dan Pagis (1930-1986) kennen, den er später aus dem Hebräischen ins Deutsche übersetzte. Auf dem Rückweg von Tel Aviv in den Kibbuz ereignete sich im Februar 1950 ein schweres Busunglück, bei dem Rübners Frau, die er 1944 geheiratet hatte, starb; er selbst überlebte, schwerverletzt, mit seiner 1949 geborenen Tochter.

Im Kibbuz wurde Rübner Bibliothekar und Literaturlehrer an einer Mittelschule. Später arbeitete er als Professor für hebräische und deutsche Literatur an der Universität Haifa. 1953 heiratete er die Konzertpianistin Galila Jisreeli, deren Eltern aus russisch-jüdischen Familien stammen. Aus dieser Ehe sind zwei Söhne hervorgegangen, einer ist 1983 in Ecuador verschollen, der andere wurde Buddhist und lebt in Nepal. Von 1963 bis 1967 war Rübner Abgesandter der Jewish Agency in Zürich. …

Bis 1954 schrieb Rübner deutsche Gedichte: „Ich schrieb in einer Sprache, die ich kaum mehr sprach. Sie war mein Zuhause. In ihr ,sprach’ ich weiter mit meinen Eltern, mit meiner Schwester, mit den Großeltern, den Verwandten, Freunden der Jugend, die alle kein Grab besitzen. Dann wollte ich nicht mehr in meinem, wie ich meinte, eigentlichen Leben, in den Gedichten, in der Vergangenheit sein, auch wenn sie unvergangen war. Nicht um sie zu bewältigen […], sondern mit ihr: zu leben [...]. Hebräisch ist nicht selbstverständlich für mich.“ Dann wechselte er ins (Neu)Hebräische, eine „erlernte Sprache“, in der bis 1990 acht Gedichtbände erschienen. 1990 kam im Piper Verlag eine Auswahl von Rübners Gedichten in deutscher Übersetzung von Efrat Gal-Ed und Christoph Meckel heraus, unter dem Titel „Wüstenginster“. Sechs deutschsprachige Gedichtbände von Tuvia Rübner hat seit 1990 der Aachener Rimbaud Verlag publiziert.

Rübners Bücher gelten als „großes Werk der hebräischen Moderne“ (so Karin Lorenz-Lindemann in der Zürcher Zeitschrift „Orientierung“, 15.11.2008). Sein lyrisches Werk gehört zum Bestand der klassischen Exilmoderne. Kennzeichnend für seine Gedichte sind traditionelle Formen wie die Ode, Paraphrasen, paradoxe Gleichnisse und Kontrafakturen.

Die Jury des Literaturpreises bilden

  • Prof. Dr. Birgit Lermen - Universität zu Köln (Vorsitzende)
  • Prof. Dr. Gerhard Lauer - Universität Göttingen
  • Christine Lieberknecht MdL - Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen
  • Felicitas von Lovenberg - Leiterin Literatur, Frankfurter Allgemeine Zeitung
  • Ijoma Mangold - Die Zeit

(Nicht viele Literaturpreise sind so auskunftsfreudig!)

Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert und wird jährlich in Weimar vergeben. Bisherige Preisträger waren

18. März 2012

79. Verbotene Lektüre

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Nachfolgende Passage aus einem Interview der israelischen Autorin Zeruya Shalev ist zwar nicht Lyrik, aber hat es doch in sich:

Ich hielt einen Vortrag mit Lesung in einer Bibliothek in meiner Nachbarschaft. Im Publikum sah ich einen jungen Mann mit Kippa, der irgendwie nicht dazu passte. Am Ende der Veranstaltung sprach er mich an und sagte: „Ich muss Ihnen danken, Sie haben mein Leben verändert.“ Dann erzählte er mir seine Geschichte. Er war früher ein Ultraorthodoxer und studierte Theologie. Aber gleichzeitig kam er regelmäßig in die Bibliothek, um heimlich, versteckt unter dem Talmud, säkulare Bücher zu lesen. Was streng verboten war! Das erste Buch, das er so las, war mein Roman „Liebesleben“. Er meinte, es hätte seine Einstellung zu Frauen verändert; seither würde er sich ihnen viel näher fühlen. Er verließ die Welt der Ultraorthodoxen, lebt jetzt als orthodoxer Jude und ist glücklich verheiratet.

Als ich die Geschichte hörte, war ich sehr bewegt. Offenbar ist es aber nicht so ungewöhnlich. Es soll viele ultraorthodoxe Jungen geben, die in der Bibliothek heimlich normale Bücher lesen. / FR 14.3.

27. Januar 2012

106. “Lebend schon”

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Schwieriges Deutschland. Deutschland Today schreibt über die deutsche Dichterin Else Lasker-Schüler:

Schon zu Lebzeiten publizierte sie in verschiedenen Zeitschriften und illustrierten Bänden.

Deutschland yesterday war da weniger nachlässig. Ihr Gedichtband “Mein blaues Klavier” erschien 1943 in Jerusalem.

Mein blaues Klavier

 

Ich habe zu Hause ein blaues Klavier
Und kenne doch keine Note.

Es steht im Dunkel der Kellertür,
Seitdem die Welt verrohte.

Es spielten Sternenhände vier
– Die Mondfrau sang im Boote –
Nun tanzen die Ratten im Geklirr. 

Zerbrochen ist die Klaviatür…
Ich beweine die blaue Tote.

Ach liebe Engel öffnet mir
– Ich aß vom bitteren Brote –
Mir lebend schon die Himmelstür –
Auch wider dem Verbote.

14. Dezember 2011

51. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (5)

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Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Wird in den nächsten 2 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur N – Sch. Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

  1. Shafiq Naz (Hg.) · Der deutsche Lyrikkalender für junge Leser 2012. Jeder Tag ein Gedicht, 366 Ge­dichte von 200 Autorinnen und Autoren von den An­fängen bis zur Gegen­wart, darunter ∙ Ernst Moritz Arndt ∙ Rose Ausländer ∙ Hans Bender ∙ Rolf Dieter Brinkmann ∙ Manfred Chobot ∙ Matthias Claudius ∙ Klaus Peter Dencker ∙ Annette von Droste-Hülshoff ∙ Marie von Ebner-Eschenbach ∙ Manfred Enzensperger ∙ Theo­dor Fontane ∙ Günther Bruno Fuchs ∙ Stefan George ∙ Günter Grass ∙ Peter Handke ∙ Heinrich Heine ∙ Hendrik Jackson ∙ Mathias Jeschke ∙ Franz Kafka ∙ Axel Kutsch ∙ Oskar Loerke ∙ Martin Luther ∙ Christian Morgenstern ∙ Wilhelm Müller ∙ Andreas Noga ∙ Novalis ∙ Martin Opitz ∙ Oswald von Wolkenstein ∙ Wal­ther Petri ∙ August von Platen ∙ Monika Rinck ∙ Joachim Ringelnatz ∙ Paul Scheerbart ∙ Raoul Schrott ∙ Vol­ker von Törne ∙ Georg Trakl ∙ Ludwig Uhland ∙ Friedrich Theodor Vischer ∙ Jan Wagner ∙ Robert Walser ∙ Albin Zollinger, 430 Seiten, Tischkalen­der mit Spi­ralbindung, Alhambra Publishing, B-Bertem 2011.
  2. Cyprian Kamil Norwid: Über die Freiheit des Wortes. Poem. Aus dem Polnischen von Peter Gehrisch. Leipziger Literaturverlag. 220 Seiten.
  3. Gisela Noy · Gänge ans Licht, mit drei Graphiken von Berthold Mallmann, 36 Seiten, handfadengebundene Broschur, numeriert und signiert, Atelier Verlag, Andernach 2011.
  4. Hellmuth Opitz · Die Dunkelheit knistert wie Kandis, 126 Seiten, Hardco­ver, Pendragon Verlag, Biele­feld 2011.
  5. Jutta Over · Grünland Grauland, 24 unpaginierte Seiten, geheftete Broschur, Machandel Verlag, Hase­lünne 2011.
  6. José Emilio Pacheco: Früher oder später. Edition Delta (Aus dem Spanischen von Juana und Tobias Burghardt)
  7. Bert Papenfuß: Pro tussi à gogo. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
  8. Alexej Parschtschikow: Erdöl. Gedichte. Übersetzung: Hendrik Jackson. kookbooks 2011
  9. Teresa Pascual ∙ Die geordnete Zeit & Rebellion des Salzes – El temps en ordre & Rebellió de la sal. Gedichte [zweisprachig]. Aus dem Katalanischen von Juana und Tobias Burghardt. Titelbild von Juana Burghardt. 161 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  10. Miodrag Pavlović: Mißhelligkeiten, alte und neue. Gedichte. Aus dem Serbischen von Peter Urban. Leipziger Literaturverlag. 152 Seiten.
  11. Francesco Petrarca, Canzoniere, aus dem Italienischen übersetzt von Karl-Heinz Stierle, gebunden, 273 Seiten, Insel Verlag 2011.
  12. Annelotte Piper (Hg.): Kaum berührt, zerfällt die Mauer der Nacht.28 japanische Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit Gedichten von Yosano Akiko, Nagase Kiyoko, Fukao Sumako, Sagawa Chika, Machida Shizuko, Ishigaki Rin, Nakamura Chio, Mitsui Futabako, Uchiyama Tomiko, Ibaragi Noriko, Shinkawa Kazue, Shiraishi Kazuko, Tada Chimako, Kora Rumiko, Takarabe Toriko, Kawata Ayane, Kanai Mieko, Tomioka Taeko, Yoshihara Sachiko, Aoki Harumi, Tatara Chieko, Arai Toyomi, Yoshiyuki Rie, Ito Hiromi, Isaka Yoko, Hirata Toshiko, Inaba Mayumi und Kawaguchi Harumi. Mit einem Geleitwort von Yoko Tawada. Aus dem Japanischen von Annelotte Piper. Deutsche Erstausgabe. 368 Seiten. München: dtv, Dezember 2011.
  13. Kai Pohl (Hg.): floppy myriapoda. Subkommando für die freie Assoziation. Heft 18. Mit Gedichten von Niccolò Agnoli, Ernst-Jürgen Dreyer, Emmanuel Eni, Ernst Fuhrmann, Alex Galper, Rex Joswig, Andreas Paul, Kai Pohl, Clemens Schittko, Schwartz, HEL Toussaint, Johannes Witek u. a. Broschur, 40 S. EdK/Distillery, Berlin, Oktober 2011.
  14. Kai Pohl ∙ Clemens Schittko ∙ da kapo mit CS-Gas, 59 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
  15. Kai Pohl: Phantomkalender. Broschur, 24 S. Distillery, Berlin 2011.
  16. Traian Pop (Hg.) · BAWüLON. Süddeutsche MATRIX für Literatur und Kunst, 1. Ausgabe, Essay, Lyrik und Prosa, Gedichte von Johann Lippet · Horst Samson · Rainer Wedler u.a., 106 Seiten, Broschur, Pop Verlag, Ludwigs­burg 2011.
  17. Traian Pop (Hg.) · Matrix. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 24. Ausgabe, Essay, Lyrik und Prosa, Gedichte von Róža Do­mašcyna ∙ Benedikt Dyrlich ∙ Kito Lorenc ∙ Friederike Mayröcker ∙ William Totok u.a., 192 Seiten, Broschur, Pop Ver­lag, Ludwigsburg 2011.
  18. Magorzata Poszewska (Hg.): Ein Fenster bis zum Horizont / Okno po horyzont. 198 Seiten. edition art science, St. Wolfgang. Reihe: Lyrik der Gegenwart, Band 10.
  19. Kevin Prufer, Wir wollten Amerika finden. Ausgewählte Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Norbert Lange und Susanna Mewe. luxbooks, 2011.
  20. Hans Raimund/Friedrich Danielis: “Choral Variationen”. Edition Thurnhof, Reihe oxohyph 2011, 24 Euro, ISBN 978-3-900678-15-9. Auflage 400, 20 Exemplare erschienen als Vorzugsausgabe im Holzschuber mit einem Autograph von Hans Raimund und einer Arbeit von Friedrich Danielis, 180 Euro.
  21. Arne Rautenberg: Miami Bach. Illustration/ Grafik: Olrik Kohlhoff. 8 Bögen, keine Nummerierung. Cordel Kiel 2011.
  22. Arne Rautenberg: Triebabfuhr. Gedichte mit Zeichnungen von Thomas Palme, 24 Seiten. Cordel Kiel 2011.
  23. Tom Raworth: Logbuch. Gedichte. Übersetzung: Ulf Stolterfoht. 96 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, Softcover. Das Wunderhorn 2011.
  24. Marcel Reich-Ranicki (Hg.) ∙ Frankfurter Anthologie. Vierunddreißigster Band, Gedichte und Inter­pretationen, Ge­dichte von H. C. Artmann · Gottfried Benn · Bertolt Brecht · Walter Helmut Fritz · Wolfgang Hilbig · Peter Huchel · Theodor Kramer · Alfred Lichtenstein · Friederike Mayröcker · Helga M. Novak u.v.a., 317 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011.
  25. Walter Rheiner. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 1. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  26. Walter Rheiner · Ausgewählte Gedichte (edition grillenfänger 27). 48 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  27. Øyvind Rimbereid · Herbarium, aus dem Norwegischen von Klaus Anders, 85 Seiten, Klappenbroschur, Edi­tion Rugerup, Berlin · S-Hörby 2011.
  28. Jan Volker Röhnert ∙ Notes from Sofia. Bulgarische Blätter, Gedichte, Notate, Erzählung, 148 Seiten, Klappen­bro­schur, edition AZUR, Dresden 2011.
  29. Ludwig Rubiner · Das himmlische Licht. Gedichte (edition grillenfänger 26). 32 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  30. Tuvia Rübner · Lichtschatten. Gedichte. 102 Seiten, gebunden, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  31. Peter Rühmkorf: Poesiealbum 293. Hg. u. ausgewählt von Richard Pietraß, Grafik Horst Janssen. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011, 32 S.
  32. Wilhelm Runge · Das Denken träumt. Gedichte (edition grillenfänger 30). 62 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  33. Gabriele Sander (Hg.): Die Welt hebt an zu singen. Musik-Gedichte. Reclam. 192 Seiten.
  34. Julia Sander ∙ Der Fernseher blinkt in Blitzblau Augengeflatter, 24 unpaginierte Seiten, Handsatz und Handfadenbindung von Karl-Friedrich Hacker, footura black, Itzehoe 2011.
  35. Ulrike Almut Sandig ∙ Dickicht, 80 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Lese­bändchen, Schöffling & Co., Frankfurt am Main 2011.
  36. Jordi de Sant Jordi · Der letzte Trobador. Eine Anthologie. Herausgegeben und übersetzt von Hans-Ingo Radatz (Reihe: Katalanische Literatur des Mittelalters, Bd. 5), 120 Seiten, broschiert, Berlin – Münster – Wien – Zürich – London, LIT Verlag 2011.
  37. Knut Schaflinger ∙ Schneebrand, 103 Seiten, Klappbroschur, Edition POEMA, Verlag Ralf Liebe, Weilers­wist 2011.
  38. Valeri Scherstjanoi: Mein Futurismus. Mit einem Nachwort von Michael Lentz. Matthes & Seitz Berlin 2011, 191 S.
  39. René Schickele · Ausgewählte Gedichte (edition grillenfänger 22). 48 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  40. Clemens Schittko: Manifest der Nachhut. Broschur, 28 S. Schock Edition, EdK/Distillery, Berlin 2011.
  41. Clemens Schittko: Und ginge es demokratisch zu. sUkUltUr 2011.
  42. Tibor Schneider • Christiane Schweitzer • Anselm Treichler (Hg.), ]trash[pool. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 2. Ausgabe, Lyrik und Prosa von Richard Duraj, Sascha Kokot, Lucia Leidenfrost, Jinn Pogy, Jan Skudlarek u.a., 106 Seiten, Broschur, Tübingen 2011.
  43. Wieland Schmied · Ein Irrer schreibt an einen Blinden. Ezra Pound Studien III (Rimbaud-Taschenbuch Nr. 72), 112 Seiten, broschiert, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  44. Stefan Schmitzer
: scheiß sozialer frieden
. Gedichte. Wien: Edition Korrespondenzen, 2011. Mit einem Nachwort von Clemens Setz, gebunden, 21 x 13 cm, 
96 Seiten.
  45. Ernst Schönwiese · Baum und Träne (Lyrik-Taschenbuch Nr. 74), 72 Seiten, broschiert, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  46. Karl-Heinz Schreiber ∙ Das Wundern der Romantizierer generiert altmodische Beulen, 38 Seiten, gehef­tete Broschur, Silver Horse Edition, Marklkofen 2011.
  47. Natalia Shchyhlevska · Verschränkungen. Leben und Werk von Autoren aus der Bukowina anhand von Briefen und Nachlässen (Bukowiner Literaturlandschaft Bd. 58).7 Abb., 124 Seiten, gebunden, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.

12. Dezember 2011

48. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (4)

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Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Wird in den nächsten 3 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur Kr – Na. Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

  1. Michael Krüger (Hg.) ∙ Akzente. Zeitschrift für Literatur, Heft 2/April 2011: Moderne hebräische Lyrik, zusammengestellt von Ariel Hirschfeld, aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer, 108 Seiten, Broschur, Verlag Carl Hanser, München 2011.
  2. Alexej Krutschonych: Phonetik des Theaters. Hg. von Valeri Scherstjanoi. Leipzig: Reinecke & Voß 2011.  81 S.
  3. Georg Kulka: Sichtbarkeit. Aufzeichnende Prosa. Prosagedichtezyklus, hochroth Verlag 2011.
  4. Thomas Kunst · Legende vom Abholen, 109 Seiten, Klappbroschur, Edition Rugerup, Berlin · S-Hörby 2011.
  5. Kunstverein Kunstgeflecht (Hg.): Rhein! Zeitschrift für Worte, Bilder, Klang Nr. 2 (Oktober), Kidemus: Köln 2011. Lyrik von Kurt Drawert, Armin Foxius, Frederike Frei, Thomas Geduhn, Harald Gröhler, Gert Heidenreich, Franz Hodjak, Yaak Karsunke, Jochen Kelter, Regine Mönkemeier, Albert Ostermeier, Elisabeth Plessen, Manfred Pricha, Carmen Elisabeth Puchianu, Francisca Ricinski-Marienfeld, Kurt Roessler, Said, Joachim Sartorius,Rolf Stolz, A. J. Weigoni.
  6. Axel Kutsch (Hg.) · Versnetze_vier. Deutschsprachige Lyrik der Ge­genwart von 216 Autorinnen und Autoren, dar­unter Andreas Altmann ∙ Michael Arenz ∙ Hans Bender ∙ Hans Georg Bulla ∙ Uwe Claus ∙ Crauss ∙ Hugo Dittberner ∙ Richard Dove ∙ Hans Eichhorn ∙ Peter Ettl ∙ Karin Fellner ∙ Brigitte Fuchs ∙ Claudia Gabler ∙ And­rea Heuser ∙ Franz Hodjak ∙ Jürgen Israel ∙ Peter Kapp ∙ Ulrich Koch ∙ Christoph Leisten ∙ Vesna Lu­bina ∙ Marie T. Martin ∙ Jürgen Nendza ∙ Andreas Noga ∙ Irmhild Oberthür ∙ Antje Paehler ∙ Tom Pohl­mann ∙ Arne Rauten­berg ∙ Francisca Ricinski ∙ Horst Samson ∙ Vera Schindler-Wunderlich ∙ Marita Tank ∙ Ralf Thenior ∙ Beate Ün­ver ∙ Marianne Ullmann ∙ Ruth Velser ∙ Jürgen Völkert-Marten ∙ Ron Winkler ∙ Ma­rio Wirz ∙ Maximilian Zander ∙ Rosemarie Zens, Vor­wort des Herausgebers, 329 Seiten, Broschur, Verlag Ralf Liebe, Wei­lerswist 2011.
  7. Stan Lafleur/Helena Becker: Das Lachen der Hühner. Liechtenstein-Gedichte und Papierschnitte, parasitenpresse, Köln 2011
  8. James Laughlin: Dylan schrieb Gedichte. Aus dem US-Amerikanischen von Christine Pfammatter. Leipziger Literaturverlag. 136 Seiten.
  9. lauter niemand e.V. (Hg.): lauter niemand. Die Berliner Zeitschrift für Lyrik und Prosa. 11. Ausgabe. Lyrik von Clemens Schittko, Sylvia Geist, Philipp Güntzel, Isabella Roumiantsev, Catherine Hales, Elke Engelhardt, Sina Klein, Richard Duraj, Andrea Scholl, Kerstin Becker, Martina Winter, Levin Westermann, Niklas Lem Niskate, Sonja vom Brocke, Charlotte Warsen, Thomas Steiner, Jan Imgrund, Dieter M. Gräf, Theresa Klesper, Claudia Gabler, Philippe Kottoros, Carl-Christian Elze, Lutz Steinbrück, Tom Nisse, Roberto Yañez, Tibor Schneider, Kirsten Hartung, Simone Hirth, Julian Walther, Robert Bahr, Prosa von Ulrike Almut Sandig, David Frühauf, Dirk Alt, Yulia Marfutova, Stephan Roiss, Martin Lechner, Guy Helminger, Joachim Wendel, Florian Wacker, Marie T. Martin, Bernd Gonner.
  10. Radmila Lazić: Das Herz zwischen den Zähnen. Gedichte. Aus dem Serbischen von Mirjana & Klaus Wittmann. Leipziger Literaturverlag. 160 Seiten.
  11. Ivo Ledergerber · Besuch bei einem Freund, 92 Seiten, Hardcover, Waldgut Verlag, CH-Frau­enfeld 2011.
  12. Wilhelm Lehmann, Poesiealbum 297. Auswahl Axel Vieregg, Grafik Herbert Tucholski. Märkischer Verlag Wilhelmshorst 2011. 32 S.
  13. Christian Lehnert · Aufkommender Atem, 99 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Suhr­kamp Verlag, Ber­lin 2011.
  14. Anton G. Leitner · Arne Rautenberg (Hg.) · Das Gedicht, 19. Ausgabe: götterschöner freudefunken, Gedichte von Melanie Arzenheimer ∙ Jürg Beeler ∙ Brigitte Fuchs ∙ Norbert Göttler ∙ Ulla Hahn ∙ Erich Jooß ∙ Chris­tine Langer ∙ Andreas Peters ∙ Ilma Rakusa ∙ Robert Schindel ∙ Babette Werth ∙ Johannes Zultner u.v.a., 135 Seiten, Broschur, Anton G. Leitner Verlag, Weßling 2011.
  15. Anton G. Leitner (Hg.) ∙ Gedichte für Zeitgenossen. Lyrik aus 50 Jahren von H. C. Artmann ∙ Ingeborg Bachmann ∙ Werner Dürrson ∙ Jörg Fauser ∙ Axel Kutsch ∙ Mario Wirz u.v.a., 142 Seiten, Taschenbuch mit Schutzumschlag, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2011.
  16. Anton G. Leitner, Die Wahrheit über Uncle Spam und andere Enthüllungsgedichte, mit einem Nachwort von Ulrich Johannes Beil, 128 Seiten, Broschur, Daedalus-Verlag, Münster 2011.
  17. Michael Lentz · Textleben. Über Literatur, woraus sie gemacht ist, was ihr vorausgeht und was aus ihr folgt, herausgege­ben sowie mit Vor- und Nachwort versehen von Hubert Winkels, 576 Seiten, Hard­cover mit Schutzumschlag, Lesebändchen, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011.
  18. Ben Lerner: Die Lichtenbergfiguren. Gedichte, zweisprachig. Übersetzt von Steffen Popp. Mit e. Nachwort von Matthias Göritz.  luxbooks.americana, Wiesbaden 2011.
  19. Lettre International. Europas Kulturzeitung. Heft 95. Winter 2011. 138 S. Wassili Dimow: Kafkasus. Ein Poem. Beiträge von Péter Nádas, Slavoj Žižek, Friedrich Kittler u.v.a.
  20. Liao Yiwu: Massaker. Frühe Gedichte. Übersetzt von Hans Peter Hoffmann, hochroth Verlag 2011.
  21. Ernst Wilhelm Lotz · Wolkenüberflaggt (edition grillenfänger 20). 52 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  22. Wolfram Lotz: Fusseln. Liste. Köln: Parasitenpresse 2011 (paradosis Nr. 8). 16 S.
  23. Gertrud Luick-Conrad: Lebenslinien. Esslingen: Civitas Imperii Verlag 2011.
  24. Nikola Madzirov · Versetzter Stein, aus dem Mazedonischen von Alexander Sitzmann, 64 Sei­ten, Hardco­ver, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, München 2011.
  25. Zvonko Maković: lügen. warum nicht? Gedichte. Übersetzung: Alida Bremer. 96 Seiten, Format: 13.5 x 21 cm, gebunden, Softcover. Das Wunderhorn 2011.
  26. Nadeschda Mandelstam: Erinnerungen an Anna Achmatowa . Aus dem Russischen von Christiane Körner. Kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Pawel Nerler. Bibliothek Suhrkamp 1465, Berlin 2011. 205 S., mit zahlreichen Abbildungen.
  27. Horst-Ulrich Mann [d.i. Ulrich Horstmann]: Kampfschweiger. Gedichte 1977–2007. Verlag Shoebox House, Hamburg 2011. 187 S., € 16.90
  28. Julia Mantel ∙ dreh mich nicht um, Bilder von Petrus Akkordeon, Vorworte von Kurt Drawert und Jörg Sun­dermeier, 47 Seiten, Broschur, fixpoetry.Verlag, Hamburg 2011.
  29. Peter Marggraf (Hg.) · Berichte aus der Werkstatt, 10. Ausgabe, Bilder von Peter Marggraf, Gedichte von Hans Georg Bulla ∙ Uwe Claus ∙ Georg Oswald Cott ∙ Hugo Dittberner ∙ Paul Klee ∙ Gerd Kolter ∙ Heiner Müller ∙ August von Platen ∙ Rainer Maria Rilke, 40 Seiten, Format 23 x 33 cm, San Marco Handpresse, Neustadt 2011.
  30. Alfred Margul-Sperber (Hrsg.) · Die Buche. Eine Anthologie deutschsprachiger Judendichtung aus der Bukowina. Aus dem Nachlass herausgegeben von George Guțu, Peter Motzan und Stefan Sienerth. Mit Gedichten von Rose Ausländer · Uriel Birnbaum · Klara Blum · Paul Celan · Zeno Einhorn · Norbert Feuerstein · Ernst Maria Flinker · Robert Flinker · Benjamin Fuchs · David Goldfeld · Lotte Jaslowitz · Josef Kalmer · Alfred Kittner · Ewald Ruprecht Korn · Artur Kraft · Josef I. Kruh · Kamillo Lauer · Siegfried Laufer · Ariadne Baronin Löwendal · Hugo Maier · Itzig Manger · Alfred Margul-Sperber · Tina Marbach · Salome Mischel · Johann Pitsch · Moses Rosenkranz · Heinrich Schaffer · Isaac Schreyer · Jakob Schulsinger · Erich Singer · Isak Sonntag · Klaus Udo Tepperberg · Victor Wittner · Kubi Wohl. 469 Seiten, gebunden, 2. Auflage, Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  31. Jean-Michel Maulpoix: Schritte im Schnee. Prosagedichte. Aus dem Französischen von Margret Millischer. Leipziger Literaturverlag. 140 Seiten.
  32. Ernst Meister · Gedichte, ausgewählt von Peter Handke, 150 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, Lese­bändchen, Suhrkamp, Berlin 2011.
  33. Burkhard Meyer-Sickendiek · Lyrisches Gespür. Vom geheimen Sensorium moderner Poesie, 571 Sei­ten, Bro­schur, Wilhelm Fink Verlag, München 2012.
  34. Suzanna Mikesh, “wann eigentlich haben wir damit aufgehört” 97 Gedichte, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, HC mit Schutzumschlag, Lesebändchen und Faksimilie auf dem Umschlag, ISBN: 978-3-935259-83-5, erscheinen im worthandel : verlag, 2011, 19,80 Euro (www.worthandel.de/wh_voe/aufgehoert.htm)
  35. Anja Möbest (Hg.): Alles auf Anfang. Trennungsgedichte. Reclam. 96 Seiten.
  36. Esther Mohnweg: Zuerst versinkt der Horizont. Berlingedichte und Fotografien. Leipziger Literaturverlag. 124 Seiten.
  37. Shafiq Naz (Hg.) · Der deutsche Lyrikkalender 2012. Jeder Tag ein Gedicht, 366 Ge­dichte von 300 Autorin­nen und Autoren von den An­fängen bis zur Gegen­wart, darunter Hans Assmann von Abschatz ∙ Friedrich Ani ∙ Jürgen Becker ∙ Irène Bourquin ∙ Ann Cotten ∙ Crauss ∙ Michael Donhauser ∙ Jutta Dornheim ∙ Elke Erb ∙ Peter Ettl ∙ Wolfgang Fienhold ∙ Walter Helmut Fritz ∙ Claudia Gabler ∙ Sylvia Geist ∙ Caroline Hartge ∙ Kerstin Hensel ∙ Angelika Janz ∙ Markus Manfred Jung ∙ Gottfried Keller ∙ Thomas Kling ∙ Wilhelm Leh­mann ∙ Alfred Lichtenstein ∙ Friederike Mayröcker ∙ Ernst Meister ∙ Jörg Neugebauer ∙ Hans Erich Nossack ∙ Hellmuth Opitz ∙ Jutta Over ∙ Silke Peters ∙ Marion Poschmann ∙ Bertram Reinecke ∙ Sophie Reyer ∙ Chris­tian Saalberg ∙ Horst Samson ∙ Suleman Taufiq ∙ Jesse Thoor ∙ Unbekannter Dichter ∙ Jürgen Völkert-Mar­ten ∙ Florian Voß ∙ Christian Wagner ∙ A. J. Weigoni ∙ Annemarie Zornack ∙ Stefan Zweig, 440 Seiten, Tischkalen­der mit Spiralbindung, Al­hambra Publishing, B-Bertem 2011.

27. November 2011

112. Ilana Shmueli ist gestorben

Einsortiert unter: Deutsch, Israel — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 16:25

Die Literatur der in Israel eingewanderten europäischen Juden handelt immer wieder von der Sehnsucht nach den vier Jahreszeiten, den dunklen Wäldern, von Bären, Wölfen und Füchsen, den großen Flüssen, dem vertrauten Stadtbild, dem “Tollen im Neuschnee”, das Ilana Shmueli in einem ihrer Gedichte beschwört: “blendendes Weiß wie nie wieder.” Und sie fährt fort: “Flieder von damals / und der Duft verborgener Veilchen // Gras frisch gemäht / glühende Sonne // das Träumen im Nussbaum / kleine grün-braune Finger auf rauher Rinde // das alles lässt sich’s noch nennen?”

Ilana Shmueli war durch ihre Gedichte, ihre Aufzeichnungen und Briefe die wohl letzte Repräsentantin von Czernowitz, das in Israel eine Heimat fand, jener Welt des Klein-Wien, der Musik und der vielen Sprachen, des Rumänischen, Jiddischen, Russischen und Ukrainischen, des Hebräischen und Deutschen. …

Am 11. November ist Ilana Shmueli in Jerusalem gestorben, mit einer letzten Frage, die sie vor Jahren notiert hatte: “In welcher Sprache wird der Tod zu mir kommen?” / Thomas Sparr, Die Welt

5. September 2011

18. Über Lyris

Einsortiert unter: Deutsch, Hebräisch, Israel — Schlagworte: , , , , , — lyrikzeitung @ 01:47

“Über Lyris willst du schreiben? Tja, da bist du zu spät gekommen”: Der Jerusalemer Kreis versammelt die ­letzten deutschsprachigen Autoren aus der Generation Paul ­Celans (…)

Der 1922 geborene Autor und Bildhauer Manfred Winkler kommt wie Shmueli ebenfalls aus der Bukowina, aus Putila, und wie Shmueli veröffentlicht er Lyrik beim Aachener Rimbaud-Verlag. Mit seiner Frau Herma wohnt er in den Bergen bei Jerusalem. Von dort aus schafft er es ebenfalls nicht mehr zu den Treffen. In den Kriegsjahren verlor er sowohl im Zuge der Deportationen der Deutschen als auch der „Umsiedelungen“ der Kommunisten seine gesamte Familie. 1959 erst machte Winkler Aliyah, wanderte nach Palästina aus, denn so lange dauerte es, bis ihm erlaubt war, aus Rumänien auszureisen, wo er zehn Jahre lang lebte, arbeitete und schrieb. Mit einem Mantel und einem Hut, beschreibt Herma Winkler ihren Mann, wie in Europa, so ist er hier angekommen. Und dann so in den Kibbuz Beit Alfa gefahren. Ein Bild für die Götter sei das gewesen.

Jeckes wurden die korrekt gekleideten deutschen Einwanderer damals genannt – manche vermuten, es käme von dem Wort Jacke. Im Kibbuz blieb Winkler nur ein Jahr. Die Erfahrungen, die er im Ostblock mit dem Kommunismus machte hätten ihm gereicht. In Jerusalem besuchte er den Sprachkurs Ulpan, der den Einwanderern in kürzester Zeit ein alltagstaugliches Hebräisch beibrachte, und nach wenigen Monaten schrieb er sein erstes hebräisches Gedicht. Und gewann sofort Preise. Manches macht, dass ich auf Deutsch schreibe, manches, dass ich auf Hebräisch schreibe, sagt er. Alles ist irgendwie in Verbindung. Und jetzt werde ich dir vorlesen, was ich erlebt habe, als ich hier ankam. Nix, nämlich. Alles und nix.

Was er vorliest, ist ein Auszug aus einem Brief an seinen Freund, den siebenbürgischen Autor Hans Bergel. Die Korrespondenz der beiden wird demnächst im Berliner Verlag Frank & Timme erscheinen: „1962 erschien der erste selbstständige Lyrikband (auf Hebräisch). Er war innerhalb von 6 Wochen vergriffen. Im Alter von 40 Jahren wurde ich zu einer Art Wunderkind der hebräischen Literatur. Trotz der fast unsäglichen Schwierigkeiten waren es die glücklichsten Jahre meines Lebens, nicht allein das Gefühl der Freiheit beherrschte mich, sondern auch die Gewissheit, endlich in einem Land Boden unter den Füßen zu haben. Ich war ununterbrochen inspiriert. Die äußeren und inneren Schwierigkeiten wirkten befruchtend auf mich. Die Dynamik, die das Land beseelte und vorantrieb, machte mich besessen.“ / Luise Boege, Freitag

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