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Ich bin ein Fremdling, einst war ich ein Dichter.
Ich bin der letzte Morgengast der müden Hur.
Ich bin die Wand, die alles hört und nichts sagt.
Ich bin ein Licht, das die Nacht über beim Sterbenden brennt.
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O in der Sünde festlichem Gewimmel –
Ach, bloß die Laster machen gut und rein.
Ich bin so ungeeignet für den Himmel!
Laß lieber mich ein frommer Heide sein.
Jakob Haringer (* 16. März 1898 in Dresden, heute vor 125 Jahren; † 3. April 1948 in Zürich) Poem Es hat uns oft noch nach Mitternacht in die lauschigen Schenken getrieben. Die dumme Sehnsucht nach Wundern gab keine Ruh, Und wir wären so gern, ach so gern noch sitzen geblieben – Aber… Continue Reading „Aber man machte schon zu“
Jakob Haringer (* 16. März 1898 in Dresden; † 3. April 1948 in Zürich) Tot Ist alles eins, Was liegt daran, Der hat sein Glück, Der seinen Wahn. Was liegt daran! Ist alles eins, Der fand sein Glück! Und ich fand keins. Aus: Jakob Haringer, Poesiealbum 373. Wilhelmshorst: Märkischer Verlag, 2022, S.… Continue Reading „Tot“
Nach dem Tod Richard Leisings, Karl Mickels und dem Adolf Endlers vor wenigen Wochen lichten sich die Reihen jener ostdeutschen Dichtergeneration, die, um die Mitte der dreißiger Jahre geboren, und durch die Charismatik Brechts und Georg Maurers geprägt, als Sächsische Dichterschule Furore machten. Weltwissen… Continue Reading „150. Wunde Dresden“
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